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Astrologie-Fenkurs - Grundlagen zum Geburtsbild

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

GRUNDLAGEN ZUM GEBURTSBILD

Heutzutage gibt es Computer, die in der Regel allen, die Astrologie betreiben, ihre Arbeit abnehmen im Sinne des Berechnens. Aber auch ein Computer ist keine Gewähr dafür, dass man es immer mit einem 100 Prozent exakt richtigen Horoskop zu tun hat. Denn erstens – 100-prozentige Exaktheit im astronomischen Sinne oder auch im astrologischen Sinne gibt es nicht. Und zweitens ist ja die Ausgangsposition für die wirkliche Exaktheit des Horoskops die Genauigkeit der Angabe der Geburt. Wir können zwar von einer entsprechenden Genauigkeit in der Regel ausgehen, dass uns die Leute eine mehr oder weniger richtige Angabe machen, wann sie geboren sind. Wenn sie auf ihre Geburtsurkunde geschaut haben oder mal bei Mama, Papa nachgefragt haben. Aber letzten Endes weiß man das nie genau. Und insofern wäre es absurd, nachher die Berechnung ins Irrsinnige zu übertreiben, wenn denn die Geburtsangabe mit Sicherheit auch nicht minuten- oder gar sekundengenau ist. Also das, was wir hier gerade tun, ist hinreichend genau, um fundierte astrologische Aussagen auf die entsprechenden Anlagen eines Menschen zu machen. Also in dem Sinne bitte keine Sorge.

Es folgt eine kurze Einführung in das Thema „Aszendent“ und „Medium Coeli“, beziehungsweise MC, also die beiden Haupt-Horoskopachsen. Auch an dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass bisher noch nicht die entsprechenden Grundlagen bei Ihnen vorhanden sind, zumindest was die bereits abgearbeiteten Lektionen angeht. Das wir diese Thematik Aszendent und MC in einem Zusammenhang zueinander betrachten können, das ist dann insbesondere Thema bei den sogenannten Deutungskonzepten. Zudem kann das Thema hier auch nur in einer grundsätzlichen Weise angesprochen werden, das heißt es könnte nur dann vertieft werden, wenn weitergehende Kenntnisse vorhanden sind. Ähnlich wie bei den Lebensprinzipien, die auch nur im Grundsatz zunächst angesprochen werden können. Später aber, wenn zwei Prinzipien sich zu einer Konstellation verbinden, werden wir das in sehr großer Tiefe besprechen. Dasselbe gilt jetzt auch für den Aszendenten und MC.

Inhaltlich wird diesen beiden Hauptachsen innerhalb der AstroPolarity-Lehre grundsätzlich keine Vorab-Bedeutung zugewiesen. Ihre Bedeutung ergibt sich vor allem und letztlich aus dem Gesamtzusammenhang eines jeweiligen Geburtsbildes.

Aszendent

Die Himmelsrichtung Osten, das heißt die Blickrichtung vom Geburtsort aus in Richtung Osten, entspricht dem Aszendenten. Der Aszendent ist im Horoskop immer eine waagerechte Linie, und wird im Horoskopkreis links eingezeichnet, was sozusagen die Spiegelverkehrung zur Windrose symbolisieren soll. Also die Blickrichtung nach Osten entspricht rein geografisch gesehen dem Aszendenten. Soweit also kurz die technischen Gegebenheiten - die sind allerdings für die Astrologen nicht so wichtig wie die inhaltlichen Aussagen, die mit dem Aszendent zusammenhängen. Und zu denen möchte ich jetzt kurz etwas sagen.

Der Aszendent wird normalerweise – und das ist auch später für Deutungskonzepte sehr dienlich – als die eigentliche oder die Uranlage eines Menschen betrachtet. Wobei die Uranlage eines Menschen im Grunde genommen vergleichbar ist mit einem Baumaterial, was ein Mensch zu Beginn seines Lebens mitbekommen hat. Stellen Sie sich vor, ein Mensch hat beispielsweise Bauklötzer als Baumaterial für sein Leben bekommen, und die sind alle blau und rechteckig. Und ein anderer hat auch Bauklötzer bekommen, aber anderes Baumaterial, weil das ist grün und es sind lauter runde Kugeln. Insofern haben beide Baumaterial bekommen. Der eine blau, der andere grün. Der mit blauem Material kann in dem Sinne Dinge erschaffen, die alle rechteckigen Charakter haben, beziehungsweise sich aus rechteckigen Einzelteilen zusammensetzen. Und der andere mit dem grünen Baumaterial, der kann Teile zusammenfügen, die alle in ihren Einzelteilen aus Kugeln bestehen.

Das heißt die Uranlage ist etwas, was man unwiederbringlich am Anfang seines Lebens mitbekommt. Und aufgrund dieses Baumaterials, dieser Ursubstanz, im Sinne des Aszendenten „Anlage“ genannt, kann man sich sein Leben zusammenbauen. Nur: Egal, was man tut, im ersten Fall wird es immer blau sein und es wird immer aus rechteckigen Steinen bestehen. Im zweiten Fall, egal was man tut, wird es immer grün sein und es wird aus Kugeln bestehen. Was ich mit diesem Baumaterial tue, wie der Aszendent letzten Endes im Horoskop gelebt wird, das hängt von anderen Faktoren ab, die im Moment nicht besprochen werden können. Obwohl ich „vorgefertigt“ beziehungsweise determiniert bin, habe ich durch die Art des Baumaterials natürlich trotzdem die Freiheit, mit diesem Baumaterial zu tun, was ich möchte.

Ich kann also mit blauen Steinen, die rechteckig sind, eine Brücke bauen. Wenn ich das aber nicht will, dann kann ich auch ein Krankenhaus bauen. Genauso, wie ich mit grünen Steinen, die rund sind, eine Schule bauen kann, oder wenn ich das nicht möchte, ein Hochhaus mit 20 Stockwerken. Aber: Im ersten Fall wird jede Art von Gebäude immer blau sein und im zweiten Fall immer grün. Und das ist das Entscheidende. Die Anlage an sich ist nicht änderbar, im Sinne des Aszendenten. Der Aszendent ist sozusagen die Uranlage, mit der man angetreten ist. Das ist vergleichbar mit Ihrer Augenfarbe, die ändert sich auch nicht, obwohl Sie sich natürlich Kontaktlinsen mit einer anderen Farbe kaufen können. Aber das hat nichts damit zu tun, dass die Augenfarbe sich deshalb geändert hat. Sie bleibt. Das ist eine anlagemäßige Prägung.

Und so ist das Zeichen, das zum Aszendenten gehört, im Grunde genommen die Ursubstanz, mit der ein Mensch sein Leben beginnt. Und Sie können sich vorstellen, dass das Zeichen, was man im Aszendenten hat und alles, was damit inhaltlich zu tun hat, eine ungeheure Bedeutung in sich trägt. Also nehmen wir an, Sie haben den Skorpion am Aszendenten. Dann ist das Skorpion-Prinzip, dieses 8. Lebensprinzip, für Sie sozusagen die Ursubstanz, mit der Sie angetreten sind. Wenn Sie die Zwillinge am Aszendenten haben, gilt für Sie das Zwillinge-Prinzip – und so weiter, und so weiter. Es gibt also zwölf verschiedene Baumaterialien im Sinne der Anlage, im Sinne des Aszendenten, mit denen ein Mensch antritt.

Medium Coeli (MC)

Dem MC entspricht der Süden, beziehungsweise die sogenannte Himmelshöhe, deshalb auch der Begriff „MC“ für Medium Coeli. Und der Medium Coeli oder die Himmelshöhe ist die Senkrechte bezogen auf den Betrachtungsstandpunkt. Und dadurch, dass die Erde eine Kugel ist, ist das, was man unter senkrecht versteht, immer ein relativer Begriff. Er wird aber trotzdem im absoluten Sinne zu verstehen sein.

Gehen Sie davon aus, dass auf dem Punkt, auf dem man sich auf der Erde befindet, von dort aus direkt eine Senkrechte in den Himmel hinauf gezielt wird. Und genau dieser Punkt, der dann im Himmel, beziehungsweise im gedachten Tierkreis vorgefunden wird, das ist dann der Grad und das Tierkreiszeichen des jeweiligen Medium Coeli, der Himmelshöhe. Allerdings ist senkrecht in diesem Sinne ein relativer Begriff, weil die Erde eine Kugel ist. Aber in jedem Falle ist er objektiv, weil man vom Geburtsort aus die 90 Grad, die Senkrechte, genau in den Himmel hinauf in jedem Falle ziehen kann.

Der Medium Coeli, der MC, stellt in einer ähnlichen Form wie der Aszendent ein Merkmal im Horoskop dar, was allerdings dann nicht den Beginn, sondern, wenn man so will, das Ende einer Anlagenstruktur markiert. Wenn der Aszendenz die Ursubstanz, das Ausgangsmaterial, die Bausubstanz darstellt, dann ist der MC in der Regel das, was sich am Ende eines langen Entwicklungsweges - der allerdings hier im Moment noch nicht besprochen werden kann - an Bedeutung ergibt. Es gibt hier zwei Begriffe für den MC:

die Bedeutung, die eine bestimmte Bausubstanz, eine Anlage erlangt. Und ein Ergebnis, was aufgrund von Verhaltensweisen und Lebensmodalitäten sich am Ende des Lebens einstellt. Der MC ist im Sinne des Ergebnisses oder der Bedeutung, die ein Leben erlangt, eine Größe, die man im Moment in der jeweiligen Gegenwart seines Lebens nicht 100-prozentig abschätzen kann. Im MC liegen also bestimmte Unabwägbarkeiten. Das bedeutet, dass die Ergebnisse oder die Bedeutungen, die aus Handlungsweisen in meinem Leben entstehen, nicht im Moment der Handlung selber kalkulierbar oder mit einer Absicht versehen sind.

Es gibt eine Verbindung zwischen dem Aszendenten und dem MC, in dem Sinne, dass der Aszendent alles das markiert, womit wir antreten, was wir zur Verfügung gestellt bekommen. Und der MC ist sozusagen das, was wir daraus gemacht haben. Wobei in dem Moment, wo wir leben, wissen wir noch nicht, welche Bedeutung sich ergeben wird. Wir wissen noch nicht, was wirklich an Folgen aufgrund unseres Verhaltens entsteht. Wir können zwar einerseits sagen, wir verhalten uns aufgrund unserer Anlage, aufgrund unseres Aszendenten in einer bestimmten Art und Weise, wir bauen also immer blaue Dinge, die im Detail betrachtet aus rechteckigen Einzelteilen bestehen. Aber welche Bedeutungen sich aus unseren blauen Bauwerken mit rechteckigen Einzelteilen ergeben, diese Bedeutungen können wir im Moment unseres Handelns noch nicht ablesen. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass zwischen Aszendent und MC immer ein innerer Zusammenhang besteht, den Sie auf keinen Fall zu irgendeiner Zeit, wenn Sie ein Horoskop betrachten, aus den Augen verlieren dürfen.

Feldersysteme bzw. Häusersysteme

Es gibt zwei Hauptfelder- bzw. Häusersysteme, mit denen die Astrologen arbeiten. Unabhängig davon, was Felder bzw. die Häuser an sich bedeuten - da kommen wir später noch zu. Diese Hauptfeldersysteme heißen Placidus und Koch. Sie unterscheiden sich formal dadurch, dass die mathematische Grundlage des Placidussystems davon ausgeht, dass die Erde und damit auch das Geburtsbild eine Kugel ist. Das Kochsystem geht dagegen von einer Zweidimensionalität aus, was natürlich den tatsächlichen Gegebenheiten nicht entspricht. Ich empfehle aus jahrzehntelanger Erfahrung, mit dem Placidussystem zu arbeiten. Das jeweilige Feldersystem entspricht der sogenannt tageszeitlichen und örtlichen Prägung und korrespondiert daher wichtigsterweise mit der Uhrzeit und dem Ort der Geburt (Zeit und Raum!). Der Tierkreis entspricht der sogenannten jahreszeitlichen Prägung und steht in Beziehung zum Tag der Geburt. Insofern ist das Feldersystem eine auf 24 Stunden verkleinerte Darstellung des Tierkreises, da sich die Erde an einem Tag (24 Std.) einmal um die eigene Achse bewegt, wohingegen sich die Erde innerhalb eines Jahres um die Sonne bewegt. Erst die Kombination von jahres- und tageszeitlicher Prägung ergibt eine individuelles Geburtsbild, daher ist die Uhrzeit der Geburt das Merkmal, das die Individualität im Besonderen hervorbringt.

Mondknoten

Ich kann Ihnen versichern, dass sämtliche Angaben oder Aussagen, sämtliche Deutungen und Interpretationen, die auf die Mondknoten bezogen sein sollen, auch aus anderen Faktoren im Horoskop ersichtlich sind. Deutlicher und tiefer gehend ersichtlich sind. Insofern – Mondknoten können Sie im Grunde genommen vergessen. Hoffentlich sind Sie nicht einer derjenigen, die sich mit Mondknoten vielleicht schon beschäftigt haben und die also ganz wunderbar finden. Das können Sie natürlich trotzdem weiterhin tun, aber wir werden in der Ausbildung uns mit den Mondknoten nicht weiter beschäftigen, weil wir das nicht brauchen.

Schnelligkeit der Planeten

Als letztes möchte ich Ihnen jetzt noch kurz etwas über die Schnelligkeit oder besser – in dem meisten Falle gesagt – die Langsamkeit von entsprechenden Planeten sagen. Das heißt, ich gebe Ihnen jetzt kurz einen Überblick, wie lange die Planeten brauchen, um im Tierkreis einmal herumzuwandern. Das würde astronomisch bedeuten: wie lange dauert es, bis ein Planet die Sonne umrundet hat? Die Sonne selber kann sich nicht umrunden, deshalb hier die Angabe, wie lange braucht sie, um von der Sicht der Erde aus im Tierkreis einmal rumzuwandern. Das dauert exakt ein Jahr. Das bedeutet auf ein Tierkreiszeichen, also auf einen Abschnitt von 30 Grad übertragen, einen Monat. Es gibt 12 Tierkreiszeichen, gleich 12 Monate. Zusammen gerechnet ein Jahr. Die Sonne ist also in jedem Tierkreiszeichen einen Monat, wandert pro Grad im Tierkreis… oder es dauert einen Tag, um ein Grad im Tierkreis zu durchmessen. Letzten Endes wandert die Sonne ein Jahr lang durch den Tierkreis.

Der Planet Mond ist um ein Vielfaches schneller. Der Mond braucht für die Strecke des gesamten Tierkreises nicht ein Jahr wie die Sonne, sondern nur einen Monat. Und das übertragen auf ein Tierkreiszeichen, auf einen Abschnitt von 30 Grad, heißt, circa zweieinhalb Tage. Oder auf einen Grad umgerechnet – für einen Grad braucht der Mond zwei Stunden.

Merkur und Venus – können Sie sich als Faustregel merken – sind in etwa genauso schnell wie die Sonne. Warum das so ist, will ich an dieser Stelle, weil es astronomische Gründe hat, nicht weiter erklären. Aber als Faustregel kann gelten, Merkur und Venus wandern so schnell wie die Sonne, also circa auch ein Jahr, durch den Tierkreis; beziehungsweise, für einen Grad im Tierkreis brauchen sie einen Tag.

Der Planet Mars wird jetzt ein kleines bisschen langsamer. Der braucht, um im Tierkreis einmal rumzuwandern, circa anderthalb Jahre. Das heißt, übertragen auf ein Tierkreiszeichenabschnitt von 30 Grad circa sechs Wochen.

Der Jupiter ist vergleichsweise schon sehr langsam. Der braucht, um im gesamten Tierkreis alle zwölf Zeichen zu durchlaufen, schon zwölf Jahre. Was also bedeutet, dass er in einem Tierkreiszeichen sich ein Jahr lang aufhält. Aber auch der Jupiter ist immer noch vergleichsweise relativ schnell.

Der Saturn, der hinter dem Jupiter steht, braucht, um im Tierkreis einmal herumzuwandern, circa 28 bis 30 Jahre. Und das heißt, dass er sich in jedem Tierkreiszeichen circa zweieinhalb Jahre aufhält.

Der Uranus braucht, um im Tierkreis herumzulaufen, in etwa 84 Jahre. Das bedeutet, dass er in jedem Zeichen circa sieben Jahre steht.

Der Neptun braucht doppelt so lange wie der Uranus; er wandert im Tierkreis in circa knapp 170 Jahren einmal herum. Und das heißt, dass er circa 14 bis 15 Jahre in jedem Zeichen steht.

Der Pluto ist eine Ausnahmeerscheinung, weil er keine kreisförmige Bahn; in etwa kreisförmige Bahn; um die Sonne hat, sondern eine stark elliptische Bahn. Und deshalb schwankt seine Stellung in den einzelnen Tierkreiszeichenabschnitten zwischen circa 13 Jahren bis zu 30 oder 33 Jahren. Letzten Endes umläuft er die Sonne, beziehungsweise läuft im Tierkreis, in etwa in knapp 250 Jahre herum. Wir haben es mit den Planeten Saturn, Uranus, Neptun und Pluto mit den sogenannten langsam laufenden Planeten zu tun. Und die werden dann später beim Interpretieren des Horoskops in diesem Sinne auch besonders berücksichtigt werden.

 

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