bg01

Angebote & Preise gültig bis 31. Januar 2018   +++   im Januar ohne Versandkosten

Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Feuer und Luft

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

FEUER UND LUFT

Wir werden uns jetzt mit den vier Elementen, Feuer, Luft, Erde und Wasser, im Einzelnen beschäftigen. Zuvor möchte ich allerdings bemerken, dass unter den vier einzelnen Elementen ein Element, nämlich das Feuer, eine bestimmte Ausnahmeposition einnimmt. Sie sollten sich das zunächst mal generell nur merken, ohne im Detail zu wissen, worum es geht. Denn wir werden im Laufe der Elementen-Lektionen feststellen, dass beispielsweise bei den entsprechenden Zuweisungen zu bestimmten psychologischen Typen, beim Feuerelement, soweit es in einem Horoskop dann relevant sein sollte, immer bestimmte Ausnahmen getroffen werden müssen oder bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, damit das Feuerelement und zum Beispiel die entsprechende zugeordnete psychologische Typologie greifen kann. Es gibt sehr viele Bereiche in denen das Feuerelement immer bestimmten Bedingungen unterliegt. Die dann erfüllt sein müssen, damit das, was man zum Beispiel im psychologischen Sinne zum Feuerelement aussagen kann, auch gerechtfertigt ist, beziehungsweise greift. Ich gebe Ihnen vorab ein Beispiel für die Ausnahmeposition, die das Feuerelement hat:

Es gibt am Anfang des Lebens eines Menschen - ich beziehe das jetzt auf einen Menschen, aber eigentlich würde das für alle Säugetiere gelten - zwei Grundbedingungen, die erfüllt sein müssen. Diese beiden Grundbedürfnisse heißen Nahrung und Wärme. Das heißt die Umwelt, die das neue Leben umgibt, muss Nahrung und Wärme zur Verfügung stellen. Andersherum könnte man sagen, das neu geborene Leben selbst ist angewiesen auf Nahrung und auf Wärme. Und wenn eines dieser beiden Grundbedürfnisse fehlt, dann stirbt das Leben sehr schnell wieder ab. Wenn Wärme fehlt, erfriert das Lebewesen. Und wenn Nahrung fehlt, verhungert es oder verdurstet es. Nahrung ist jetzt in dem Sinne auf feste wie auf flüssige Nahrung bezogen.

Der Bereich der Nahrung wird von drei Elementen abgegrenzt, nämlich der Luft, der Erde und dem Wasser. Und der Bereich der Wärme vom Feuer. Das heißt, wir haben hier nicht eine 2:2-Teilung, sondern eine 1:3-Teilung. Das Feuerelement ist in dem Sinne etwas Besonderes, indem es ganz alleine für eines der beiden Grundbedürfnisse steht. Und dass alle anderen drei Elemente, nämlich Luft, Erde und Wasser, sich das jeweils andere Grundbedürfnis teilen. Das Bedürfnis nach Nahrung wird durch die Luft abgezeichnet im Sinne des Sauerstoffs, den man zum Atmen braucht - auch das kann man als Nahrung verstehen. Das Erdelement ist die feste Nahrung und das Wasser ist die flüssige Nahrung.

Die Wärme, ob jetzt im psychischen Sinne gemeint sein soll - im Sinne der Liebe der Mutter - oder auch der Körperwärme des entsprechenden Muttertieres oder der menschlichen Mutter, oder ob es die Wärme ist, die von außen über beispielsweise das Sonnenlicht auf ein Lebewesen trifft und das Leben erhält, das spielt jetzt keine Rolle. Für all diese Wärmequellen steht das Element Feuer. Ich glaube, es ist immer ein ganz gutes Beispiel, um die Besonderheit des Feuerelements zu erklären, wenn man im Moment nicht ins Detail gehen möchte. Ein einziges Element, Feuer, ist repräsentativ für eines der zwei Grundbedürfnisse, die das Leben an sich zum Überleben braucht. Und das andere Grundbedürfnis wird dann von allen anderen drei übrigbleibenden Elementen vereinnahmt.

Feuer

Zunächst werden wir uns daher über das Feuerelement unterhalten. Vorab muss auf jeden Fall klar sein, dass wir sämtliche Aussagen, die über einzelne Elemente gemacht werden können, egal welches Element, dass diese Aussagen immer nur dann möglich sind, wenn wir in einem Horoskop entweder eine Über- oder eine Unterbetonung von Elementen vorfinden. Im Falle einer mehr oder weniger ausgeglichenen Elementen-Analyse - bezogen auf ein einzelnes Element, das dann wie in der letzten Lektion erwähnt zwischen 20 und 30 Prozent erlangt - können wir eigentlich über das Element und alles, was sich aus dem Element, zum Beispiel im Sinne der psychologischen Typologie, ergeben würde, nichts aussagen. Wir brauchen eine Über- oder eine Unterbetonung. Alles unter 20, oder sagen wir besser sogar 15 Prozent, beziehungsweise alles über 30 oder besser 35 Prozent, kann den Astrologen, soweit er entsprechende Kenntnisse hat, zu einer Aussage veranlassen.

Aber wenn das Element durchschnittlich stark ausgeprägt ist, dann ist keine Aussage möglich. In dem Falle gilt, dass keine Aussage auch eine Aussage ist. Denn wir sind auf der anderen Seite nicht gezwungen, unbedingt eine Aussage aufgrund irgendeiner entsprechenden Aussageebene machen zu müssen. Wenn das Horoskop es anbietet, wie gesagt ausschließlich bei Über- oder Unterbetonungen, dann können wir die Aussage auch machen. Aber wenn das Horoskop derartiges nicht anbietet, dann dürfen wir das nicht tun. Weil die Aussagegrenze einfach nicht erreicht worden ist und die Intensität der Anlagestruktur sagt: ich bin halt nicht so ausgeprägt in die entsprechende Richtung, die du, lieber Astrologe, liebe Astrologin, gerne hättest, also musst du dich in der Aussage jetzt zurückhalten.

Hinzu kommt, dass Sie sich bitte unbedingt merken sollten, dass es im Prinzip auch tatsächlich relativ egal ist, ob es sich um eine Über- oder eine Unterbetonung handelt. In jedem Falle wird das entsprechende Element in einer problematischen Form in Erscheinung treten. Dem Element selber ist es, so könnte man es formulieren, relativ egal, ob es in Über- oder Unterbetonung erscheint. Wesentlich ist, dass es aus dem mittleren Durchschnitt heraus fällt. Insofern ist die Erscheinungsform des Elements zwar eine jeweils unterschiedliche, wenn es in Über- oder Unterbetonung auftaucht, aber die Probleme, die aufgrund Über- oder Unterbetonungen entstehen, sind oft dieselben. Daher spielt es inhaltlich keine Rolle, ob wir eine Über- oder Unterbetonung haben. Aber formell ist eine Über- oder Unterbetonung später vor allen Dingen auch fürs Interpretieren sehr wichtig, speziell auch fürs Herausfiltern von entsprechenden psychologischen Typen, wozu sich die Elementenlehre sehr gut eignet.

Nun im Einzelnen zum Element Feuer. Zunächst sollten wir davon ausgehen, dass das Feuerelement bei einem Menschen mit einem mindestens durchschnittlichen Entwicklungsniveau im Prinzip immer mit dem zu tun hat, was man unter dem schöpferischen Prinzip von Liebe versteht. Feuer symbolisiert das schöpferische Prinzip der Liebe. Und es gibt auch sehr viele umgangssprachliche Formulierungen, die das sehr eindrucksvoll widerspiegeln. Zum Beispiel sagt man: dass die Flamme der Liebe zwischen zwei Menschen entbrannt ist... oder dass sich die Leidenschaft entzündet. Auf der anderen Seite weiß man auch, dass wenn zwei Teile – egal welche es sind – aneinander gerieben werden, Wärme entsteht, also rein physikalisch gesehen. Wenn man das sehr lange tut, kann dann ein sogenannter Funke, der auch mit Feuer zu tun hat, überspringen und etwas entzünden.

Es entsteht hier auch eine ganz klare und eindeutige Affinität zur Sexualität. Und in dem Sinne kann man sicherlich sagen, dass das schöpferische Prinzip der Liebe hier jetzt sowohl im geistigen, im seelischen, wie auch im körperlichen Sinne auf das Feuerelement Beziehung findet. Das Feuer ist das Symbol der sexuellen Anziehung zwischen zwei Menschen. Aber nicht nur im körperlichen Sinne, das ist, würde ich aus meiner Sicht der Dinge sagen, gar nicht mal vorrangig. Sondern immer dann, wenn das menschliche Entwicklungsniveau schon relativ hoch gestiegen ist, hat es mit dem Prinzip der Liebe zu tun. Auch im Sinne dessen, was man unter Güte oder Herzenswärme verstehen möchte.

Das Feuer ist das Element, das zwar einerseits sehr zerstörerisch, aber andererseits auch sehr helfend wirken kann. Zerstörerisch in dem Sinne, wenn Sie sich einen Waldbrand vorstellen, da werden sämtliche Bäume und sämtliche Tiere im Wald zerstört, getötet. Auf der anderen Seite kann Wärme wiederum auch Leben spenden. Stellen Sie sich einen Brutkasten vor, in dem ein Lebewesen überleben kann. Oder stellen Sie sich vor, Sie sind in der Wildnis irgendwo in der Kälte und haben das Glück, noch Streichhölzer zur Verfügung zu haben und können ein Feuer entfachen und sich an dem Feuer wärmen. Das wird Ihnen das Leben sichern. Jedenfalls in den meisten Fällen.

Insofern ist das Feuer immer auch ein relativ zweischneidiges Schwert. Es kann einerseits zerstören, es kann andererseits aber auch lebenserhaltend wirken. Es kommt hier, wie fast in allen Bereichen des Lebens, auf die richtige Dosierung an. Und die richtige Dosierung zu finden, ist sicherlich ein Zeichen von Weisheit. Das meine ich jetzt ganz allgemein, nicht nur auf Elemente bezogen. Aber zurück zum Element Feuer, dass das schöpferische Prinzip der Liebe repräsentiert. Es geht hier um eine Liebe, die vor allen Dingen das Verzeihen, das Vergeben, das Prinzip der Güte, möglicherweise auch das Prinzip der Gnade, die man vor Recht walten lässt, beinhaltet.

Es kommt aber – und das bitte ich Sie immer unbedingt zu beachten – sehr auf das Entwicklungsniveau eines Menschen an. Wenn das Entwicklungsniveau sehr niedrig ist, dann werden diese sogenannten positiven Formulierungen auf diesen Menschen nicht mehr zutreffen. Dann hätte man bei einer starken Feuerbetonung, genauso wie auch bei einer sehr herabgesetzten, also einer Verminderung des Feuerelementes, möglicherweise extrem egoistische Tendenzen, die man bei dem Menschen beobachten könnte. Bei höher entwickelten Menschen steht andererseits das moralische und ethische Prinzip, beziehungsweise eine betont moralische oder ethische Lebensgrundhaltung im Vordergrund. Das heißt, das Prinzip der Liebe ist hier bei höher entwickelten Menschen, die mit dem Feuerelement zu tun haben, oft auch gekoppelt mit einem gleichzeitig sehr moralisch und ethischen ausgeprägten Verhalten.

Es gibt für derartige Menschen, zum Beispiel in der griechischen Mythologie, entsprechende analoge Gestalten, die das eben zitierte Verhalten an den Tag legen. Eines dieser Wesen wäre beispielsweise Prometheus, der aus Liebe zu den Menschen den Göttern das Feuer geraubt hat. Um den Menschen Gutes zu tun, weil sie gefroren haben, und die Götter den Menschen das Feuer vorenthalten wollten. Das wollte sich Prometheus nicht mit anschauen, und er hat deshalb eine – aus der Sicht der Götter – frevelhafte Tat begangen, wofür er, wie Sie möglicherweise wissen, sehr grausam von den Göttern bestraft wurde. Er wurde an einen Felsen geschmiedet, gekettet, und musste jeden Tag ertragen, dass ein großer Adler zu ihm herab geflogen kam und ihm ein Stück seiner Leber heraus gefressen hat. Prometheus war daher ein Wesen, was einen ziemlich tragischen Lebensverlauf hat, obwohl man trotzdem sagen kann, dass er nichts Böses wollte, sondern im Gegenteil, den Menschen helfen wollte.

Letzten Endes können wir aber davon ausgehen, dass der jeweils individuelle Lebensverlauf darüber entscheidet, ob die entsprechende hohe moralisch-ethische Haltung eines Menschen ihm zum Vorteil gereicht oder eventuell doch in einem gewissen Sinne zum Nachteil. Das muss man sich jeweils anschauen, denn das, was man unter Feuer versteht, um es etwas modern auszudrücken, hat durchaus auch mit dem Begriff der Zivilcourage zu tun. Menschen, die einen gewissen Mut besitzen, Dinge zu tun, zu denen anderen die Entschlusskraft fehlt, haben sicherlich auch auf höherem Niveau mit dem Feuerelement zu tun.

Von vielen Astrologen, bei weitem nicht nur im abendländischen Bereich, sondern auch im fernöstlichen Bereich - indische Astrologie, chinesische Astrologie - gibt es häufig die Aussage, dass das Feuerelement etwas ganz Besonderes ist. In dem Sinne, dass man meint, dass aus dem Feuerelement im Grunde genommen alle anderen Elemente, die es dann in anderen Kulturkreisen mit anderen Namen möglicherweise auch gibt, hervorgehen. Ich zitiere mal einen Text aus der indischen Bhagavat Gita, der Heiligen Schrift der Inder, in der es heißt: Von allem, was ist, allem, was sein wird und was sich bewegt, von allem, was still bleibt, ist die Sonne Anfang und Ende. Und an einer anderen Stelle heißt es: Die Sonne ist die sichtbar gewordene Gottheit, das Auge der Welt, der Schöpfer des Tages, die Quelle der Zeit, Herr der Winde und aller anderen Feuer, sowie aller anderen Götter, die nur Teile von ihm sind.

Damit soll gesagt sein, dass das Feuerelement eine Art Urelement, eine Art Ursubstanz darstellt, aus der alle anderen Dinge, wenn man es spezieller sehen möchte, auch die astrologischen Folgeelemente, entstanden sind. Wir in unserer abendländischen Astrologie lassen den Tierkreis möglicherweise nicht ohne tieferen Grund mit einem Feuerelement beginnen, nämlich dem Widder. Der Widder ist Feuer. Und der Tierkreis beginnt mit Feuer. Also könnten wir sagen, möglicherweise hat Feuer in seinem wahren Kern etwas Lebensspendendes. Und nicht, wie es natürlich in der Folge sehr gut sein kann, etwas Lebensvernichtendes.

Im Einzelnen sollten wir davon ausgehen, dass ein Mensch, der mit dem Feuerelement zu tun hat, sich selbst und auch die Natur als etwas prinzipiell Lebendiges und etwas aktiv Handelndes ansieht. Wobei er, dieser Mensch, davon ausgeht, dass sein Handeln immer möglichst positive Erfahrungen für sein Ich mit sich bringen soll. Außerdem kann man jedem Menschen, der mit dem Feuerelement im Sinne einer Über- oder Unterbetonung zu tun hat, sagen, beziehungsweise raten, dass er seine Lebenskraft dadurch erhalten oder erweitern kann, indem er sich durchaus auch physisch mit der Sonne und mit dem wärmenden Licht der Sonne in Verbindung bringt. Um dadurch entsprechende körperliche Aktivität ausüben zu können, beziehungsweise zu erhalten oder möglicherweise auch zu steigern.

Ich werde jetzt zunächst einmal etwas zu einer gegebenenfalls vorhandenen Überbetonung von Feuer sagen. Und zwar in dem Sinne, als man davon ausgehen muss, dass das in der Regel für die allermeisten Menschen, die so etwas im Horoskop haben, nicht als Problem angesehen wird - oder nur sehr selten als Problem angesehen wird, umso mehr aber von anderen. Denn es ist durchaus so, dass man schon zu einer gewissen Rücksichtslosigkeit, vor allen Dingen auf niedrigerem Niveau, beziehungsweise zu einem auch taktlosen Verhalten anderen gegenüber neigt. Und bei alldem auch noch der Meinung ist, dass man ein mehr oder weniger selbstverständliches - das ist immer ein sehr wichtiges Wort für das Feuerelement - ein selbstverständliches Recht dazu hat.

Es ist so, dass immer das Entwicklungsniveau den Ausschlag darüber gibt, wie eine Anlage letzten Endes gelebt werden kann. Aber unter schlechten Bedingungen, das heißt bei einem sehr niedrigen Entwicklungsniveau, ist man in der Regel nicht in der Lage, bei einer Überbetonung von Feuer mit der vorhandenen Kraft, die damit auch gekennzeichnet ist, körperlich oder seelisch oder geistig – je nachdem, wie sich das ergibt im Horoskop – richtig umzugehen. Das heißt man kann diese Kraft nicht mehr kontrollieren. Das führt dann dazu, dass solche Menschen häufig sehr selbstgefällig, zum Teil sehr arrogant, eventuell auch prunksüchtig, prahlerisch und in ihrem gesamten Verhalten einfach sehr übertrieben und Ich-bezogen werden, also egoistisch auf primitivem Niveau.

Auf der anderen Seite ist es so – und das ist oft relativ unabhängig vom Entwicklungsniveau, oder vielleicht kann man sogar zum Teil behaupten, dass bei etwas niedrigerem Entwicklungsniveau genau das, was jetzt zu sagen sein wird, eine Rolle spielt – dass nämlich durchaus auch eine gewisse draufgängerische Komponente, also auch die Fähigkeit zur Selbstmotivation in schwierigen Situationen, eine Rolle spielt. Unabhängig davon, ob der entsprechende Mensch in der Lage ist, letzten Endes das Risiko, was er eingeht, zu erkennen oder nicht.

Er ist einfach in der Lage, in Situationen zu handeln, möglicherweise auch sogar in Unkenntnis der entsprechenden Folgen. Was in vielen Fällen dazu führt, dass das Sprichwort möglicherweise auch entstanden ist, dass gerade der Dumme relativ viel Mut besitzt und dass der Schlaue eher zögert, weil er die Folgen seines Handelns abschätzen kann. In jedem Falle wird eine Überbetonung von Feuer immer etwas Ruheloses, Rastloses und in extremen Fällen sogar etwas sich Verzehrendes in sich tragen. Man wird einen mehr oder weniger unerklärbaren Drang verspüren, sich zu bewegen, aktiv zu sein, beziehungsweise oft auch nicht erklären können, warum man viele Dinge im Leben in einer übertriebenen Form lebt. Wesentlich wird in jedem Falle das Entwicklungsniveau sein. Und man kann gerade beim Feuerelement sagen, je höher das Entwicklungsniveau ist, umso weniger werden vor allen Dingen die negativen Ausprägungen des Elementes, die ja meistens eine zerstörerische oder egoistischen Komponente haben, in Erscheinung treten.

Bei einer Unterbetonung von Feuer müssen Sie bitte unbedingt von einem eklatanten Lebensproblem ausgehen, insbesondere wenn sich die Unterbetonung prozentual in Werten unter 10 Prozent niederschlägt. Wenn das der Fall ist, dann haben wir von allen vergleichbaren Über- oder Unterbetonungen sämtlicher Elemente das allergrößte Problem. Denn es handelt sich hier, um es erst mal kurz zu sagen, um eine sogenannte Antriebsschwäche, mit der der Mensch hier in der Regel nicht unbedingt zu seiner Freude ausgestattet ist. Das ist ein sehr gewichtiges und allgemeines Lebensproblem, denn eine Antriebsschwäche ist oft die Grundlage für viele negativ empfundene Folgeerscheinungen, zum Beispiel die Depression. Bei Depressionen weiß man, dass sie häufig durchaus im Kern des Problems therapiert werden können. Aber hinter einer Depression steht oft eine Antriebsschwäche, die dann eigentlich dafür verantwortlich ist, dass ein Mensch trotz therapeutischer Anstrengungen nicht aus seiner Depressivität herauskommen kann. Eine Antriebsschwäche, die dann sozusagen eine fehlende innere Energie, einen fehlenden inneren Willen zur Gesundung darstellt. Wenn das nicht vorhanden ist, wenn das Leben sich selbst nicht erhalten will, dann ist ein Kernproblem vorhanden, das selbst mit extremsten therapeutischen Eingriffen nicht zu lösen ist.

Ich möchte das jetzt nicht zu sehr dramatisieren, obwohl es letzten Endes nicht übertrieben ist, was ich sagte. Es gibt Menschen mit extremen Antriebsproblemen und in der Folge dann mit entsprechenden seelischen, geistigen, körperlichen Schwierigkeiten, die Sie möglicherweise in Ihrer späteren Beratungspraxis - oder falls Sie bereits in entsprechenden helfenden, heilenden Berufen wie Heilpraktiker oder Arzt arbeiten - die Sie dann kennen lernen werden oder bereits schon kennen. Dieses fehlende Feuerelement ist auf keinen Fall eine Anlageform, die Sie übersehen dürften. Das wäre wirklich ein absolut kardinaler Fehler und wäre unverzeihlich.

Zusammengefasst: eine Unterbetonung von Feuer, besonders alles unter 10 Prozent, signalisiert ein extremes Antriebsproblem, was dann auch je nach Horoskop-Struktur bedeuten wird, dass dieser Mensch versucht, dieses Antriebsproblem möglicherweise zu kompensieren. Das heißt er wird sich nicht damit abfinden wollen, und auf einer energetisch schwachen Grundlage trotzdem versuchen, eine Anstrengung zu vollbringen, die immer mit einer Kompensation in Verbindung steht. Kompensation heißt sich anstrengen müssen.

Wenn aber jemand relativ wenig Energie zur Verfügung hat, dann muss das automatisch auch bedeuten, dass er im Grunde genommen relativ wenig von der verbleibenden Energie aufwenden kann, um das Problem mit dem fehlenden Antrieb zu lösen. Also ist er im Grunde genommen in einem Teufelskreis. Insofern muss ein Mensch mit wenig Feuer im Horoskop mit seiner Energie im ganz, ganz besonderen Maße haushalten. Er darf niemals mehr Energie verbrauchen, als er zur Verfügung hat - das allerdings geschieht relativ schnell, vor allen Dingen, wenn er relativ wenig Energie zur Verfügung hat. Denn für bestimmte Tätigkeiten, für bestimmte Dinge braucht es ein Mindestmaß an Energie. Und wenn selbst das nicht vorhanden ist, hat der Mensch einfach dieses eben beschriebene Problem. Er muss also immer ein bisschen unter der Grenze seiner energetisch niedrigen Möglichkeiten bleiben, um dann aber einen gewissen aufbauenden Effekt zu erzielen.

De facto ist es zudem so, dass eine Unterbetonung von Feuer bei dem Menschen dazu führt, dass er dazu neigt, dem Leben selbst nicht zu trauen. Das Leben selbst ist etwas, dem Misstrauen entgegengebracht werden kann oder auch aus seiner Sicht eventuell sogar sollte. Denn Feuer ist Leben, und wenn er relativ wenig Feuer im Horoskop hat, dann hat er relativ wenig Leben. Und das bedeutet natürlich auch, dass er keine großen Erfahrungen mit dem, was man unter Leben, Lebendigkeit versteht, gesammelt hat. Aufgrund der fehlenden Erfahrungen mit dem Lebendigen wird er das auf das Leben an sich ausweiten und dem Leben an sich nicht trauen.

Darüber hinaus ist es häufig so, dass man einen Mangel, einen oft auch eklatanten Mangel an Inspiriertheit bei diesem Menschen feststellen kann. Das heißt, er hat oft eine Tendenz zur Mutlosigkeit, beziehungsweise er versucht häufig, entsprechende Situationen gar nicht erst zu meistern, sondern bittet eventuell andere um Hilfe. Und wenn fremde Hilfe ausbleibt, dann ist – und denken Sie bitte an das Stichwort Depression – eine gewisse Suizidgefahr in krassen Fällen nicht ausgeschlossen. Das ist vor allen Dingen in akuten Situationen oft eine Reaktion, die dann von einem Menschen mit wenig Feuer an den Tag gelegt werden kann.

Sowie auf der einen Seite eine sehr starke Betonung von Feuer oft ein übertriebenes Selbstbewusstsein, um ein solches Kernprinzip noch mal zur Sprache zu bringen, darstellt, so wird ein fehlendes Feuerelement in der Regel ein fehlendes Selbstbewusstsein darstellen. Und das bedeutet letzten Endes, dass eine wichtige psychologische Regel greift: Menschen mit einem relativ schlechten Selbstbewusstsein neigen dazu, dieses schlechte Selbstbewusstsein mit Geltungsbedürfnis zu kompensieren. Daher können wir sagen, dass ein geringes Feuer im Horoskop häufig dazu führt, dass diese Menschen aus kompensatorischen Gründen ein übertriebenes Geltungsbedürfnis an den Tag legen. Das muss man dann immer auf der energetischen Grundlage versuchen zu klären, ob ein Geltungsbedürfnis übertrieben ist oder nicht - beziehungsweise ob es aus kompensatorischen Gründen entstanden ist oder eher auf dem natürlichen Wege.

Luft

Kommen wir nun zum zweiten männlichen Element, dem zweiten Yang-Element, der Luft. Die Luft ist mit Sicherheit dasjenige Element, was am flüchtigsten ist, was am beweglichsten ist. Diese Grundeigenschaften des Elementes Luft tragen sicherlich auch dazu bei, dass der Astrologe in der Regel davon ausgeht, dass das Luftelement der Träger des geistigen Prinzips ist. Das heißt, dass das Luftelement die Kommunikation zwischen Lebewesen symbolisiert, und zwar unabhängig davon, um was für eine Art von Lebewesen es sich handelt. Das Luftelement ist das Element der Kommunikation und damit auch des gegenseitigen geistigen Austausches zwischen Lebewesen.

In vielen Mythen, die in den Gedanken der Menschen aufgetaucht sind, kannte man das Phänomen der sogenannten Luftkörper, welche die Geister anzunehmen im Stande gewesen waren. Das bedeutet nichts weiter, als dass im Grunde genommen im Luftelement auch das Veränderliche mit enthalten ist. Sowie man beispielsweise auch sagen kann, wenn ein Mensch mit dem Luftelement in einem besonderen Maße zu tun hat, dass er ein sehr ausgeprägtes Maß an Flexibilität mit in die Wiege gelegt bekommen hat - das heißt einer Fähigkeit zur Veränderung in sich ändernden Situationen.

                                                                     

Es gibt eine sehr schöne Passage aus der Bibel im Abschnitt des Propheten Elias, den ich an dieser Stelle immer gerne zitiere. Denn dieser Abschnitt deutet auf den Unterschied hin, der sich auch im astrologischen Sinne auf das Luftelement, in Bezug auf die Geschwindigkeit, mit der sich Luft bewegen kann, bezieht. Jeder weiß, Luft kann sich sehr langsam bewegen, kann sich aber auch sehr schnell bewegen. Das heißt wir reden dann von einem kleinen lauen Lüftchen – oder wir reden von einem Orkan oder einem Wirbelsturm. Luft kann also, wenn man so will, laute und leise Töne annehmen. In der Regel war es immer so, dass die leisen Töne von den Weisen und den Gelehrten in allen Zeiten im Besonderen wahrgenommen wurden. Und dass die lauten Töne in der Regel eher als unwichtiges Gerede oder mit unwichtigem Gerede gleichgesetzt wurden und in dem Sinne nicht die entsprechende Beachtung fanden.

Das Laute, das heißt das Schnelle und Viele, hat in der Regel im Sinne des Luftelementes mit Inhalten zu tun, die in den Aussagen zum Tragen kommen sollen, die weit weniger wichtig sind als umgekehrt die leisen Töne. Diese leisen Töne stehen in Verbindung mit relativ wenigen Worten, die eben leise, bedächtig gesprochen werden. Es ist daher so, dass die leisen Worte in Bezug auf das Luftelement das qualitativ Höherwertige darstellen. Und Luft kann natürlich, wie eben gesagt, in diesen beiden extremen Zustandsformen als laues Lüftchen oder als Orkan auftauchen. Aber das laue Lüftchen, die leisen Töne, das Zarte, der zarte Hauch der Sprache, war in der Mythologie sehr häufig die Sprache des Göttlichen. In diesem Sinne möchte ich jetzt kurz den entsprechenden Abschnitt aus der Bibel zitieren:

Und es kam ein mächtiger Wind, der Berge zerriss und Felsen vor sich hertrieb, aber der Herr war nicht in diesem Winde. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer ein leises Murmeln und Wehen. Als wir es hörten, verbargen wir unser Antlitz im Mantel. – Das soll darauf hinweisen, dass das leise Murmeln und Wehen im Grunde genommen die Ankündigung einer wichtigen Botschaft ist. Man sollte auch beim Element Luft immer auch auf das Entwicklungsniveau des entsprechenden Menschen schauen, um mit Hilfe des Entwicklungsniveaus abklären zu können, ob denn die lauten oder die leisen Töne, die vielen Worte oder die wenigen eindringlichen Worte benutzt werden. Generell kann man sicherlich sagen, sind die leisen Töne von einer höheren Qualität und würden dann auch für ein entsprechend höheres Entwicklungsniveau, also für eine gewisse Bedächtigkeit und Abgeklärtheit im Denken stehen.

Ein Mensch, der mit dem Luftelement zu tun hat, wird sich selber und auch die Natur als etwas empfinden, das irgendwie verstanden werden muss und das nutzbar gemacht werden sollte. Das heißt, das geistige Prinzip wird im Grunde genommen dazu genutzt, den Zugang zu Naturvorgängen und auch zu anderen Menschen zu bekommen. Im Sinne des Interesses an der Natur, am Leben an sich, beziehungsweise an den Menschen. Um die Lebenskraft eines Menschen, der eine Über- oder Unterbetonung an Luft im Horoskop trägt, zu erhalten oder auch zu erweitern, ist es sehr wichtig, dass er sich in reiner Luft aufhält.

Es ist natürlich in der heutigen Welt ein gewisses Problem, denn es gibt in vielen Bereichen der Erde eine extreme Luftverschmutzung. Insofern sind viele Menschen gezwungen, möglicherweise auch für den Fall, dass sie sich wirklich sehr reinigen wollen, im Sinne auch ihrer Gedanken, in große Höhen aufzusteigen. Denn in großer Höhe ist die Luft vergleichsweise noch relativ gut. Also in die Berge zu fahren, um reine Luft zu atmen, ist sicherlich für einen Menschen mit Über- oder Unterbetonung von Luft ein sehr wesentlicher Hinweis.

Nun noch zu einer Schilderung der Überbetonung von Luft, wie sie sich bei einem Menschen bemerkbar macht. Generell haben wir es hier mit einem überaktiven Kopf zu tun, unabhängig von der Intelligenz - ob diese vorhanden ist oder nicht, spielt gar keine Rolle, das Luftelement hat damit nichts zu tun, denn Intelligenz ist im Horoskop nicht ablesbar. Dieser überaktive Kopf muss irgendwie gebremst oder kontrolliert werden, denn sonst hat man es hier mit einer kopfmäßig gesteuerten Rastlosigkeit im Leben zu tun, mit einem hohlen, sinnlosen Tätigkeitsdrang oder Bewegungsdrang, für den es keine wirkliche Motivation oder Notwendigkeit gibt.

Die Kopflastigkeit, die bei einer Betonung von Luft sehr häufig anzutreffen ist, hat in dem Sinne auch mit einer gewissen Schmalspurigkeit zu tun, die so zu verstehen ist, als dass vor allen Dingen auf der anderen Seite das Seelische, das immer einen Gegenpol zum Denken darstellt, sehr leidet. Man hat einfach zu viele Ideen im Kopf und die Ideen existieren oft um ihrer selbst Willen und sind eventuell auch bei einer Überbetonung der Luft nicht umsetzbar. Das heißt man lebt in Luftschlössern.

Die fehlende emotionale Tiefe bringt in der Regel sehr heftige Partnerbeziehungsprobleme mit sich. Denn das Denken schiebt sich in den Vordergrund. So kann es passieren, um das in einem Bild kurz zu skizzieren, dass jemand, der eine starke Luft-Betonung hat, zu dem anderen, mit dem er irgendwie liiert ist, den er liebt, nicht „ich liebe dich“ sagt, sondern der sagt dann „ich denke, ich liebe dich“. Und das hört sich dann schon ein bisschen anders an. Vor allen Dingen, wenn der andere möglicherweise im Sinne des gegensätzlichen ein sehr stark Wasser-betonter Mensch ist - das Wasser hat mit dem Fühlen zu tun - der mag sich so etwas gar nicht anhören. Der sagt dann sicherlich: also entweder du sagst, du liebst mich – oder wenn du sagst, du denkst, du liebst mich, dann sollst du dir doch erst mal darüber im Klaren werden, was du eigentlich willst. Denn wenn du heute denkst, du liebst mich, dann kann es sein, dass du morgen denkst, du liebst mich nicht mehr. Diese Gefahr besteht nämlich bei luftorientierten oder –betonten Menschen, dass sie relativ schnell das Fähnchen in die Richtung des Windes hängen, die gerade angebracht oder angesagt ist.

Das bedeutet dann also letzten Endes partnerschaftliche Schwierigkeiten aufgrund auch einer fehlenden Tiefe im seelischen Sinne. Man könnte auf der anderen Seite aber sagen, dass eine Luftbetonung in der Regel eine sehr gute Koordinationsfähigkeit im körperlichen oder auch geistigen Bereich mit sich bringt, also damit auch eine gewisse Fähigkeit zu organisieren. Im Speziellen oder auch im Allgemeinen das Leben zu organisieren. Man ist auf der anderen Seite aber nervlich – Luftelement hat sehr viel im krankheits-dispositorischen Sinne mit den Nerven zu tun – sehr schnell erschöpfbar. Man hat ein ziemlich empfindliches Nervenkostüm und man sollte lernen, das zu schonen.

Das ist in jedem Falle ein guter Hinweis, denn die Rastlosigkeit im Kopf, die am Anfang ja angesprochen worden ist, führt irgendwann doch dazu, dass man diesem übermäßigen Denkandrang… dass man da eigentlich zu viel hat und versucht, in irgendeiner Form Pausen zu finden. Wenn das denkerische Pausen sind, dass man wirklich versucht abzuschalten, dann ist das eine sehr effektive Maßnahme. Nur die Frage ist bei einer Überbetonung von Luft, ob ein Mensch das aus freier Absicht, aus freier Einsicht auch tatsächlich schafft zu bewältigen. In der Regel ist es nämlich so, dass bei Über- oder Unterbetonung entsprechender Elemente doch ein sehr starker äußerer Druck vorhanden sein muss, damit ein Mensch auf die Idee kommt, doch einiges anders machen zu sollen, damit er bestimmte Probleme, die er hat, eben lösen kann.

Eine Unterbetonung von Luft wird in der Regel selten von den Menschen als ein Problem angesehen, weil man bei der Unterbetonung von Luft, das bedeutet wiederum eine relative Überbetonung aller anderen drei Elemente, doch sehr stark von seinen Handlungen innerhalb der Lebensrealität beansprucht wird. Die Folge ist oft eine gewisse Unfähigkeit, über sich und die Probleme zu reflektieren, die man im Leben hat. Es ist also eine fehlende Objektivität, die sich durch eine Unterbetonung von Luft zeigt. Und das heißt, man kann durch die fehlende Objektivität - oder damit auch verbunden die ausgeprägte Subjektivität - keinen richtigen Abstand zu den Problemen schaffen. Mehr oder weniger sind dann Fluchtwege im psychischen Sinne oft versperrt. Man ist nicht in der Lage, ein Problem abstrakt zu betrachten und dann eine Lösung zu finden.

Das bedeutet andersherum, dass man sagen kann, dass ein Mensch mit einer Unterbetonung von Luft häufig nicht lösungsorientiert, sondern problemorientiert ist. Problemorientiert nicht in dem Sinne, dass er Probleme liebt - das wird er sicherlich nicht tun - aber dass er keine Möglichkeiten im denkerischen Sinne sieht, aus einem Problem herauszukommen. Dann ist natürlich die Frage, wie er es anstelle dessen macht. Wenn er das jetzt körperlich macht, dann kann es zum Beispiel bedeuten, dass er körperliche Gewalt einsetzt, um ein Problem zu lösen. Und das ist ja normalerweise nicht der richtige Weg.

Die Schwächung des Nervensystems wird sicherlich auch bei der Unterbetonung von Luft eine Rolle spielen, allerdings tritt die Schwächung des Nervensystems hier viel früher ein als bei einem Menschen mit einer Überbetonung von Luft. Und die Schwächung des Nervensystems - also sozusagen keine Nerven bewahren zu können, wie man es so umgangssprachlich sagt - führt dann oft dazu, dass die Leute mit wenig Luft eine bestimmte Form von Aggressivität an den Tag legen. Diese bezeichnet man als naive oder kindische Aggressionen gegenüber anderen Menschen. Und diese kindische Aggressionen, diese kindischen Aggressionsformen - also zum Beispiel so mit dem Fuß auf den Boden stampfen, wie so kleine Kinder das machen - die wird immer dann deutlich, wenn ein Mensch mit wenig Luft merkt, dass ein anderer im geistigen Sinne schneller oder besser ist als er. Wenn irgendjemand eine bestimmte geistige Aufgabe – beispielsweise ein Kreuzworträtsel – schneller fertig bekommt als der, der wenig Luft hat, dann kann es sein, dass in dieser entsprechenden Form von Aggression diese dann zutage tritt, also in schweren Fällen mit Sicherheit. Das sind kindische Aggressionen, die entstehen, weil man denkerisch einem anderen nicht folgen kann.

Das ist ein relativ häufiges Phänomen, und das sollten Sie auch nicht missachten, wenn es Ihnen mal begegnet. Vor allen Dingen nicht, wenn es in einer Unterbetonung von Luft begründet ist. Wenn ein Mensch mit Unterbetonung von Luft krank wird - am Ende des Astrologie-Kurses werden wir uns mit der astrologischen Medizin noch wesentlich ausführlicher beschäftigen - ist die Krankheit immer ein Ausdruck von einer inneren Unbeweglichkeit oder möglicherweise auch einer gewissen Intoleranz im geistigen Sinne anderen Menschen gegenüber.

Das ist natürlich eine sehr allgemeine Formulierung, die kann einem aber oft sehr, sehr, sehr nützlich werden, wenn man sich später in den astromedizinischen Details eventuell sehr verstrickt und verstiegen hat. Also sollten Sie sich wirklich merken: eine Unterbetonung von Luft führt zu Krankheitssymptomen, die begründet sind in einer inneren Unbeweglichkeit oder einer Intoleranz, die sich langsam, aber sicher breitgemacht hat. Und das entsprechende körperliche Symptom ist dann in der Regel der Ausdruck dafür.

Soweit das Feuer- und das Luftelement, die beiden männlichen Elemente. In der nächsten Lektion werden wir die weiblichen Elemente kennen lernen.

 

> zur Hauptseite

© 2002 - 2018 ASTROVITALIS - komplette Astrologie-Ausbildung als Fernstudium

^ nach oben ^