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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Einführung in die Aspektlehre

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

Aspektlehre

Planeten nehmen im Geburtsbild in bestimmten Winkeln Kontakt miteinander auf, diese werden Aspekte genannt. Diese können angenehm und entspannend aber auch unangenehm und spannungsgeladen sein. In diesem Ausbildungsabschnitt lernen Sie die Aspektarten und Kombinationsvarianten kennen und deuten.

EINFÜHRUNG ASPEKTE

Innerhalb der astrologischen Ausbildung beginnen wir jetzt mit dem letzten der vier Grundpfeiler der Astrologie, nämlich den Aspekten. Die Betrachtung des Tierkreises, die Elemente und die Quadranten bildeten die ersten drei Grundpfeiler, und das vierte Bein am Tisch, wenn man so will, wird durch die Aspekte gebildet. Allerdings möchte ich gleich zu Anfang dieses Themas auf folgende Situation hinweisen. Normalerweise ist es so, dass innerhalb der Astrologenschaft die Aspekte beim Interpretieren von Horoskopen einen sehr großen Stellenwert einnehmen. Das heißt, dass den Aspekten an sich eine sehr große Wichtigkeit beigemessen, beziehungsweise unterstellt wird. Manche Astrologen sind sogar der Meinung, dass man ohne sehr gute Kenntnisse der Aspekte ein Horoskop überhaupt nicht deuten kann. Dieser Auffassung bin ich, um es klar und deutlich zu sagen, nicht!

Ich weiß sehr wohl, dass ich mich damit, mit einer solchen Aussage, im Widerspruch zu den allermeisten Astrologietreibenden oder Astrologen, Astrologinnen befinde. Was mich trotzdem, aufgrund der gemachten Erfahrungen, die über 40 Jahre währen, nicht daran hindert, mich in diesen Widerspruch zu der langläufigen Meinung zu begeben. Denn ich kann diese Hochachtung, die die Astrologen vor den Aspekten haben und die Wichtigkeit, die in ihnen gesehen werden will, nicht nachvollziehen - beziehungsweise ich kann das selbstverständlich auch begründen. Und das möchte ich an dieser Stelle jetzt tun.

Wir werden uns mit den astrologischen Aspekten in einem rechnerischen Sinne - diese Unterscheidung zu der inhaltlichen Betrachtung ist mir jetzt sehr wichtig - beschäftigen. Wir werden uns auf der rechnerischen Seite mit Aspekten beschäftigen und sie dort auch in ihrem entsprechenden Stellenwert, den sie haben, werden wir den Stellenwert auch betrachten. Aber es gibt auch noch eine inhaltliche Betrachtungsweise der Aspekte, die jetzt an dieser Stelle noch nicht vollzogen werden kann. Diese inhaltliche Betrachtung der Aspekte wird normalerweise innerhalb der Astrologie überhaupt nicht vorgenommen. Bei uns innerhalb der konzeptionellen Astrologie aber sehr wohl. Das werden wir dann später bei den Deutungskonzepten genauer besprechen. Deshalb muss dieses Thema der inhaltlichen Betrachtung von Aspekten zunächst mal vertagt werden.

Die Wichtigkeit der rechnerischen Aspekte, also der Winkelverbindungen zwischen zwei Planeten, die einen entsprechenden Gradabstand aufweisen, der astrologisch relevant erscheint, diese rechnerische Wichtigkeit der Aspekte beträgt für mich also in der Gesamtdeutung, im Gesamtdeutungsumfang eines Horoskops, sagen wir mal höchstens zehn bis 20 Prozent. Das heißt wir werden uns in den nächsten vier Lektionen über ein Thema, eben die Aspekte, unterhalten, das insgesamt innerhalb des astrologischen Arbeitens nach meiner Erfahrung nur einen sehr, sehr geringen Stellenwert hat.

Rein vom Fakt her bedeutet das Wort „Aspekt“, das abgeleitet ist aus dem Lateinischen von „Aspitio“, das sich anschauen oder anblicken. Zwei astrologische Planeten, die sich in einem astrologisch relevanten Aspekt zueinander befinden, sind also zwei Planeten, die sich anschauen, die sich sehen können. Und die deshalb eine mehr oder weniger besondere und bedeutsame Beziehung zueinander aufnehmen können. Eben deshalb, weil sie sich sehen können, weil sie sich anschauen, weil sie einen Aspekt haben. Die große Frage, über die sich letzten Endes auch heute noch die Astrologen mehr oder weniger stark streiten, ist: welche Winkel die Planeten zu anderen Planeten einnehmen können, sind denn überhaupt sogenannte astrologische Aspekte?

Denn Tatsache ist ja, dass auf einem Kreisbogen, also auf einem Horoskop-Formular, die zehn Planeten, also mindestens die zehn Planeten, untereinander in jedem Falle irgendeinen Winkel zu jedem anderen Planeten haben. Ein Planet A kann in einem Winkel von 167 Grad zu einem Planeten B stehen. Und der Planet A kann in einem Winkel von 37 Grad zum Planeten C stehen, und der Planet A kann in einem Winkel von 97 Grad oder 108 Grad oder 137 Grad zu Planet C, D, E, F, G und so weiter stehen. Jeder Planet hat zu jedem anderen einen Winkel. Die Astrologen sind allerdings am Anfang ihrer geschichtlichen Entwicklung davon ausgegangen, dass immer ein Vielfaches von 30 Grad, allerdings auch beginnend bei null Grad, einen astrologischen Aspekt darstellt. Was also bedeutet, dass in früheren Zeiten - das gilt heute allerdings so nicht mehr - die Winkel 0, 30, 60, 90, 120, 150 und 180 einen jeweiligen astrologischen Aspekt, der relevant gewesen ist, der also irgendeine Aussagekraft haben sollte, dargestellt hatten. Immer ein Vielfaches der 30-Grad-Winkel. Heutzutage ist man eigentlich nicht mehr der Meinung, dass sämtliche Vielfachen von 30 Grad einen astrologischen Aspekt darstellen. Man hat heutzutage Unterscheidungen gefunden, die eine Unterteilung der verschiedenen Aspekte in sogenannte Aspektarten ermöglicht.

Aspektarten bezeichnet eine Modalität, die im Grunde genommen sich nur auf den jeweiligen Winkel, der einen Aspekt rechnerisch ausmacht, bezieht. Aspektart hat nichts damit zu tun, welche Planeten selbst an dem Aspekt jeweils beteiligt sind. Also ob jetzt eine Sonne oder ein Saturn oder ein Uranus oder ein Pluto etc. an dem Aspekt an sich beteiligt sind, spielt bei der Betrachtung der Aspektarten keine Rolle. Sondern die Aspektart, die nachher dann zu der Unterscheidung in sogenannte Haupt- und Nebenaspekte mündet, bezieht sich ausschließlich auf die rechnerische Größe, also auf den tatsächlichen Gradabstand, der zwischen den beiden Planeten besteht.

Die Griechen waren damals der Meinung, dass der Mensch einen sogenannten geometrischen Instinkt besitzt, der sich auch im Sonnensystem innerhalb der Planeten, in dem Regelwerk der Planeten, widerspiegelt. Und dieser geometrische Instinkt führte dann dazu, dass in dem Sinne jetzt übertragen auf die Planeten, diese in der Lage gewesen sein sollen, und auch das ist heute eigentlich noch Grundlage der Ansicht über die Aspekte, sozusagen auf der Gefühlsebene zu erkennen, ob man mit einer anderen Planetenkraft in Verbindung steht oder nicht. Dieser Instinkt, ob man mit einem anderen Planeten in Verbindung steht oder nicht, war sozusagen die Grundlage dafür, dass man den Planeten in ihren Winkelstellungen zueinander überhaupt eine astrologische Bedeutung beigemessen hat. Und immer dann, wenn also ein Planet instinktiv wusste, dass er mit einem anderen Planeten in einer Verbindung steht, also einen Aspekt eingegangen ist, dann ging man davon aus, dass zwischen diesen beiden Planeten Energie geströmt ist. So, wie man das ja auch auf Menschen übertragen kann, die der Meinung sind, dass sie instinktiv im Positiven oder im Negativen etwas miteinander zu tun haben, dann fließt zwischen diesen beiden Menschen in irgendeiner Form, in ungehinderter oder in verhinderter Art und Weise, eine gewisse Energie. Also kann man sagen, sind Aspekte im Grunde genommen nichts anderes als Ströme von Energie zwischen zwei Größen, die eine Verbindung zueinander aufgenommen haben.

Da wir uns mit den Aspektarten innerhalb der Aspektlehre beschäftigen, möchte ich an der Stelle kurz erwähnen, soweit es überhaupt notwendig ist, dass wir selbstverständlich nicht sämtliche Aspekte, die jeder einzelne Planet zu jedem anderen Planeten eingehen kann, besprechen. Denn das würde dazu führen, dass wir sämtliche Aspektarten, die es gibt - und das sind fünf bis zehn verschiedene Aspektarten - dass wir die jede einzeln besprechen müssen in der Verbindung aller Planeten untereinander. Also wir müssten die erste Aspektart besprechen von Sonne zu Mond, von Sonne zu Merkur, von Sonne zu Mars, von Sonne zu Venus – und so weiter, und so weiter. Und wenn wir das alles mit der Sonne durchhaben, dann müssen wir die zweite Aspektart mit der Sonne nehmen. Und wenn wir die ganzen zehn Aspektarten durchhaben, dann müssen wir alle mit dem Mond nehmen. Also wir hätten hier hunderte von einzelnen Aspekten, die zu besprechen wären. Und so etwas ist blanker Unsinn.

Selbst wenn Sie über diese Aussage jetzt ein wenig enttäuscht sind - die ich allerdings mit wenig Verwunderung dann zur Kenntnis nehmen würde, weil ich daran gewöhnt bin - sei an dieser Stelle gesagt, dass wenn zwei Planeten einen Aspekt zueinander eingehen, sich ein irgendwie gearteter, mehr oder weniger wichtiger astrologischer Inhalt ergibt. Oder sagen wir mal, eine gewisse astrologische Wesensform ergibt. Und diese astrologische Wesensform, die wird von uns später selbstverständlich noch genau auf der inhaltlichen und auf der Wirkungsebene besprochen. Wenn wir nämlich uns über die sogenannten Konstellationen unterhalten werden. Die Konstellationen ergeben sich, also die astrologischen Wesenheiten ergeben sich nicht nur darüber, dass bestimmte Planeten in bestimmten Zeichen oder in bestimmten Feldern zueinander stehen, sondern dass sie auch Aspekte zueinander bilden.

Und in diesem Sinne sind Aspekte ein Teil der ganzen Konstellationsbilder, die wir später noch im Sinne der inhaltlichen und Wirkungsebenen-mäßigen Form uns anschauen werden. Es hat also deshalb auch gar keinen Sinn, sich im einzelnen über die hunderte von Aspekten, die es insgesamt gibt, Gedanken zu machen. Insofern sind beispielsweise auch entsprechende Bücher - derer gibt es einige, ein sehr bekanntes ist das sogenannte „Das Buch der Aspekte“ von Robert Pelletier - blanker Unsinn. Für solche Bücher sollten Sie auf keinen Fall Geld ausgeben, denn das sind nichts weiter als Standardkochrezepte, die da gegeben werden. Nach dem Motto, Eierpfannkuchen macht man so und so, und dazu der Apfelmus, das wird dann so und so gemacht. Das ist ein Einheitsbrei, den Sie da zu essen bekommen. Und der schmeckt mit Sicherheit überhaupt nicht. Vor allen Dingen ist er auch im astrologischen Sinne deshalb schon nicht genießbar, weil jede Individualität, die astrologisch immer sehr stark berücksichtigt werden muss, hier fehlen wird. Denn ein Buch, was einen Aspekt zwischen Saturn und Venus meinetwegen in einer bestimmten Art und Weise beschreibt, muss natürlich zwangsläufig aufgrund der Natur der Dinge außer Acht lassen, ob es sich in dem Horoskop, wo dieser Aspekt auftaucht, um zusätzlich andere Aspekte noch handeln kann oder nicht.

Also stellen Sie sich vor, jemand hat irgendeinen Aspekt, also meinetwegen eine bestimmte Verbindung zwischen Neptun und Sonne. Dann wird sich natürlich in einer gewissen Form etwas von dem, was wir Sonne-Neptun nennen, ergeben. Aber es macht sicherlich einen Unterschied, ob die Sonne in diesem Fall, wenn sie irgendeinen Aspekt zu dem Neptun hat, zum Beispiel im Widder oder im Zeichen Stier steht. Denn eine Stiersonne wird einen Aspekt zum Neptun anders verdauen, als eine Widdersonne. Und derartige Dinge können natürlich nicht in einem Buch festgehalten werden. Es sei denn, das Buch hat Millionen von Seiten, um sämtliche Möglichkeiten, die im individuellen Falle eine allgemeine Aussage abändern können, zu berücksichtigen.

Zurück an dieser Stelle zu den Aspektarten, um die es hier bei der Einführung in die Aspektlehre zunächst gehen soll. Wir unterscheiden, um es zunächst mal in meiner Sprache zu formulieren, die sich immer um eine gewisse Klarheit und Schlichtheit bemüht, die unterscheiden wir einfach zwischen den guten und den schlechten Aspekten. Das ist jetzt keine Aussage, die im Sinne der klassischen Astrologie zu verstehen ist. Das heißt keine inhaltliche Aussage, keine bewertende Aussage. Aber es ist eine ganz klare Tatsache, dass es Aspektarten gibt, die einen zuträglichen und die einen nicht zuträglichen „Einfluss“ auf den Menschen und dessen Lebensweg haben. Diese Aspektarten, die einen eher zuträglichen Einfluss haben, die werde ich jetzt einfach als die guten Aspekte bezeichnen, die positiven. Und diejenigen, die einen weniger zuträglichen Einfluss haben, als die bösen Aspekte, also die sogenannt negativen.

In den ganz gebildeten astrologischen Büchern, die von Astrologen geschrieben werden, die sich nicht trauen, eine einfache Sprache zu benutzen, werden die bösen Aspekte häufig als sogenannte analytische Aspekte bezeichnet. Die positiven, guten Aspekte als die sogenannten synthetischen Aspekte. Man kann das nennen, wie man will. Fakt ist, dass die Astrologen in Gut und Böse, zuträglich oder weniger zuträglich, synthetisch oder analytisch, unterscheiden. Egal wie Sie das Kind dann auch immer nennen. Die analytischen, also die sogenannten negativen oder schwierigen Aspekte, werden manchmal die sogenannten Dissonanten-Aspekte genannt. Und die positiven oder sogenannt synthetischen Aspekte werden manchmal die harmonischen Aspekte genannt. Harmonie und Dissonanz, beziehungsweise Synthese und Analyse. Das sind also die Stichwörter, um die guten und die schlechten Aspekte voneinander zu trennen. Einigkeit ist bis zum heutigen Tage nicht darüber innerhalb der astrologischen Szene, welche Aspektarten nun letzten Endes zu den synthetischen oder zu den analytischen, also den guten oder den bösen, gehören sollen. Damit müssen Sie sich abfinden, beziehungsweise im Laufe der Jahre Ihrer astrologischen Erfahrungen selber zu einer entsprechenden Auffassung gelangen, welche Aspektarten nun aus Ihrer Sicht einen positiven oder eher negativen Charakter haben.

Was ich hier schildere, basiert selbstverständlich auf meiner Erfahrung und steht zum Teil durchaus im Widerspruch zu der allgemeinen Auffassung der großen Schar der Astrologen, die in der Regel nur Wissen übernehmen, ohne es selber zu prüfen. Aber da Sie mit Sicherheit nicht zu dieser Spezies von Astrologen gehören oder in Zukunft gehören werden, sondern selber Erfahrungen machen - und zwar bewusst Erfahrungen machen, um eine eigene Astrologie aufzubauen - bitte ich Sie um nichts weiter, als dass Sie die Aussagen, die ich hier mache, selber überprüfen. Und dann schauen, ob Sie mit dieser Art der Aussage dieser Einordnung der Aspektarten in die guten und die weniger guten Aspekte etwas anfangen können.

Die positiven Aspekte werden aus meiner Sicht gebildet durch den 60-Grad-Winkel, der wird Sextil genannt, und durch den 120-Grad-Winkel, genannt das Trigon. Diese beiden Winkel - das Sextil von 60 Grad und der 120-Grad-Winkel, das Trigon - sind die sogenannten harmonischen oder positiven Aspekte. Wohingegen die negativen oder disharmonischen Dissonanten oder analytischen Aspekte gebildet werden durch einerseits die sogenannte Konjunktion, das ist der 0-Grad-Winkel, das Quadrat, das ist der 90-Grad-Winkel, und die Opposition, das ist der 180-Grad-Winkel. Wir haben mit diesen insgesamt fünf genannten Winkel - Sextil, Trigon, Konjunktion, Quadrat und Opposition ... oder anders gesagt, dem 60- und 120-Grad-Winkel, beziehungsweise dem 0-, 90- und 180-Grad-Winkel - mit diesen fünf Aspektarten haben wir schon die sogenannten Hauptaspekte benannt, die es in der Astrologie gibt.

Wenn es Hauptaspekte gibt, dann kann man davon ausgehen, dass es auch sogenannte Nebenaspekte gibt. Diese Nebenaspekte werden von Aspektarten repräsentiert, die schon von ihrer Winkelzahl rein rechnerisch gesehen immer dazwischen liegen. Denn die eben genannten Winkel, chronologisch aufgelistet 0, 60, 90, 120 und 180, haben immer ziemlich runde Summen. Die sogenannten Nebenaspekte sind durchaus auch unterteilbar in positive und negative. Und das möchte ich an dieser Stelle jetzt auch tun, obwohl ich gleich erwähnen möchte, dass ich niemandem empfehle, mit Nebenaspekten in irgendeiner Form seine astrologische Zeit oder auch jedweder andere Zeit zu verschwenden. Denn nichts anderes als eine Verschwendung von Zeit ist es, denn das, was man an Deutungskraft und Intensität als Deutungsgrundlage aus Nebenaspekten herausziehen kann, ist gleich null. Obwohl Ihnen manche andere Astrologen etwas anderes weiß machen wollen. Aber wenn Sie im Laufe der Ausbildung erfahren, was es für ungeheure Möglichkeiten der astrologischen Aussagen gibt, und wenn Sie dann auch feststellen, dass das überhaupt nichts mit Aspekten im Allgemeinen, geschweige denn Nebenaspekten, zu tun hat, dann werden Sie sicher aus kurzer astrologischer Erfahrung selber wissen, dass es stimmt, was ich Ihnen hier vortrage.

Zurück zu den Nebenaspekten, die sich auch in positive und negative unterscheiden. Die sogenannt positiven oder die synthetischen Nebenaspekte werden gebildet einerseits durch ein sogenanntes Halbquintil, das ist ein 36-Grad-Winkel. Man höre und staune, 36 Grad sind zwei Planeten voneinander entfernt und bilden dann ein Halbquintil. Und dieses Halbquintil soll dann angeblich eine harmonische Bedeutung den beiden Planetenkräften zufügen und gleichzeitig auch noch einen sogenannten Nebenaspekt darstellen. Ein zweiter Nebenaspekt positiver Natur ist das sogenannte Nonagon, ein 40-Grad-Winkel. Ein dritter positiver Nebenwinkel ist das sogenannte Quintil, das ist das Doppelte eines Halbquintils, und dann also ein sogenannter 72-Grad-Winkel. Und der vierte der sogenannten positiven Nebenaspekte ist das sogenannte Biquintil. Das ist dann sogenannt das Doppelte eines Quintils, also ein 144-Grad-Winkel.

Diese vier Nebenaspekte haben positiven Charakter und werden aber dennoch nicht aus meiner Erfahrung in irgendeiner Form in das Horoskop eingebunden, denn die Aussagekraft, die sie haben, ist mehr oder weniger gleich null. Die negativen Nebenaspekte, deren „Aussagekraft“ dieselbe ist, werden deshalb auch nicht eingebunden. Da haben wir zunächst mal das Halbsextil, das ist der 30-Grad-Winkel. Dann haben wir das Halbquadrat, das ist der 45-Grad-Winkel. Dann haben wir das Septil, jawohl Sie haben richtig gelesen, das heißt Septil. Das ist nicht ein neues Waschmittel, sondern das ist ein vollkommen unwichtiger Nebenaspekt mit negativem Charakter, der hat eine Gradbezeichnung von 51,26. Also ein Septil ist immer dann gegeben, wenn zwei Planeten in 51,26 Grad zueinander stehen – man höre und staune. Wie soll man das mit einem Winkelmesser überhaupt herausfinden?

Nun gut. Zum Einzeichnen der Aspekte in ein Horoskop sage ich, wenn ich mit dieser Abhandlung fertig bin, eh noch etwas. Dann gibt es neben dem Septil, dem 51,26-Grad-Winkel, noch ein sogenanntes Anderthalbquadrat. Und das besitzt einen Winkel von 135 Grad. Und letzten Endes gibt es auch noch ein sogenanntes Quincunx, auch ein Wort, bei dem man sich gerne die Zunge brechen möchte, ein 150-Grad-Winkel. Zu diesem 150-Grad-Winkel sei folgendes gesagt. Es gibt eine astrologische Schulrichtung aus der Schweiz von Bruno und Louise Huber, wobei erst genannter bereits verstorben ist. Das führt allerdings nicht dazu, dass der 150-Grad-Winkel deshalb an Stellenwert gewinnt. Aber dieser Bruno Huber, der relativ bekannt geworden ist in der astrologischen Szene, unter anderem aus meiner Sicht auch deshalb, weil er sehr geschäftstüchtig war, der hat dem Quincunx, dem 150-Grad-Winkel, eine ungeheure Bedeutung beigemessen und meinte, das wäre ohnehin der wichtigste Winkel. Nun, das kann der gute Mann durchaus gesagt und gemeint haben. Und gegebenenfalls sind sogar seine Erfahrungen in diese Richtung gelaufen. Ich kann das jedenfalls in keinster Weise bestätigen, will aber trotzdem darauf hinweisen, dass die meisten Astrologen der Meinung sind, dass der 150-Grad-Winkel der Wichtigste der unwichtigsten Winkel sein dürfte.

Zusammengefasst – die negativen Nebenaspekte sind das Halbsextil und das Halbquadrat, das Septil, das Anderthalbquadrat und der Quincunx, beziehungsweise also der 30-, 45-, 51,26-, 135- und 150-Grad-Winkel. Nun, Sie merken sicher an meinen Formulierungen, dass ich das ganze Gerede um diese vor allen Dingen Nebenaspekte nicht mehr ertragen kann. Aber ich bin mir meiner Verantwortung einer relativ umfassenden astrologischen Ausbildung doch durchaus bewusst und habe deshalb sozusagen meiner Pflicht hier genüge getan. Mehr möchte ich aber über die Nebenaspekte an dieser Stelle im Moment nicht sagen. Wir werden uns allerdings in der übernächsten Lektion im Einzelnen mit den Nebenaspekten astrologisch beschäftigen, im Sinne ihres inneren Wesens, das sie jeweils besitzen. Was aber nicht dazu führt, dass nur, weil wir ihnen eine Lektion gewidmet haben, sie letzten Endes im astrologischen Horoskop auch deutungsmethodisch Beachtung finden sollen. Besprochen, inhaltlich besprochen, werden sie aber dennoch.

Ich fasse also an der Stelle zusammen. Es gibt positive und negative Aspekte. Und innerhalb der positiven und negativen Aspekte gibt es die Haupt- und die Nebenaspekte. Alles zusammen macht das aus, was man unter Aspektarten versteht.

Die positiven Aspekte bezeichnen generell zwei Planetenkräfte, die zueinander in einer positiven Verbindung stehen. Das heißt, dass sie beide in ihrem Verhältnis zueinander darauf hindeuten, dass ein ausgeglichener Energiefluss vorhanden ist. Und dass die beiden Planeten in einem sich gegenseitig kräftigenden und fördernden Verhältnis zueinander stehen. Das heißt sie ziehen irgendwie am selben Strang und können, so denken manche Astrologen, möglicherweise sogar geerbte oder auch karmisch erworbene natürliche Fähigkeiten bezeichnen, die einem dazu verhelfen, das Leben leichter und harmonischer zu gestalten.

Allerdings ist es so, dass bei den harmonischen Aspekten durchaus auch, vor allen Dingen wenn zu viele davon im Horoskop vorhanden sein sollten, eine gewisse Lustlosigkeit oder eine gewisse mangelnde geistige, körperliche oder seelische Entwicklungsbereitschaft, was die beiden Planetenkräfte angeht, besteht. Das heißt man hat das Gefühl, mit diesen harmonischen Aspekten, mit diesen beiden Planeten irgendwie alles schon zu können, nichts weiter entwickeln zu müssen. Und so kommt es häufig zu einem Talent, das ein Mensch hat, das er aber nicht ausreichend entwickelt, weil nicht genug Entwicklungsdruck vorhanden ist. Das ist dann wieder eine gewisse Gefahr, die in den sogenannten Aspekten liegt, vor allen Dingen wenn sie sehr häufig im Horoskop vorkommen. Man hat relativ viele Fähigkeiten. Aber man kümmert sich nicht um sie.

Das ist aber letzten Endes nicht problematisch. Denn ich kann Ihnen nur dringendst empfehlen, sich um die sogenannten harmonischen Aspekte im Horoskop, weil wir Aspekte an sich sowieso nicht großartig berücksichtigen, gar nicht erst zu kümmern. Das hat vor allen Dingen den Grund, dass kein Mensch in der Lage ist, einen positiven Aspekt in seinem Horoskop zu verwirklichen, wenn er zuvor nicht die negativen Aspekte im Sinne von Geröll- und Schuttmassen, die über den positiven Anlagen liegen, einigermaßen bearbeitet hat. Kein Mensch kann einen positiven Aspekt leben, bevor er nicht einen negativen Aspekt im Horoskop irgendwie entproblematisiert hat. In der Regel vergehen Jahrzehnte, wenn nicht sogar ein ganzes Leben, bis man an die positiven Aspekte eines Horoskops überhaupt herankommt. Und dann ist es allerdings so, dass dieses Herankommen an positive Aspekte nichts weiter mit Entwicklung zu tun hat. Denn die Entwicklungen, die ein Mensch durchlebt, die gehen, wenn überhaupt auf Aspekte, dann auf die sogenannten problematischen Aspekte zurück. Denn die haben eine Menge Entwicklungsdruck in sich und fordern den Menschen auf, sich weiterzuentwickeln. Insofern können wir die positiven Aspekte, egal ob Haupt- oder Nebenaspekte, vollständig vernachlässigen.

Es gibt eine Besonderheit zu berichten, die eine Ausnahme des eben Gesagten darstellt. Wenn der Planet Saturn oder der Planet Pluto in einem harmonischen Aspekt zu einem anderen Planeten stehen, dann kann es sein, dass der harmonische Aspekt sich in einen disharmonischen Aspekt verwandelt. Also ein sogenanntes Trigon, das war ein Hauptaspekt mit positiver innerer Natur, der kann sich durchaus in negative Formen verwandeln, wenn einer der Planeten, der das Trigon bildet, entweder der Saturn oder der Pluto ist. Das hat damit zu tun, dass diese beiden Planeten, Saturn und/oder Pluto sehr problematische Planeten darstellen, weil es letzten Endes auch bei den Aspekten um Konstellationen geht, die immer einen enormen Druck erzeugen. Und diesem Druck kann in der Regel kein Mensch auf Dauer widerstehen, selbst wenn er über einen sogenannten Aspekt zustande kommt. Das heißt vor allen Dingen die Trigone, die 120-Grad-Winkel, mit Beteiligung von Saturn oder Pluto, können durchaus sehr negative Formen annehmen, obwohl man das aus dem positiven Aspekt an sich so erst mal nicht ableiten könnte.

Das ist eine Ausnahme, die Sie beachten sollten, und in manchen speziellen, allerdings aber seltenen Fällen kann es sein, dass Sie das dummerweise nicht wussten, beziehungsweise nicht beachtet haben. Und deshalb hab ich das der Vollständigkeit halber jetzt hier erwähnt. Ich werde eh im Laufe des Kurses viele Dinge der Vollständigkeit halber erwähnen, das liegt in der Natur meines Wesens, denn ich bin Jungfrau und habe daher ein gewisses Vollständigkeitsbedürfnis. Die Jungfrau hat, wie ich in anderen Lektionen bei der Jungfrau selber auch gesagt habe, immer so ein bisschen die Hosen voll, dass irgendwas übersehen werden könnte. Und das wollen wir ja nicht - so weit es geht, werde ich also erwähnen, was erwähnenswert ist.

Die negativen Aspekte oder die sogenannten analytischen Aspekte deuten im Prinzip darauf hin, dass die beiden Planeten, die in einem disharmonischen Winkel zueinander stehen, im Grunde genommen nicht miteinander können. Sie sind de facto unvereinbar miteinander. Sie haben also einen mehr oder weniger stark gestörten Energiefluss und sie können sich möglicherweise sogar vollständig behindern oder in einem sich ausschließenden Verhältnis zueinander stehen. Das heißt, dass wir es hier teilweise - obwohl das ist Spekulation, kann aber auch nicht ständig widerlegt werden - mit karmischen oder zumindest ererbten Schwierigkeiten zu tun haben, auf der körperlichen, seelischen oder geistigen Ebene. Manche Planeten, die zum Beispiel in einem Quadrat - das ist sicherlich der schwierigste Winkel, den es gibt - also in 90 Grad zueinander stehen, die können durchaus, wenn man im psychologischen Sinne frühkindlich keine Begründungen findet für die Schwierigkeiten dieses Menschen, einen bestimmten, auch karmischen Hintergrund in sich tragen.

Das Negative dieser schwierigen Aspekte ist gleichzeitig aber auch wieder ihr Positives. Denn ein schwieriger Aspekt fordert den Menschen generell auf, ein entsprechendes Problem, das in dem Aspekt repräsentiert ist, zu lösen, beziehungsweise zu versuchen es zu lösen. Und das hat dann immer mit einer Weiterentwicklung zu tun. Insofern kann man sagen, sind schwierige Aspekte letzten Endes sowas wie Entwicklungshelfer im Leben eines Menschen, die dann in dieser Art und Weise betrachtet gar nicht negativen Charakter, sondern eigentlich einen Ansporn, also einen positiven Charakter haben. Ich empfehle Ihnen, von den schwierigen Aspekten nur die Hauptaspekte zu betrachten. Das waren der 0-Grad-, der 90-Grad- und der 180-Grad-Winkel. Also die Konjunktion, das Quadrat und die Opposition. Von den positiven Aspektarten empfehle ich Ihnen, diese nicht weiter zu betrachten. Insofern reduziert sich unsere astrologische Betrachtung, was Aspekte angeht, auf die drei schwierigen Hauptaspekte. Quadrat, Konjunktion und Opposition. Nach meiner Erfahrung ist es eindeutig so, dass diese drei Aspektarten einzig und allein in der Lage sind, einen Erfahrungs- und Entwicklungsdruck im Leben zu bewerkstelligen, der astrologisch nachweisbar ist.

Und deshalb werden wir später, wenn wir über Konstellationsbilder sprechen, uns auch immer nur mit diesen drei Aspektarten beschäftigen, beziehungsweise ich werde nur diese drei Aspektarten erwähnen. Um damit zu dokumentieren, dass ausschließlich diese drei in der Lage sind, eine Konstellation, die also irgendwie astrologisch nachweisbar ist, zu erzeugen. Ein letztes Wort noch zu der aus meiner Sicht verbreiteten Unsitte, die astrologischen Aspekte, die wie gesagt inhaltlich eh keine große Bedeutung haben, ins Horoskop einzuzeichnen. Ich persönlich verzichte darauf, in die Mitte des Horoskopkreises auch noch ein Haufen zusätzlicher Linien hinein zu malen. Denn vor allen Dingen, wenn man einen sehr großen Orbis – und das ist ein Thema, was wir jetzt zum Schluss noch besprechen werden – verwendet, dann hat man eine ungeheure Fülle von Aspekten, insbesondere auch mit den Nebenaspekten. Also eine Fülle von möglicherweise bunten Strichen. Das macht man vielleicht am Anfang ganz gerne, weil das alles schön bunt aussieht und dann irgendwie eine besondere Wichtigkeit zu erlangen scheint.

Aber das sind furchtbar viele Striche im Horoskop und das widerspricht eigentlich dem Grundsatz der Klarheit, auf den wir unbedingt Wert legen müssen. Denn wie gesagt, wenn wir als Astrologen nicht klar sind und davon ausgehen, dass der Klient, der zu uns kommt, unklar ist, wie sollen wir ihm dann helfen. Wichtig: Auch im visuellen Sinne versuchen, eine Klarheit zu halten. Das führt dazu, dass man darauf verzichten sollte, Aspektstriche im Horoskop einzuzeichnen und die paar spärlichen Aspekte, die man im Sinne der genannten drei Hauptaspekte - Konjunktion, Quadrat und Opposition - im Hinterkopf haben soll, die sind auch leicht im Kopf zu merken, da brauchen wir keine Striche im Horoskop zu ziehen. Also ich empfehle Ihnen, das nicht zu tun. Wenn Sie es natürlich trotzdem tun wollen – um Gottes Willen, Sie sind frei, Sie können tun, was Sie möchten. Aber meine Empfehlung geht in eine andere Richtung.

Die letzte wesentliche Frage im Sinne der Einführung in die Aspekte betrifft das Problem des sogenannten Orbis. Der Orbis ist nichts weiter als eine bestimmte mehr oder weniger veränderliche Größe, beziehungsweise ein Größenwert, der die Genauigkeit eines Aspektes, eines bestimmten Aspekt-Typus, bezeichnet. Der Orbis oder überhaupt die Frage des Orbis oder der Orben ist eine auch astrologisch gesehen ungelöste. Es ist eine ungelöste Frage, denn die Astrologen streiten sich seit langer Zeit über die Richtigkeit oder Falschheit von entsprechenden Orbis-Angaben. Das führt dazu, dass letzten Endes jeder Astrologietreibende für sich selber herausfinden muss, welche Orben er für welche Aspektarten einsetzt. Und er muss dann im Laufe der astrologischen Erfahrung entsprechende Werte selber als richtig oder falsch erkennen.

Zu früheren Zeiten war es eindeutig so, dass die Astrologie mit sehr, sehr kleinen Orben, egal bei welchem Aspekt, gearbeitet hat. In den Achtzigerjahren, als die Psychologie sehr stark in die Astrologie Einzug gehalten hatte, da begann der Orbis sich teilweise absurd extrem zu erweitern, sodass manche Astrologen, die man besser als Psychologen bezeichnet hätte, was ja nun nicht unbedingt ein Schimpfwort sein muss, sogar einen Orbis von 15 bis 20 Grad zugelassen haben. Das ist allerdings damals schon für mich und heute erst Recht nicht nachvollziehbar gewesen. Aber diese Achtzigerjahre, in denen vieles, auch in Bezug auf die Orben, übertrieben worden ist, die haben ihre Spuren hinterlassen. Sodass man sagen kann, dass auch in den Neunzigerjahren die Astrologie – und wir werden mal sehen, wie das in der Zukunft dann sein wird – dass also in den Neunzigerjahren die Astrologie und die Frage der Orben im Grunde genommen wieder auf ein gewisses eher doch gesundes Mittelmaß reduziert worden sind.

Das heißt man kann sagen, dass ein durchschnittlicher Orbis von fünf Grad für jeden Aspekt, erst mal unabhängig von der Aspektart, von den allermeisten Astrologen als in Ordnung angesehen wird. Generell würde ich meinen, wenn wir einen Nebenaspekt betrachten, dann sollte der Orbis - immer unter der Vorgabe, dass Nebenaspekte aus meiner Sicht gar nicht interpretiert werden - maximal einen Grad betragen. Und was die Hauptaspekte angeht, so können wir in etwa sagen, dass bei den wesentlichen Aspekten, nämlich der Konjunktion, dem Quadrat und der Opposition, ein Orbis bis zu fünf Grad zulässig ist. Wobei wenn die Sonne oder der Mond in dieser jeweiligen Konjunktion, in dem Quadrat oder in der Opposition beteiligt sind, dass man den Orbis auch durchaus auf bis zu zehn Grad erweitern kann.

Letzten Endes ist es aber eindeutig aus der Erfahrung so, dass die Frage des Orbis mit festen Vorgaben nicht wirklich richtig und schlüssig beantwortet werden kann. Denn ob ein Aspekt in einem Horoskop, sprich im Lebensverlauf eines Menschen, wirksam ist oder nicht, das hängt von dem Gesamtverlauf des Lebens ab. Und nicht von irgendeiner vermeintlichen Vorgabe, die ein Astrologe aufgestellt hat. Insofern wird Ihnen wahrscheinlich in Zukunft nichts anderes übrigbleiben, als in jedem Einzelfalle zu prüfen, ob das, was über einen Aspekt inhaltlich zutage gefördert wird, auch tatsächlich vorhanden ist. Und wenn es vorhanden ist, dann wird der entsprechende Orbis, der durch das Horoskop selber zwischen den beiden Planeten vorgegeben ist, für dieses Horoskop auch wirksam sein. In einem anderen Fall kann es sein, dass Sie genau dieselben Planeten in genau derselben Winkelart zueinander haben, auch im selben Orbis miteinander, aber das entsprechende Thema taucht aus nachweisbaren Gründen offensichtlich nicht oder nur ganz minimal auf. Und dann würde in diesem Horoskop ein anderer Orbis, also in dem Falle wohl ein kleinerer Orbis, gelten müssen.

Die Orbis-Angaben, die ich jetzt eben gemacht habe, also zum Beispiel durchschnittlich die fünf Grad, beziehen sich immer vor und nach dem exakten Übergang. Nehmen wir ein Beispiel – der Quadrat-Aspekt an sich ist exakt 90 Grad. Es gibt selbstverständlich so gut wie nie die Situation, dass zwei Planeten in exakt 90 Grad zueinander stehen, sondern sie haben immer entsprechende Abweichungen von der Gradgenauigkeit. Daher halt das Prinzip der Orben, das eingeführt wurde, weil wenn man das ganz exakt alles sehen würde, dann hätte kein Mensch auch nur einen einzigen Aspekt. Sowas gibt es in der Regel nicht, dass Sie einen 90,000-Grad-Aspekt zwischen zwei Planeten finden. Sondern Sie haben vielleicht 87 Grad Abstand oder vielleicht haben Sie auch 94 Grad Abstand. Je nachdem, wie viel Abstand Sie haben, innerhalb einer Orbis-Grenze, die wir jetzt mal bei fünf Grad ansetzen, dürfte ein Quadrat also zwischen 85 und 95 Grad betragen. Der Mittelwert wären die 90 Grad Exaktheit. Und diese Orbis-Angabe, die gemacht worden ist, die bezieht sich also immer auf „vor“ und „nach“ des exakten Grades. Insofern kann man die Gradangaben für den Orbis jeweils verdoppeln. Ich glaube, dass man generell mit fünf Grad Orbis, und zwar plus/minus, relativ gut liegt. Und ich empfehle noch einmal, sich im Einzelfall immer wieder zu vergewissern, ob denn ein Aspekt tatsächlich eine Wirksamkeit besitzt oder nicht. Und sich an keine festen Orben-Schemen zu halten.

 

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