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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Figurinen

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

FIGURINEN

Die sogenannten Figurinen stellen in der Astrologie, beziehungsweise im Speziellen innerhalb der Aspektlehre, eine interessante Anwendungsmöglichkeit der einzelnen Aspekte dar. Als eine Figurine bezeichnet man die Zusammensetzung mehrerer, zum Teil auch unterschiedlicher Aspektarten zu einer großen Figur, eben Figurine genannt. Wobei aus der Vielzahl dieser einzelnen Aspektarten - die unterschiedlich sein können, aber nicht müssen - eine Figur entsteht, die eine ganz eigene Charakteristik hat und die dem Horoskop sozusagen eine zusätzliche, allerdings nicht allzu weitgehende, aber immerhin interessante zusätzliche Möglichkeit bietet, sich interpretieren zu lassen. Figurinen entstehen im Grunde genommen immer in Abhängigkeit von den entsprechenden Orben, die man nach der eigenen Erfahrung für ein Horoskop zulassen möchte. Anders ausgedrückt: je größer die Orben sind, die man zwischen einzelnen Aspekten zulassen möchte, umso größer wird natürlich die Chance, dass man zusammenhängende Aspektfiguren oder Figurinen im Horoskop erhält. Je kleiner man die Orben ansetzt, umso weniger groß sind die Chancen, dass man überhaupt einzelne Aspekte bekommt, geschweige denn, dass sich aus mehreren Aspekten, die dennoch übrigbleiben, eine Figur bilden kann.

Der Sinn der Betrachtung von Figurinen liegt in dem Umstand verborgen, dass eine Figurine letzten Endes ein visuell sichtbares Gebilde darstellt, das auch aufgrund des visuellen Eindrucks schon eine gewisse Richtung vorgibt, die die Deutung dann einschlagen könnte. Es gibt verschiedene Figurinen, die sogar innerhalb der astrologischen Szene zum Teil relativ berühmt sind. Zum Beispiel den sogenannten Drachen oder das Trapez oder das durchlaufende Volltrigon. Das sind alles Figuren, die eine gewisse Eigendynamik beinhalten und die schon allein aufgrund ihrer Form eine gewisse Tendenz, was die Aussage über sie angeht, nahelegen. Natürlich werden bei Figurinen auch immer die Planeten, die an der Figur beteiligt sind, zurate gezogen, um zu einer differenzierteren Aussage zu kommen. Aber die Figur an sich ist auch eine Aussage wert. Was natürlich bedeutet, dass wir uns innerhalb des Kurses zunächst mal, was die Figurinen-Lehre angeht, auch über die einzelnen Figurinen-Arten unterhalten werden. Wir werden uns jedoch nicht mit den einzelnen Planeten beschäftigen, die in einer bestimmten Figurine auftauchen könnten, weil das eine ungeheure Vielzahl von Möglichkeiten wäre, die nicht überschaubar wäre.

Ungeachtet der einzelnen Figurinen-Arten, die es gibt und die wir im Verlauf noch besprechen werden, ist zunächst eine Figurine auf zwei Ebenen zu unterscheiden. Einerseits in der sogenannten Geschlossenheit, die die Figurine unabhängig von ihrer eigentlichen Form aufweist. Wobei diese Geschlossenheit als sogenannte Kohärenz bezeichnet wird, in Bezug auf die Groß- oder Kleinräumigkeit der Figurine. Es geht also unabhängig von der Form um eine schlechte oder eine gute Kohärenz, beziehungsweise Geschlossenheit, beziehungsweise um eine Großräumigkeit oder um eine Kleinräumigkeit der Figurine. Schauen wir zunächst die Kohärenz an, in Bezug auf die sogenannte schlechte Kohärenz. Wenn eine schlechte Kohärenz oder Geschlossenheit vorliegt, dann bedeutet es, dass der Mensch in der Kindheit wahrscheinlich eher dem Druck der Umwelt nachgegeben hat und sich diesem Druck der Umwelt relativ willig angepasst hat und deshalb relativ leicht formbar ist. Das heißt, dieses Aspekt-Gebilde, was man dann als Figurine nur im weiteren Sinne bezeichnen könnte, deutet auf relativ wenig inneren Widerstand hin, der der Umwelt gegenüber aufgebracht werden konnte.

Eine gute Kohärenz, eine gute Geschlossenheit, bedeutet, dass man wahrscheinlich in der Kindheit einen relativ starken inneren Kern gehabt hat, der sich auch im Erwachsenenalter in der Regel fortgepflanzt hat. Und das bedeutet, dass man daher dem Druck der Umwelt nicht nachgegeben hat, sondern eher sogar die Umwelt, in der man sich als Kind auch schon befunden hat, nach den eigenen Vorstellungen ausgerichtet hat. In der Regel sind hier in diesem Falle alle Planeten zu einer sehr eindeutigen Figurine verbunden. Das führt dann dazu, dass man den Willen als ein Instrument im Leben kennen gelernt hat, das relativ viel bewirken kann. Insofern wird eine gute Kohärenz in der Regel von den Astrologen als besser angesehen, als wenn die Kohärenz schlecht wäre.

Die zweite Ebene, auf der man Figurinen unterscheiden kann, ist die sogenannte Groß- oder Kleinräumigkeit. Eine großräumige Figurine ist eine Figur, die sich über mindestens drei Quadranten erstreckt. Und eine Großräumigkeit ist immer einhergehend mit einer sehr großen Vielschichtigkeit der Persönlichkeit. Weil über die Großflächigkeit, sprich über die Quadranten-Verteilung, ein relativ großes Interessenspektrum bei diesem entsprechenden Horoskop-Eigner vorliegt. Es ist also eine sehr komplexe, manchmal sogar auch eine Überkomplexität, die im Horoskop angezeigt ist. Und diese Komplexität zeigt an, dass eine sehr breite, möglicherweise auch eine sehr tiefgehende Erlebnisweise angelegt ist und man in der Lage ist, auch größere Zusammenhänge im Leben gut zu erfassen. Ein Nachteil einer großräumigen Figurine liegt möglicherweise in der fehlenden Tiefe an entscheidenden Punkten des Lebens, weil man sich auf die große Fläche mehr oder weniger stark verteilt hat.

Bei einer kleinräumigen Figurine haben wir die Figur in der Regel auf zwei Quadranten beschränkt, beziehungsweise verteilt. Das sind dann Menschen, die eher in die Richtung des Spezialisten gehen. Das heißt die haben, wenn die Figurine sich nur auf zwei Quadranten verteilt, und eine Figurine in der Regel mindestens drei bis vier Planeten – mindestens – an sich zieht, dann haben die also mindestens die Hälfte des Horoskops in einem bestimmten Bereich verteilt, meistens ist es auch mehr. Insofern ist also ein bestimmter Lebensbereich ganz stark hervorgehoben oder mit erheblichen Stärken versehen. Dieses Spezialistentum führt aber auch zu einer gewissen Einseitigkeit, die bei kleinräumigen Figurinen, beziehungsweise deren Horoskop-Eignern, vorzufinden ist.

Trapez

Schauen wir nun zunächst die verschiedenen Figurinen-Arten an. In diesem Zusammenhang werden wir insgesamt sieben verschiedene Figuren besprechen. Das sind die Standardfigurinen, die man in der Astrologie kennt. Die erste Figurine ist das sogenannte Trapez. Das Trapez setzt sich normalerweise zusammen aus einer Opposition und drei über ihr aufgebauten Sextilen, also 60-Grad-Winkeln. Diese Trapeze können sich auch aus einem Quincunx anstelle der Opposition zusammensetzen, dann versehen mit zwei Sextilen und einem Halbsextil. Das ist egal. Aber das klassische Trapez ist über die Opposition und drei Sextile gekennzeichnet. Das Trapez hat meistens zu tun mit sehr hoher geistiger und schöpferischer Intelligenz und findet sich tatsächlich auch sehr häufig bei Menschen, die auf der geistigen, schöpferischen, in dem Sinne auch künstlerischen Ebene einiges aufzuweisen haben. Die Menschen sind meistens über das Trapez sehr hilfreich und sehr interessiert den Mitmenschen gegenüber. Sie versuchen sich in eine Gruppe, in eine geistig verwandte Gruppe von Menschen, also von Gleichgesinnten, einzuordnen und haben selten das Bedürfnis, schwierige oder gar aggressive Auseinandersetzungen mit anderen zu suchen. Also in der Regel relativ friedfertige Menschen, was auch dazu führt, dass man das Trapez als eine sehr harmonische und wenig problematische Figurine ansehen kann.

Drachen

Die zweite Figurine ist die berühmteste: das ist der sogenannte Drachen. Der Drachen ist eine ganz komplexe Figur, die sich aus sehr vielen verschiedenen Aspekten zusammensetzt. Einerseits haben wir in dem Drachen eine Opposition, dann haben wir drei Trigone und gleichzeitig auch noch zwei Sextile. Wobei die Sextile dann in ihrer Mitte auf den Kopf des Drachens münden, beziehungsweise die drei Trigone gegenüberliegend, sozusagen an dem Punkt, wo die Opposition zustande kommt, dann den Schwanz des Drachens bilden. Der Kopf und der Schwanz sind die allerwichtigsten Stellen, die diese Figur ausmachen. Beziehungsweise die Planeten, die am Schwanz, beziehungsweise die am Drachenkopf stehen, entscheiden extrem darüber, in welche Richtung das ganze Gebilde fliegt, wenn man es so ausdrücken möchte. Am Schwanz, also am hinteren Ende der Drachenfigur, steht immer derjenige Planet, der als eine Art Motor für die ganze Schose zu bezeichnen ist. Das ist wie bei einem Boot eine Art Außenbordmotor, der im Sinne der Eigenart dieses Planeten der ganzen Figur eine entsprechende Richtung gibt.

Was vorne gegenüberliegend, also am anderen Ende der Opposition sich am Kopf befindet, entscheidet dann nicht über die Art und Weise, sondern über die Richtung, in der dieses ganze Gebilde fliegt. Das ist sozusagen am Kopf sitzend der Steuermann. Am Schwanz der Planet ist der Motor und der am Kopf sitzende Planet entspricht dem Steuermann. Die Planeten, mindestens zwei müssen es ja sein, die sich dann an den Seiten jeweils durch ein Trigon verbunden befinden, die haben eine, sagen wir mal ausgleichende Funktion, soweit es ihnen von ihrer Charakteristik her möglich ist. Das ist allerdings eine relativ unwichtige Aussage, denn de facto ist es so, dass die Opposition innerhalb des Drachens mit allergrößtem Abstand die wichtigsten Komponenten innerhalb der Figur darstellen. Die beiden Außenplaneten, mindestens zwei müssen es ja wie gesagt sein, die lassen ab und zu ein bisschen Navigation in die eine oder andere Richtung zu.

De facto ist es zusätzlich auch noch so, dass man bei einem Drachen beachten muss, dass es immer eine großräumige Figurine ist, die sich über drei, beziehungsweise auch vier Quadranten erstreckt, und dass meistens bei den Drachen auch eine sehr gute Kohärenz vorhanden ist. Insofern können Sie die Großräumigkeit und die gute Kohärenz zusätzlich noch in die Interpretation, in die Deutung eines Drachens hinein nehmen, unabhängig von den Planeten, die am Drachen beteiligt sind.

Volltrigon

Die dritte Figur ist das sogenannte Volltrigon oder auch manchmal „karmisches Volltrigon“ genannt. Dieses karmische Volltrigon setzt sich aus drei Trigonen zusammen, die hintereinander laufen. Dieses karmische Volltrigon ist in Bezug auf die elementare Zugehörigkeit vor allen Dingen unabhängig von den beteiligten Planeten zu interpretieren. Das heißt die Planeten, die jeweils in den Trigonen zueinander stehen, stehen in bestimmten Zeichen. Und die haben immer eine in der Regel gleiche elementare Zugehörigkeit. Es gibt in dem Sinne Feuer-, Luft-, Erde- und Wasser-Volltrigone. Wenn Sie das berücksichtigen, dann haben Sie über die Elementenebene zusätzlich wieder eine bestimmte Aussagequalität, die Sie dann den Planeten, die in den Volltrigonen stehen, noch hinzufügen können. Das karmische Volltrigon ist, obwohl es sich hier um Trigone handelt, in der Regel eine Figurine, die durchaus relativ problematisch sein kann, insbesondere wenn schwierige Planeten in der Figur vorhanden sind. Denn die Energie innerhalb dieser Figur kreist immer nur in einer Richtung. Und das bedeutet, dass wenn Sie sich zum Beispiel einen Hamster im Käfig im Laufrad vorstellen, dass der nach einer Weile anfängt, einfach durchzudrehen, weil er aus diesem Laufrad nicht mehr rauskommen würde.

Insofern sind die Planeten, die in dem Volltrigon verankert sind, mehr oder weniger immer einer gleichen Bewegung und gleichen Erlebnissen und Erfahrungen ausgeliefert. Man weiß aus Erfahrung, dass sich an dem schwächsten Glied dieser Dreierkette - mindestens drei Planeten müssen es bei dieser Figur sein - dass sich an dem schwächsten Planeten, das ist dann meistens ein persönlicher Planet, gemäß der Haus- und Zeichenstellung das Problem meistens entladen wird. Es gibt also eine schwächste Stelle, ein schwächstes Glied in dieser Kette, und das ist meistens durch den persönlichen Planeten, soweit einer daran beteiligt ist, gekennzeichnet. Stellen Sie sich ein Volltrigon vor mit Saturn, Pluto und dem Mond - dann ist der Mond mit Sicherheit das schwächste Glied in diesem Volltrigon und wird die ganzen Probleme vom Saturn oder Neptun oder was ansonsten noch dabei ist ausbaden müssen. Sicherlich ist es trotzdem so, dass die Eigenart des Trigons, also das Schöpferische und Ego-Bezogene, hier eine weitergehende Rolle spielt in dem karmischen Volltrigon. Aber es kommt sehr aufs Entwicklungsniveau an, ob der Mensch in der Lage ist, das Ego in einer vernünftigen, dass heißt andere nicht schädigende, Art und Weise einzusetzen. Wenn große Spannungen innerhalb dieses Volltrigons entstehen, dann wird ihm das in der Regel nicht so einfach gelingen können.

Vollquadrat

Die vierte Figur ist analog zu sehen zum karmischen Volltrigon. Es ist das sogenannte karmische Vollquadrat, beziehungsweise das kosmische Kreuz, wie es manchmal in der Figurinen-Lehre genannt wird. Diese Figur setzt sich zusammen aus vier Quadraten, die hintereinander aufgebaut sind, und zusätzlich noch durch die zwei sich in den Quadraten ergebenen Oppositionen. Wir haben also sechs schwierige Aspekte, die hier in dem karmischen Vollquadrat enthalten sind. Und damit gehört das karmische Vollquadrat mit zu den schwierigsten, vielleicht ist es sogar die schwierigste Figurine, die wir überhaupt kennen.

Man kann sagen, dass das Leben eines Menschen mit einem karmischen Vollquadrat zunächst sehr verspannt ist und dass dieser Mensch von sehr, sehr vielen Krisen gerüttelt sein wird. Er muss – und das ist ein wichtiger Hinweis, der wichtigste vielleicht überhaupt – er muss unbedingt versuchen, ein festes Standbein in der Realität des Lebens zu entwickeln, um mit den weitergehenden Schwierigkeiten, die seelischer oder geistiger Natur sein können und die auf das karmische Vollquadrat zurückgehen, einigermaßen fertig zu werden. Eine materielle, reale Verankerung ist sicherlich ganz wichtig. Denn wenn er die nicht hat, dann wird mit Sicherheit ein Problem auch darin bestehen, dass er die weitergehenden Schwierigkeiten im seelischen und geistigen Bereich gar nicht wirklich angehen kann, weil er allein schon in der Realität Probleme bekommt.

Fakt ist, dass das karmische Volltrigon die Symbolik des Kreuzes in sich trägt, im Sinne der beiden Oppositionen, die sich innerhalb der Figur ergeben. Das Symbol des Kreuzes war schon immer das Symbol der Materie oder der Aufgespanntheit in der Welt der Realität - also in der Welt, die sich im Vergleich zum Seelischen und Geistigen relativ eng ausmisst. Das ist ein Grund dafür, warum man gerade in der Realität, beziehungsweise im Materiellen, ohne da jetzt in eine gewisse Knechtschaft zu verfallen, unbedingt ein gewisses Sicherheitsgefühl aufbauen muss. Damit man die seelischen oder geistigen Probleme, die mit Sicherheit in dieser Figur auch vorhanden sind - denn sie ist sehr großräumig und betrifft wahrscheinlich auch den zweiten und dritten Quadranten - damit man diese Probleme einigermaßen im Laufe des Lebens meistern kann. Aber es wird sicherlich so sein, dass das karmische Vollquadrat diejenige Figurine ist, die am längsten in einer schwierigen Erlebnisform für den Menschen bereitsteht.

Halbquadrat bzw. T-Quadrat

Die fünfte Figurine ist das sogenannte karmische Halbquadrat, auch T-Quadrat genannt. Das ist im Grunde genommen nichts weiter als die Hälfte eines karmischen Vollquadrates, daher auch als ein karmisches Halbquadrat bezeichnet. Diese Figur hat genau dieselben inhaltlichen Aussagen oder lässt die inhaltlichen Aussagen in derselben Weise zu, wie das karmische Vollquadrat. Es gibt allerdings etwas ganz Wesentliches bei diesem T-Quadrat zu berücksichtigen: gegenüber der Spitze dieses jeweiligen Quadrates - an der kein Planet steht, sonst könnte man ja ein Vollquadrat draus machen – befindet sich ein sogenannter Strudelpunkt. Dieser Strudelpunkt, das hat sich in der Erfahrung so erwiesen, ist der problematischste Punkt, obwohl er mit der Figurine gar nicht direkt in Verbindung steht. Denn die Probleme, die mit der Figurine einhergehen, werden meistens in dem Feld und dem Zeichen gelöst, in dem sich dieser imaginäre Strudelpunkt befindet. Wenn man das nicht weiß, dann beißt man sich manchmal wirklich an dieser Figurine, besser gesagt an der Interpretation der Figurine, die Zähne aus. Aber dieser Strudelpunkt, wenn man ihn kennt, der immer gegenüber der Spitze der Figur liegt, der kann einem sehr eindeutig sagen, beziehungsweise erklärbar machen, warum ein Mensch mit diesem T-Quadrat bestimmte typische Probleme bekommen hat, auch wenn man sie aus dem T-Quadrat selber oft gar nicht erkennen kann. Die Eigenart der Figurine dieses T-Quadrats ist in jedem Falle gleichbedeutend mit dem Vollquadrat, und deshalb muss an dieser Stelle auch nichts weiter dazu gesagt werden. Wichtig ist unbedingt die Beachtung des Strudelpunktes.

Stellum bzw. Großkonjunktion

Die vorletzte Figurine ist das sogenannte Stellum oder die sogenannte Großkonjunktion. Die ergibt sich immer dann, wenn wir mindestens vier Planeten in Konjunktion hintereinander zu stehen haben. Das Wesentlichste, was man über das Stellum wissen muss, vor allen Dingen fürs Interpretieren: Es gibt zunächst kaum eine überschaubare Möglichkeit, diese mindestens vier Planeten - aber es können auch fünf, sechs, sieben oder acht sein - in irgendeiner Form überschaubar zu interpretieren. Deshalb gibt es einen Trick, den man anwenden kann. Man geht gegen den Uhrzeigersinn vom ersten gleich zum letzten Planeten dieser Großkonjunktion und nimmt für diese beiden Planeten sozusagen eine Konjunktion. Stellen Sie sich vor, gegen den Uhrzeigersinn gerechnet ist der erste Planet der Mond und der letzte ist vielleicht der Pluto. Dann haben wir im Grunde genommen eine riesige Konjunktion, die wir aber trotzdem im Sinne von Mond-Pluto inhaltlich betrachten würden. Und die Planeten, die dazwischen stehen, die übertragen sozusagen den ersten Planeten auf den letzten Planeten, in unserem Beispiel vom Mond auf den Pluto. Das ist natürlich keine vollständige Interpretation.

Aber Großkonjunktionen sind eigentlich an sich nicht interpretierbar. Denn sie stellen eine komplexe massive Präsenz von Planeten in einem Feld und Zeichen dar, dass man im Grunde genommen - selbstverständlich dann unabhängig von der Figurine an sich - von einer Feld- und Zeichenbetonung sprechen muss. Denn meistens ist ein solches Stellum auf ein Zeichen und ein entsprechendes Feld bezogen. In manchen Fällen kann es sich über zwei Zeichen und auch zwei Felder erstrecken, aber in der Regel ist es andersherum. Dann bekommen vor allen Dingen das Feld und das Zeichen eine ungeheure Bedeutung. Und es lohnt sich nach der Erfahrung, mehr über dieses Feld und Zeichen nachzudenken, als zu versuchen, was eh nicht gehen würde, diese Großkonjunktion mit den vielen, vielen, vielen einzelnen Konjunktionen irgendwie denkerisch zu überschauen.

Fächer

Die letzte Figurine ist der Fächer. Der Fächer setzt sich nur aus Oppositionen zusammen. Wobei ein Planet einer Großkonjunktion gegenübersteht und sich dadurch ein Fächer bildet. Der Fächer ist immer eine Figurine, die mit erheblichen partnerschaftlichen Schwierigkeiten, beziehungsweise mit einem erheblichen Interesse an Mitmenschen - das kann man jetzt positiv oder negativ sehen - verbunden ist. Je nachdem, auf welcher Felderachse die Figurine verläuft, muss dann diese entsprechende Achse - die kann von eins nach sieben, von zwei nach acht, von drei nach neun, von vier nach zehn, von fünf nach elf oder von sechs nach zwölf laufen - muss man diese Achse in einem ganz besonderen Ausmaß berücksichtigen.

Wenn man beispielsweise diesen Fächer vom dritten zum neunten Feld hat (oder umgekehrt), dann haben wir es hier mit der Denkachse zu tun. Und dann wird das Mitmenschliche, vor allen Dingen auf eine intellektuelle oder philosophische Art und Weise, angegangen werden wollen. Wir haben zum Beispiel ein Horoskop von Jean-Paul Sartre, der hat genau so einen Fächer vom dritten ins neunte Feld oder umgekehrt gesehen. Und der hat sich intellektuell-philosophisch - auch im Sinne der Mitmenschen, man denke mal an die Studentenrevolution der Sechzigerjahre - ganz stark eingebunden. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass man bei einem Fächer, der sich aus einem letzten Endes nicht interpretierbaren Stellum zusammensetzt, vor allen Dingen auf die Achse geht, auf die Felderachse, in der dieser Fächer auftaucht.

 

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