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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Konstellation Saturn-Waagevenus

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

SATURN-WAAGEVENUS

Ähnlich wie bei der Mars-Saturn-Konstellation erscheint auch hier innerlich ein Quadrataspekt, übertragen auf die Tierkreisprinzipien zwischen dem Waage-Zeichen und dem Steinbock-Zeichen. Insofern können wir davon ausgehen, dass die Waagevenus-Saturn-Konstellation schon eine gewisse Schwierigkeit in sich trägt - die allerdings vorab gesagt durchaus lebbar ist - weil die beiden Prinzipien der Waage und des Steinbocks doch sehr diametral entgegengesetzt sind. Wir haben es hier, wenn man das innere Wesen der Konstellation zu ergründen versucht, im Grunde genommen mit dem Bild der versperrten Zugänge zu tun. Das heißt, was den Zugang symbolisiert, ist die Waage oder das 7. Feld, das den Bereich des Du markiert. Das Du stellt im psychologischen Sinne auch all das dar, was unsere eigene Person im körperlich-seelisch-geistigen nicht ausmacht. Und zu diesem Du sind die Zugänge versperrt. Um es mal am Anfang jetzt sehr einfach auszudrücken: es geht hier im weitesten Sinne um Kontaktschwierigkeiten, die sich auf all die Bereiche im Sinne von Dingen und Menschen beziehen, die nicht in mir oder an mir im Leben existieren. Dieser Zugang zu all diesen Dingen, die das Nicht-Ich betreffen, ist versperrt.

Da wir den dritten Quadranten als den Bereich des Geistigen ansehen - also vor allen Dingen im Sinne von Bildern, die im Waage-Prinzip oder im 7. Feld aufgenommen werden - können wir auch sagen, dass im Sinne der versperrten Zugänge zum Nicht-Ich, also auch die Bildaufnahme, die das 7. Feld oder das Waage-Prinzip auch kennzeichnen, mehr oder weniger unterlaufen wird, beziehungsweise verboten ist. Insofern als ein Schlagwort für das innere Wesensbild von Waagevenus-Saturn: die verbotenen Bilder. Der versperrte Zugang bedeutet, dass die Bilder, die von außen herandrängen und im Leben aufgenommen werden wollen, um sich an ihnen zu orientieren, dass diese Bilder verboten sind. In dem Sinne ist der Zugang versperrt. Man hat aufgrund dieses Verbotes einen Zugang nicht erteilt bekommen. Und das führt letzten Endes dazu, dass man bei sich bleiben muss, was das Inhaltsbild der Isolation ergibt. Ein Waagevenus-Saturn-Mensch ist tendenziell durch eine Neigung, isoliert zu sein, also tendenziell durch eine Neigung charakterisiert, die Wege, die sich normalerweise bieten, nicht zu gehen, weil sie verboten sind. Und dieses inhaltliche Bild der Isolation - psychologisch vereinfacht ausgedrückt der Kontaktschwierigkeit oder der Kontakthemmung - ist dann auch übertragbar auf das entsprechende Formbild. Es ergibt sich also aus der Isolation die Kontakthemmung. So ergibt sich also aus dem Inhalt die Form.

Die Beschreibung des Verhaltensbildes ist im Prinzip wie bei allen Konstellationen, also auch hier bei Waagevenus-Saturn sehr vielfältig. Ich wähle als Verhaltensbild immer dasjenige des sogenannten Mauerblümchens. Darunter kann man sich recht gut etwas vorstellen, und es ist selbstverständlich die Beschreibung des Verhaltens eines sehr unentwickelten Waagevenus-Saturn-Menschen. Deutlich wird an dem sogenannten Mauerblümchen, dass da durchaus auch ein Leiden eine Rolle spielt. Das dieser Mensch, den man als Mauerblümchen sehen möchte oder sehen kann, sehr wohl an seiner Situation - das heißt an der Isolation, beziehungsweise an der Gehemmtheit im Kontaktaufnehmen - leidet.

Jetzt ist an dieser Stelle allerdings wichtigster Weise zu sagen, dass das Leiden dieser Konstellation nicht ein seelisches ist. Das ist sehr wichtig, denn wir haben bereits eine Konstellation, um ein saturnisches Leiden im Seelischen zu bezeichnen und zu benennen, und das ist die Mond-Saturn-Konstellation. Die Waagevenus-Saturn-Konstellation leidet im geistigen Sinne. Es sind also die Gedanken, die das Leiden hervorrufen. Nicht ein seelischer Schmerz. Ich bitte Sie unbedingt, das zu beachten, damit Sie später beim Interpretieren von Horoskopen oder gar bei ernsthaften wichtigen Gesprächen mit Menschen, keinen ganz, ganz entscheidenden Fehler machen. Hier krankt nicht die Seele, sondern hier krankt der Gedanke. Und der Gedanke ist es, der das Prinzip der Kontakthemmung, was das Formbild angeht, hervorbringt.

Wie so oft bei bestimmten schwierigen Konstellation innerhalb der Astrologie können wir auch hier sagen, dass die Angst, die sich hier vor dem Du zeigt, bereits auch schon in der Kindheit in entsprechenden Erfahrungen und Erlebnissen - das heißt in der inneren Welt der Erfahrungen, in der äußeren Welt der Erlebnisse - angelegt gewesen ist. Denn das Kind hatte oft nur wenige, beziehungsweise keine Möglichkeiten, anderen Menschen angstfrei zu begegnen. Möglicherweise gab es hier ein paar Schlüsselsituationen, möglicherweise gab es hier Menschen, die eine gewisse Angst berechtigterweise oder unberechtigterweise, das ist ganz egal, eingeflößt haben. Das bedeutet, dass man anderen schon in früheren Kindesjahren mit einer großen Reserviertheit, beziehungsweise einer gewissen Skepsis, begegnet ist.

Das Du ist in dem Sinne eine Art Fremdkörper, ein Störenfried gewesen, den man als etwas erlebt hat, was eindringen will, was aber im Grunde genommen nicht gewünscht war. Und so hat man eine Mauer gebaut, dem Du beziehungsweise Nicht-Ich gegenüber, um sich vor dem entsprechenden Eindringling zu schützen. Nur wird das vor allen Dingen in frühen Jahren nicht unbedingt gelungen sein. Und so wird man sich Hilfestellung gesucht haben, möglicherweise auch bei den Eltern. Die haben dann den Mechanismus des Abgrenzens anderen gegenüber im Sinne der Skepsis verstärkt. Das heißt sie haben dem Kind möglicherweise gesagt, indirekt also geholfen, sich von anderen abzuschotten und nicht zu viel Austausch mit dem Du zuzulassen.

Dies heißt eigentlich nichts weiter, als dass in frühen Jahren schon dem Kind unbewusst klargeworden ist, dass mitmenschliche Beziehungen in einer gewissen Art und Weise doch immer einer Regelung bedürfen. Und so entsteht dann schon in frühen Jahren der Hang, der für die Konstellation auch sehr typisch ist, Beziehungen formell zu regeln. Was also auf Erwachsene bezogen heißt, dass sie das Bedürfnis haben, zu heiraten. Denn zumindest in unseren Gegenden ist die Heirat, die Ehe, eine Möglichkeit, eine Beziehung zwischen zwei Menschen auf der formalen Ebene zu regeln. Das Problem dabei ist nicht, dass die Ehe an sich eingegangen wird, sondern eher, dass das nur auf einer äußeren Ebene passiert. Das heißt, dass die formelle Regelung sich nur auf den äußeren Bereich des Lebens übertragen lässt, und dass man innerlich die Verbindung, möglicherweise sogar auf der seelischen Ebene, gar nicht eingeht. Und das ist dann selbstverständlich ein ganz großes Problem, was sich da auftut. Denn man wird letzten Endes dann eine bewusste oder auch unbewusste Angst entwickeln, dass diese äußere, formelle Geregeltheit der Beziehung zu diesem Menschen, dass die möglicherweise nicht haltbar ist. Und man wird dann entweder versuchen, sich selber in Abhängigkeit von dem anderen zu bringen, oder wenn dies nicht gewollt wird, den anderen in eine Abhängigkeit zu bringen, aus der er möglichst nicht ausbrechen soll, damit die Form des Zusammenlebens gewahrt bleibt. Selbst dann, wenn das Innere dieser Form in keiner Weise entspricht.

Normalerweise kann man davon ausgehen, dass Menschen mit Waagevenus-Saturn auf unentwickeltem Niveau viel zu lange in Beziehungen, die sie mal aus diesem formellen Regelungswunsch heraus eingegangen sind, dass sie aus diesen Beziehungen, die eigentlich innerlich abgestorben sind, die also im Grunde genommen wie ein verdorrter Ast am Baum noch hängen, dass sie da nicht herauskommen wollen. Und es gibt ein sehr einfaches körperliches Symptom, nämlich den Nierenstein, der immer bei Menschen auftaucht, die genau in dieser Art von Beziehungen leben. Man kann das auch etwas anders ausdrücken, indem man formuliert, dass bei Waagevenus-Saturn die Liebe als eine Pflicht empfunden wird, die man zu erfüllen hat. Und so ist es relativ selten, dass Waagevenus-Saturn-Menschen den anderen verlassen, beziehungsweise es in der Regel als äußerst tragisch empfinden, wenn der andere sie verlässt. Denn Liebe als Pflicht bedeutet dann letzten Endes auch, dass man sich aus dieser Verpflichtung, die man eingegangen ist, selbst wenn sie gar keine seelische Grundlage hat, dass man sich aus dieser Verpflichtung nicht einfach heraus stehlen kann. Und dann muss man das immer im Zusammenhang sehen mit dem Preis, den man dafür zu zahlen hat. Aber der ist meistens relativ hoch. In dem Sinne, dass man eine innere, eine seelische Unzufriedenheit hat, beziehungsweise ein recht schmerzhaftes seelisches Dasein führt. Und das kann natürlich nicht die Grundlage einer gesunden, erwachsenen und glückbringenden Beziehung sein.

Was die Sexualität angeht, kann man sagen, weil ja die Waagevenus durchaus auch etwas mit diesem Bereich zu tun hat, dass hier die leichteren Ebenen, die man mit Erotik oder mit Flirt bezeichnen könnte, dass diese Ebenen hier auch mehr oder weniger als verbotene Bilder, als gesperrte Zugänge anzusehen sind. Das heißt man mag eigentlich keinen Smalltalk. Man mag auch keine oberflächlichen Verhaltensformen an den Tag legen. Man sieht möglicherweise Sexualität auch als etwas sehr Schwieriges an. Als etwas sehr Wichtiges, aber gleichermaßen auch sehr Schwieriges. Und das kann bedeuten, dass in den allerschwersten Fällen dieser Konstellation auch hier Depressivität aufgrund von sexuellen Störungen auftaucht. Beziehungsweise dass die Enttäuschungsbereitschaft, die durch den Saturn hier symbolisiert wird, dass die Enttäuschungsbereitschaft dem anderen gegenüber unbewusst überhandnimmt. Und man dann den anderen, ohne dass man merkt, was geschieht, selbst unbewusst scheitern lässt. Aus meiner praktischen Erfahrung können auch nur winzigste, aus der Sicht anderer sogar lächerliche, Details dazu führen, dass man eine Beziehung, obwohl man den Hang zur formellen Regelung und zum Erfüllen der Beziehung in sich trägt, scheitern lässt.

Ich hatte mal eine Frau in einem astrologischen Gespräch, die erzählte mir mit dieser Konstellation, dass sie sich von ihrem Mann nach vielen Jahren hat scheiden lassen. Und man höre und staune bei dieser Konstellation, das ist eigentlich eher untypisch: weil er einen Pickel auf dem Rücken hatte. Das war ernsthafter Weise – und aus ihrer Sicht muss man das auch ernst nehmen – tatsächlich der Grund, warum sie sich hat scheiden lassen. Es ist heutzutage so, dass bei Scheidungsgerichten, also zumindest in Deutschland ist es so, durchaus solche Dinge sehr wohl zum Tragen kommen können und auch einen Grund darstellen können, warum man einem anderen nicht zumuten kann, sich mit diesem Menschen, bei dem nur eine Äußerlichkeit stört, weiter aufhalten zu müssen. Tatsache ist, dass tatsächlich ein Pickel auf dem Rücken dazu führen kann, dass man geschieden werden kann. Oder wenn jemand einen relativ unerträglichen Mundgeruch hat und derartiges.

Das kann man natürlich alles sehr wohl verstehen, das ist überhaupt keine Frage. Aber wir wissen, dass sämtliche Lebensphänomene im Grunde genommen jedem Menschen passieren können. Es kommt immer drauf an, wie er diese jeweiligen Phänomene des Lebens verarbeitet. Und ein Waagevenus-Saturn-Mensch wird auf solche Vorgänge, die aus der Sicht anderer möglicherweise nur Bagatellen sind, in einer ganz anderen Art und Weise reagieren. Auch deshalb, weil das Waage-Prinzip, wie wir ja wissen, für die Ästhetik, also für das Schöne im Leben steht. Und nun, um es mal ganz grob zu sagen – ein Pickel auf dem Rücken ist ein Makel. Und der wird natürlich von diesem Detektor, Waagevenus-Saturn, ganz schnell aufgespürt. Und wenn er dann aufgespürt ist, kann das zu erheblichen Störungen im mitmenschlichen Bereich kommen.

Fassen wir an dieser Stelle zusammen. Um nicht in die Isolation zu geraten, um also nicht den vielen kleinen, zum Teil auch bagatellhaft anmutenden Ängsten, die ein Waagevenus-Saturn-Mensch hat, zu erliegen, sollte er auf jeden Fall versuchen, einen dauerhaften Kontakt zu Mitmenschen zu pflegen und den auch dann aufrechtzuerhalten, wenn er meint - und das geschieht in der Regel relativ früh - dass es Störungen in der Beziehung gibt. Man muss mit Hilfe des Saturns, und dafür steht er sehr wohl auch, lernen, eine gewisse Geduld aufzubringen. Aber nicht in dem Sinne, dass man Dinge nur aussitzen oder sich dann sozusagen festsetzt in einer Beziehung, obwohl man eigentlich raus wollte. Sondern eine Geduld aufzubringen, an einer Beziehung zu arbeiten, um dann die Beziehung so einzurichten, dass sie für alle Beteiligten glücklich geführt werden kann. Das ist die Hauptaufgabe, die für den Waagevenus-Saturn-Menschen ein Leben lang normalerweise ansteht. Also Beziehung heißt Arbeit.

 

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