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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Konstellation Uranus-Sonne

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

URANUS-SONNE

Wir beschäftigen uns in dieser Lektion mit der Konstellation Sonne-Uranus. Diese Konstellation nimmt, wie zugegebenermaßen einige andere auch, eine Sonderstellung ein. Und zwar aufgrund der Tatsache, dass sie eine für den Menschen insofern sehr bedeutsame Konstellation ist - unabhängig davon, ob man sie im Radixhoroskop hat oder nicht - als sie sehr viel mit der Weiterentwicklung in höhere Grade der Bewusstheit über das Menschliche an sich beinhaltet. Sonne-Uranus ist sicherlich wie kaum eine andere Konstellation dazu geeignet, den Menschen den Blick zu öffnen für die Weite, die das Leben prinzipiell für den Menschen bereithält, wenn er denn nur gewillt ist, diese Weite auch zu sehen. Insofern glaube ich, ist Sonne-Uranus, wenn es um Weiterentwicklung für die allermeisten Menschen in wichtiger Weise geht, eine sehr hilfreiche Konstellation. Wobei natürlich in jedem Einzelfalle offenbleibt, ob man die entsprechende Hilfe - vor allen Dingen, wenn sie im Radixhoroskop angelegt ist und sich jetzt nicht nur zeitweise im Leben zum Beispiel durch Transite oder anderweitige Auslösungen ergibt - ob man diese Hilfe auch annehmen möchte. Das ist natürlich eine andere Frage. Auch diese Hilfe ist natürlich an bestimmte Bedingungen gekoppelt. Bedingungen, die im Sinne von Lösungen von Problemen, die vor der angebotenen Hilfe dann stehen, zu verstehen ist. Sicherlich ist Sonne-Uranus eine relativ schwierige Konstellation, um sie im Leben einigermaßen leben zu können. Ich sage mal: sie hilft, wenn man die Schwierigkeiten erkannt hat und sich auf den Weg begibt, sie zu lösen.

Das innere Wesensbild der Sonne-Uranus-Konstellation ist beschreibbar mit dem Begriff des Himmels. Was die potenzielle Möglichkeit des Menschen symbolisieren soll, den Überblick über sich und das Leben an sich zu bekommen. Der Himmel ist das Symbol für die Weite, für die Unendlichkeit, die sich an den Himmel anschließt. Und insofern ist der Himmel auch das Symbol für eine Dimension im Leben, die den Menschen überspannt und die ihm deshalb die Möglichkeit gibt, sich in diese Dimension – wenn er es denn möchte – jederzeit zu erheben. Zu erheben in dem Sinne, als die wassermännische Bewegungsrichtung, die ja hier im Sonne-Uranus-Thema eine Rolle spielt, immer die Richtung nach oben ist - wie Sie sicherlich noch wissen. Das sich erheben führt auch dazu, den sogenannten Über-Blick zu erhalten. Man kann sich über die Dinge erheben im Sinne einer – psychologisch gesagt – Objektivität der Seele oder des geistigen Bewusstseins. Und dieses sich über die Dinge erheben können, das kann man jetzt auf verschiedene Arten und Weisen verstehen, wobei wir die Unterschiede später besprechen. Dieses sich über die Dinge erheben können ist prinzipiell immer eine Möglichkeit, ein Problem sozusagen von den Fesseln, die es beinhaltet, zu befreien. Und sich zunächst mal ungehindert, ohne das Problem direkt gleich gelöst zu haben, mit der Frage zu beschäftigen, wie denn die Lösung überhaupt möglich wäre.

Es gibt einen sehr interessanten Ausspruch von einem relativ bekannten Management-Trainer. Der hat einmal gesagt, man solle nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken. Was also auch bedeuten soll, dass der Mensch lernen muss, dass er, schon bevor im Grunde genommen ein Problem wirklich gelöst ist, davon ausgehen sollte, dass es lösbar ist. Und man in dem Sinne eine Einstellung entwickeln sollte, die die Lösung in den Mittelpunkt stellt, die also lösungsorientiert ist und nicht problemorientiert. Man kann ja ein Problem betrachten, ohne dabei an eine mögliche Lösung zu denken. Was mit Sicherheit dazu führt, dass man das Problem nur sehr schwer oder eventuell gar nicht löst. Wenn man bei einem Problem sofort versucht, an die Lösung heranzugehen, und das ist eigentlich Originalton auch Sonne-Uranus, dann wird man sehr wohl die Möglichkeit haben, sich nicht gebunden zu fühlen von dem Problem an sich, also in dem Problem gefangen zu sein. Sondern im Sinne einer Ungebundenheit, oder wie wir später beim Verhaltensbild sagen werden, einer Unverbindlichkeit, die Verbindung zu dem Problem an sich zu kappen und zu versuchen, lösungsorientiert das Problem in die Lösung zu wandeln.

Der Himmel, beziehungsweise das, was wir den Überblick nennen, sei also das innere Wesensbild von Sonne-Uranus. Und dieses Wesensbild des Himmels, der Weite, des Ungehindert-seins, fließt jetzt ein in den Inhalt und die Form, die Sonne-Uranus annehmen kann. Das inhaltliche Bild ist interessanterweise bei Sonne-Uranus auch sehr stark gekoppelt an ein bestimmtes vorgeburtliches Geschehen, auf das wir dann gleich noch eingehen müssen. Dieses inhaltliche Bild ist zu beschreiben als eine Flucht aus dem Leben, beziehungsweise auch als eine Flucht vor dem Leben. Es gibt mindestens diese beiden Möglichkeiten der begrifflichen Ausnutzung, was vorgeburtlich Folgendes bedeutet.

In der Regel ist es so, dass ein Mensch mit Sonne-Uranus immer dann geboren wird, wenn bereits vorgeburtlich eine sogenannte Bedrohung des Lebens stattgefunden hat. Und eine vorgeburtliche Bedrohung des Lebens findet klassischerweise dadurch statt, und das ist in circa 50 Prozent der Fälle von Sonne-Uranus-Menschen auch tatsächlich so, dass die Mutter möglicherweise darüber nachdenkt, und das kann sie sehr wohl auch unbewusst tun, ob sie das Kind haben möchte oder nicht. Das heißt um es sehr einfach in eine Formel zu bringen: die Mutter denkt bewusst oder unbewusst an Abtreibung. Und das ist natürlich aus der Sicht des Kindes eine massive Bedrohung des eigenen Lebens und löst nichts anderes als Panik aus. Gleichzeitig befindet sich das Kind aber hier fatalerweise in der Situation, aus diesem Gefühl der Mutter nicht flüchten zu können. Das heißt das Kind ist dieser Bedrohung des eigenen Lebens allein durch den schon unbewussten Gedanken der Mutter an eine mögliche Abtreibung hilflos ausgeliefert und kann nicht flüchten.

Die Fluchtwege sind hier versperrt. Denn das Kind liegt ja im Bauch der Mutter und kann in dem Sinne nicht raus. Sicherlich wissen Sie, es gibt Situationen, die wir als Frühgeburt oder auch als Fehlgeburt bezeichnen. Im ersten Fall, wenn es zu einer Frühgeburt kommt, dann ist sehr, sehr häufig Sonne-Uranus im Spiel. Das heißt, das Kind versucht mit aller Kraft, die es dann wahrscheinlich auch zur Verfügung hat, den Geburtsvorgang so schnell wie möglich zu vollziehen, um eben aus der Bedrohung herauszukommen, also ins Leben zu kommen, also zu überleben. Bei einer Fehlgeburt können wir natürlich davon nicht sprechen, und wir haben ja dann in der Regel auch kein Horoskop zur Verfügung, weil dieser kleine Mensch dann auch nicht lebt.

Die Bedrohung, die vorgeburtliche Bedrohung des Lebens, kann im anderen Fall - das sind sozusagen die anderen 50 Prozent an Möglichkeiten, die man normalerweise feststellen kann - zum Beispiel auch dadurch geschehen, dass die Mutter einen mehr oder weniger großen Schreck oder eine Schocksituation in ihrer Schwangerschaft erlebt. Das kann zum Teil sogar nur durch scheinbare Bagatellen ausgelöst werden, zum Beispiel, dass die Mutter auf einem Treppenabsatz stolpert und einen enormen Schreck bekommt, weil sie sich vielleicht auch den Knöchel verstaucht oder derartiges. Selbstverständlich kann es auch sein, dass die Mutter möglicherweise einen schweren Verkehrsunfall hat, während sie schwanger ist, was natürlich auch ein Schock im wahrsten Sinne des Wortes darstellt. Und das dann in dem Sinne auch aus der Sicht des Kindes subjektiv bedeutet, dass auch das Kind an seinem Leben bedroht ist. Selbst wenn eine tatsächlich objektive Lebensbedrohung möglicherweise aus medizinischer Sicht gar nicht gegeben war. Aber das ist ja für das Kind, für den Menschen an sich, der ja subjektiv die Dinge empfindet, vollkommen unwichtig, was objektiv richtig oder falsch ist. Wenn man den Eindruck hat, hier ist eine Schreck- oder Schocksituation, die mich möglicherweise in meinem Leben bedroht, dann ist das eben so. Und wir müssen, wenn Sonne-Uranus im Spiel ist, immer davon ausgehen, dass dem so war.

Die vorgeburtliche Lebensbedrohung ist dann ein vorgeburtliches Geschehen, das die Flucht aus dem Leben oder die Flucht vor dem Leben in einer besonderen Weise schon in ein Bild, in einen Erlebnisvorgang drängt. Die klassische Form der Flucht vor dem Leben ist in dem Sinne auch die vorgeburtliche Lebensbedrohung. So ist die Flucht vor dem Leben der Inhalt und die vorgeburtliche Lebensbedrohung die Form, in der sich dieser Inhalt zeigt. Letzten Endes entsteht, was das Verhaltensbild angeht, die Unverbindlichkeit. Sonne-Uranus ist die pure Unverbindlichkeit in dem Sinne, wie es vorher am Anfang der Lektion auch schon erwähnt worden ist - die Unverbindlichkeit, die einen im Prinzip, positiv gesehen, sehr wohl in die Lage versetzen kann, in einem Problem bereits eine Lösung zu sehen, also wie gesagt lösungsorientiert zu leben.

Andererseits ist aber die Unverbindlichkeit natürlich auch in einer negativen Erscheinungsform vorhanden und führt dazu, dass viele Menschen mit einer Sonne-Uranus-Konstellation sich dem Leben gegenüber nicht verbunden fühlen und all den Inhalten, die das Leben hervorbringt, inklusiver sämtlicher Menschen, die im Leben eine Rolle spielen, auch eine Unverbindlichkeit an den Tag gelegt wird. Es ist eine ähnliche, wenn auch oft nicht ganz so tiefgehende Unverbindlichkeit im mitmenschlichen Bereich hier zu verzeichnen wie bei Mond-Uranus. Es ist relativ schwierig, Mond- und Sonne-Uranus direkt im Sinne der Unverbindlichkeit mitmenschlich zu unterscheiden, weil es da keinen objektiven Maßstab gibt, den wir bei jedem Menschen anlegen können. Insofern gibt es Menschen, die mit Sonne-Uranus mitmenschlich erheblich unverbindlicher sind als solche mit Mond-Uranus. Aber auch der umgekehrte Fall ist selbstverständlich möglich.

Die Unverbindlichkeit soll als Begriff darauf hinweisen, dass es hier eine fehlende Verbindung zum Leben und zu den lebendigen Impulsen gibt. Insofern ist die Verhaltensform eines Sonne-Uranus-Menschen häufig auch gekennzeichnet durch eine scheinbare Überlegenheit, ein scheinbares nicht tangiert-werden-können oder brauchen von lebendigen Impulsen. Also eine gewisse Kühle, die im Verhalten mitschwingt und die auf andere Mitmenschen oft einen zum Teil sogar auch beängstigenden oder zumindest sehr rätselhaften Eindruck macht. Denn viele Sonne-Uranus-Menschen sind selbst bei extremen menschlichen Vorgängen scheinbar wenig gerührt, beziehungsweise wenig erschüttert. Die Erschütterungen des Lebens scheinen möglicherweise vor allen Dingen den skorpionhaften Individuen oder auch den zum Teil schützehaften Individuen vorbehalten zu sein, um das jetzt mal so vereinfacht zu sagen. Der Wassermann oder das Sonne-Uranus-Prinzip, gleichwohl ähnlich auch das Mond-Uranus-Prinzip, hat wenig Absicht, seiner Erschütterung Ausdruck zu geben. Weil die Distanz zum Lebendigen, die letzten Endes durch die Flucht vor dem Leben selber, das zum Teil vorgeburtlich bedroht gewesen ist, das also dadurch ausgelöst werden kann.

Alles in allem müssen wir sagen, dass Sonne-Uranus sich im Leben um eine Stellungnahme bemühen muss. Vor allen Dingen dann, wenn es um persönliche Angelegenheiten geht. Denn den eigenen persönlichen Angelegenheiten gegenüber, für die die Sonne auch steht, ist man mit einer gewissen Entfernung und damit mit einer gewissen Fremdheit gegenüber ausgestattet. Man ist sich manchmal selber fremd, man ist sich selbst gegenüber in der Entfernung, und die Stellungnahme ist in dem Sinne relativ gering, man kümmert sich nicht ausreichend. Und in den meisten Fällen ist das ein allgemeiner Hinweis, der für Sonne-Uranus schon sehr nützlich ist, obwohl er aus der Sicht anderer Konstellationsbilder im Grunde genommen vollkommen unnötig ist.

 

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