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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Konstellation Neptun-Stiervenus

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

NEPTUN-STIERVENUS

Die Kombination vom Stier-Prinzip mit dem Neptunischen. Das heißt eine Stiervenus-Neptun-Konstellation, die sich formell ergeben kann durch einen Neptun im 2. Feld oder durch eine Stiervenus in Feld 12 oder in den Fischen, beziehungsweise über die Konjunktion, das Quadrat oder die Opposition zwischen den beiden Planeten. Diese Stiervenus-Neptun-Konstellation bedeutet mit Sicherheit, zumindest was die reale Existenzgrundlage des entsprechenden Horoskop-Eigners angeht, eine bis ins Mark gehende Verunsicherung. Was an sich weder von Vorteil, noch von Nachteil ist. In dem Sinne, dass man das auf keinen Fall zu bewerten hat - auch nicht in einer Welt, in der wir leben und in der die materiellen Umstände eine besondere Rolle spielen. Es ist in dem Sinne in jedem Falle wichtig, dass man die Konstellationen, also auch eine - was die Realitätsbezogenheit angeht – solch krasse Konstellation wie Stiervenus-Neptun, nicht bewertet. Letzten Endes wissen wir, dass die Umstände des Lebens, in denen man sich befindet - die abhängig sind von der Zeit, in der man lebt, von dem Ort, an dem man lebt, und so weiter - dass das im Grunde genommen nur Spiegelungen der eigenen inneren Zustände darstellen, beziehungsweise eine Spiegelung des Horoskops ist. Insofern können wir keine einseitige Bewertung der einen Seite vornehmen, zum Beispiel der äußeren Realität, ohne die andere Seite nicht auch begutachten zu müssen. Das bedeutet letzten Endes, wenn das neptunische Prinzip mit dem der Auflösung einhergeht und die stierhafte Venus das Prinzip der Verfestigung, der Verdichtung von Energie, also gleich der Materie ist, dass sich Materie schlicht und einfach auflöst, in einem sich auflösenden Zustand befindet.

Das ist an sich wiederum gar nichts Unmögliches oder Denkbares, denn Materie hat sowieso nur eine Tendenz zu existieren, das weiß man in der heutigen Teilchenphysik bereits. Nur diese Tendenz, zu existieren, wird hier in ein Extrem getrieben bei Stiervenus-Neptun, das in der Regel schon für den normalen Menschen größere Probleme aufwirft. In dem Sinne, dass er relativ häufig mit existenziellen, sprich also materiellen, Problemen zu kämpfen hat. Ob ihm das jetzt gefällt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Es gibt Menschen, um es mal mit unseren materiellen Maßstäben auszudrücken, die mit relativ wenig auskommen. Und das ist dann durchaus auch in dem Falle für einen solchen Menschen akzeptabel, wenn er das auf entsprechendem Entwicklungsniveau gelernt hat, die materiellen Dinge nicht über zu bewerten. Das wäre eine entwickelte Form von der Stiervenus-Neptun-Konstellation, Materielles nicht über zu bewerten.

Die gesamte materielle Welt, die gesamte aus Materie bestehende Realität, also sozusagen die Welt zum Anfassen, zum Kaufen und zum Verkaufen, diese Welt unterliegt einer extremen Schwächung. Diese findet normalerweise ihre Begründung in der Stillphase des Horoskop-Eigners, das heißt in der frühkindlichen Zeit, in den ersten Tagen und Wochen seines Lebens. Denn wir können hier wie bei fast allen problematischen Stierbetonungen sagen, dass wahrscheinlich das Kind nicht ausreichend gestillt worden ist, und zwar nicht ausreichend im Sinne seines eigenen subjektiven Empfindens. Dieses nicht ausreichende gestillt-worden-sein führt dann zu einer Angst in der Realität, mit dem eigenen Körper nicht überleben zu können. Möglicherweise sind diese Ängste verdrängt, das wäre sehr typisch für eine neptunische Konstellation, aber sie sind natürlich dennoch vorhanden. Und werden auch im verdrängten Zustand das Verhalten eines entsprechenden Menschen sehr, sehr stark beeinflussen.

Das Wesensbild für die Stiervenus-Neptun-Konstellation ist der Immaterialismus. Sozusagen das Bild einer Welt, in der Materie eigentlich nicht existiert. Was anstelle dessen existiert, bleibt offen. Wir können es Geist nennen, das Geistwesen, wir können es das Spirituelle nennen, wir können es die transzendente Energie nennen. In jedem Falle ist es eine Welt, in der es nicht zur Verdichtung von Energie, sprich zur Bildung von Materie, gekommen ist. Das ist das eigentliche Wesensbild, der Immaterialismus. Das führt dazu, dass wir Inhalt und Form beschreiben können als in der Schwebe hängend, beziehungsweise als fehlende Sicherung. Das inhaltliche Bild ist das Bild des in der Schwebe seins. In der Schwebe sein heißt, nichts berühren zu können, was materieller Gestalt ist. In der Schwebe bedeutet auch, sich nicht an einem Ort niederlassen zu können, sozusagen obdachlos zu sein, ohne Revier zu sein.

So stellen wir oft fest, dass Menschen, die tatsächlich in dramatischen Lebenssituationen zur Welt gekommen sind, diese Konstellation haben. Also in entsprechenden Übergangssituationen gelebt haben. Man stelle sich ein Bild aus dem Tierreich vor: eine Löwin, die aus ihrem Rudel vertrieben worden ist, bringt ein Löwenbaby zur Welt. Mitten in der Steppe. Und dieses Kind fällt dann auf den Boden der Steppe, wird von der Mutter aber gleich wieder aufgehoben nach der Geburt und beide ziehen weiter. Also eine Revierlosigkeit, im krassen Falle auch ein Umherirren in einer Welt, in der eine Grenze nicht gefunden werden kann, also ein einzelnes, eigenes Revier nicht gesteckt werden kann. Das inhaltliche Bild, also das in der Schwebe seiend, führt im Formbild dazu, dass eine fehlende Sicherung vorhanden ist, die über das Revier mit Sicherheit auch gegeben wird. Eine fehlende Sicherung im Leben bedeutet auch, im Sinne der Gestalt und Form, in der Schwebe sein.

Letzten Endes muss das dazu führen, wenn Sie sich auch den Immaterialismus des Wesensbildes vor Augen führen, dass das Verhaltensbild, was letzten Endes entstanden ist, immer dasjenige ist, in dem Realitätsprobleme auftauchen. Das ist jetzt natürlich eine sehr allgemeine Aussage: Stiervenus-Neptun im Verhalten gleich Realitätsprobleme. Aber man kann das zunächst nicht weiter differenzieren oder spezieller ausdrücken. Das muss dann der Betrachtung jedes einzelnen Horoskops überlassen bleiben. Denn es gibt natürlich von Mensch zu Mensch sehr große Unterschiede, wie er seine Stiervenus-Neptun-Konstellation, hauptsächlich aufgrund der Rahmenbedingungen seines Lebens, leben kann. Insofern ist es aber mit Sicherheit trotzdem als roter Faden immer zu erkennen, dass die Realität, also die materielle Existenz, großen Schwankungen, wenn nicht sogar permanenten Störungen und Schwierigkeiten, unterworfen ist.

Wie anfangs erwähnt, ist es bei dieser Konstellation unbedingt notwendig, den materiellen Dingen im Leben einen angemessenen Stellenwert zu geben. Das heißt es darf auf keinen Fall mit dieser Konstellation übertrieben werden. Also ein Materialist, der aus kompensatorischen Gründen mit dieser Konstellation natürlich auch existieren kann, das ist mit Sicherheit eine unentwickelte Form der Konstellation. Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht, ich sage jetzt mal, verhungern. Denn man muss letzten Endes auch dafür sorgen, dass das Leben, was einem von Gott geschenkt worden ist, auch aus eigenen Kräften – so gut es geht, je nach den Möglichkeiten, die man hat – erhalten werden sollte. Man muss also das eigene Leben und damit also auch die physische Existenz, den eigenen Körper, auch mit dieser Konstellation hegen und pflegen. Obwohl wir natürlich viele Leute kennen, die genau dieses aufgrund ihrer Stiervenus-Neptun-Konstellation nicht tun. Die vernachlässigen ihren Körper, ernähren sich ungesund, schlafen zu wenig und treiben Raubbau mit ihren körperlichen Kräften. Und das wären alles Hinweise auf eine unentwickelte Stiervenus-Neptun-Konstellation.

 

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