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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Konstellation Neptun-Jungfraumerkur

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

NEPTUN-JUNGFRAUMERKUR

Wenn wir uns über die Jungfraumerkur-Neptun-Konstellation unterhalten, dann muss zunächst Folgendes gesagt werden. Der Merkur ist ja, wie Sie wahrscheinlich noch wissen, sehr wohl in der Lage, zwischen dem Jungfräulichen und dem Zwillingshaften hin- und her zu springen. Das heißt also innerhalb eines Horoskops können wir normalerweise von einer eher jungfräulichen oder eher zwillingshaften Betonung des Merkurs ausgehen. Aber das hindert ihn keineswegs nach aller Erfahrung daran, sozusagen zwischen diesen beiden Lebensebenen oder astrologischen Formen zu springen. Daher möchte ich Sie noch mal daran erinnern, wenn Sie eine Jungfraumerkur-Neptun-Konstellation in einem Horoskop vorfinden, dass Sie immer auch damit rechnen müssten, dass sich das, was jetzt hierzu gesagt werden soll, nicht zeigt, sondern anstelle dessen ein Zwillingsmerkur-Neptun-Thema. Das gilt natürlich auch umgekehrt. Wenn Sie den Zwillingsmerkur-Neptun im Horoskop vorfinden, kann das auch über das Jungfräuliche sich ausleben. Das hat unter anderem, nach der bisherigen Erfahrung damit zu tun, dass vor allen Dingen der Merkur in Verbindung zu Neptun oder Uranus - weil diese beiden Prinzipien relativ grenzüberwindend sind - keine Schwierigkeiten hat, sozusagen das Hemd zu wechseln. Bei Merkur-Saturn und Merkur-Pluto können wir das auch feststellen, aber nicht in so einem großen Umfang.

Jungfraumerkur-Neptun ist eine gut lebbare Konstellation, die nur in speziellen Einzelfällen, die es natürlich immer im Sinne der Ausnahme von der Regel gibt, sehr problematisch werden kann. Wir haben es vom inneren Wesensbild hier mit dem zu tun, was man unter Aufmerksamkeit an sich verstehen kann. Aufmerksamkeit ist hier in einem sehr tiefgehenden und weitumfassenden Sinne gemeint. Wenn ich mich beispielsweise daran erinnere, dass in manchen Büchern, in denen Geschichten über den Zen-Buddhismus erzählt werden, wenn dort zum Beispiel steht, dass der Schüler den Meister fragt: „wie kann ich Erleuchtung erlangen“, also eine Standardfrage, dann ist manchmal die Antwort des Meisters: Aufmerksamkeit. Und wenn dann gefragt wird: „wie kann ich denn Aufmerksamkeit erlangen“, dann ist die Antwort: Aufmerksamkeit. Durch den neptunischen Einfluss auf den Jungfraumerkur geht es hier um eine Wahrnehmung im Sinne von Umfang der Wahrnehmung und Zielgerichtetheit der Wahrnehmung, die weit über das der Jungfrau hinausgeht. Jungfrau als 6. Lebensprinzip ist Wahrnehmen, Analysieren und Anpassen. Wobei das Wahrnehmen dann gleich auch dem letzten Glied in der Kette, nämlich der Vernunft, sein kann. Das Wahrnehmen der Jungfrau ist, wie Sie wissen, rückwärts im Tierkreis auf den Löwen bezogen. In dem Sinne versucht die Jungfrau Schaden von der Seele abzuwenden, der durch das Leben selbst (dem Löwen) entstehen könnte. Wenn die Jungfrau sich allerdings mit dem Neptun verbindet, beziehungsweise umgekehrt, dann wird der Blick nicht mehr auf das eigene Innen, auf die Subjektivität gerichtet, sondern auf das Neptunische.

Und dort haben die Dinge eigentlich keine Gestalt mehr, keine Form mehr, sie tragen keinen Namen mehr, sie sind in dem Sinne das Immaterielle oder Metaphysische. Wie soll man derartiges wahrnehmen? Die Antwort ist relativ einfach: Aufmerksamkeit. Das heißt die Wahrnehmung muss geschult, verfeinert werden, auf Bereiche, die aus der neptunischen Sicht wirklich wichtig sind. Aus der jungfräulichen Sicht nicht unbedingt von Anfang an. Aber aus der neptunischen in jedem Falle. Und so muss ein Jungfraumerkur-Neptun-Mensch lernen, schon möglichst in frühen Jahren den Blick in die Weite zu richten. Und nicht in den Kleinigkeiten, in den Details des Lebens sich zu verfangen, was natürlich der Jungfrau mit Vorliebe passiert. Sodass sie nicht über den Tellerrand gucken kann und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Insofern können wir, wenn wir vom Wesensbild der Aufmerksamkeit sprechen, Inhalt und Form auf folgende Art und Weise beschreiben. Das Inhaltliche ist das Prinzip der Wachheit. Ein Zustand, der schon der Jungfrau innewohnt - übrigens ist die Jungfrau auch Koffein, davon bleibt man auch wach. Nur ist die Wachheit hier, wenn sich das Jungfraumerkur-Prinzip mit dem Neptun verbindet, eine Wachheit, die sehr wohl auch „mit geschlossenen Augen“ erlebt werden kann. Es ist nicht direkt der Schlaf, aber es ist eine Wachheit, bei der die Aufmerksamkeit in jedem Falle in eine andere Dimension zielt. Die Form, die sich daraus ergibt, könnten wir als den Tagtraum beschreiben. Oder einen Menschen als Tagträumer. Der dann im negativeren Sinne beschrieben eine gewisse Unfähigkeit in sich trägt, Vernunft an den Tag zu legen. Ein Tagträumer ist jemand, der einiges übersieht, was in der realen Umwelt vor sich geht. Weil sein Blick auch mit Hilfe der hier besprochenen Konstellation auf die Weite gerichtet ist.

Die Unvernunft ist letzten Endes eine Verhaltensform, die wir bis zu einem gewissen Maße bei Jungfraumerkur-Neptun tolerieren sollten. Die Unvernunft kann in unentwickelten Fällen dieser Konstellation so weit gehen, dass man beginnt, sich selber oder auch anderen zu schaden. Und dann ist eine gewisse Sorge berechtigt. Normalerweise sollte man aber bei Jungfraumerkur-Neptun-Menschen keine zu strengen Maßstäbe anlegen, was die Vernunft im Leben angeht.

Es gibt Menschen, für die Vernunft nichts Lebenstötendes ist, sondern nur Vorteile zu bieten scheint. Diese Menschen werden sicherlich mit Jungfraumerkur-Neptun-Menschen gewisse Probleme bekommen. Aber jeder darf und muss bis zu einem gewissen Grad so sein können, wie er es möchte, wie es seiner Anlage entspricht. Wenn er aber anfängt, dadurch anderen zu schaden, dann würde man schon sagen, dass die Grenze überschritten ist. Aber bis diese Grenze erreicht ist, soll er versuchen, sich zu leben. Und die Unvernunft, die im Verhalten der Jungfraumerkur-Neptun-Menschen normalerweise auftaucht, ist kein Makel, sondern ist nichts weiter als die Verhaltensfolge der entsprechenden inhaltlichen oder wesenshaften Abbildungen, die dieser Mensch in sich trägt.

Das Wort „Aufmerksamkeit“, vorhin im Zusammenhang mit dem Wesensbild genannt, kann bisweilen auch in der Realität, vor allen Dingen auf unentwickeltem Niveau, sehr zu wünschen übriglassen. Insofern können wir die Aufmerksamkeit und die Unvernunft, beziehungsweise besser gesagt, die fehlende Aufmerksamkeit und die Unvernunft, in eine Reihe stellen. Und Sie sollten deshalb davon ausgehen, dass ein Jungfraumerkur-Neptun-Mensch ab und zu von anderen darauf aufmerksam gemacht werden sollte, dass er bestimmte Dinge übersieht. Es können relativ unwichtige, das können aber auch äußerst wichtige Dinge im Leben sein. Und wenn dies überhand nimmt, dann gerät das Leben aus den Fugen, in einer Art und Weise, wie der Horoskop-Eigner das dann natürlich gar nicht möchte. Und dann muss er sich um eine Form der Aufmerksamkeit, möglicherweise auf einer niederen Ebene, als wie es prinzipiell diese Konstellation vorgibt, kümmern lernen.

Das ist äußerst wichtig und stellt nach meiner bisherigen Erfahrung das zentrale Problem dar, dass diese gebotene Aufmerksamkeit, wenn sie denn überhaupt gelebt wird, entweder nur auf die weiten Ebenen bezogen ist, beziehungsweise nicht auf die alltäglicheren, auch kleineren Dinge des Lebens. Und wenn sich das summiert, wenn diese „Schusseligkeit“ - man stelle sich einen zerstreuten Professor vor - wenn diese Schusseligkeit überhandnimmt, dann wird irgendwann nichts mehr zu retten sein. Bevor es dazu kommt, sollte der Jungfraumerkur-Neptun-Mensch versuchen - nicht nur im Sinne der Weitsicht, sondern auch der Kurzsicht - einiges an Trainingsstunden einzulegen, damit er einigermaßen im Lot bleibt.

Interessanterweise – das sei an der Stelle kurz angefügt – ist Jungfraumerkur-Neptun auch eine Konstellation für Schwindelattacken, für Schwindelanfälle, für ein äußerst labiles Gleichgewichtsorgan. Wenn das bei Menschen mit dieser Konstellation gehäuft auftritt, es eben genau zu dem eben beschriebenen Vorgang gekommen ist. Dass das Leben aus den Fugen geraten ist und dass man sozusagen im Leben taumelt. Und das sollte natürlich, zumindest auf Dauer, nicht passieren.

 

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