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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Kontext und Lösungsweg

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

KONTEXT UND LÖSUNGSWEG

Wir werden uns nun das Gesetz von Ursache und Wirkung als das Konzept der Horoskop- Interpretation anschauen und in diesem Zusammenhang Ursache, Wirkung und eine sogenannte Rahmenbedingung einzeln betrachten.

Beginnen wir zunächst mit der Ursache. Die Ursache stellt immer das Problem dar und ist in jedem Falle schwer erfassbar. Die Ursache begründet, warum der Klient, der zu uns kommt, leidet, beziehungsweise warum er überhaupt eine Frage an uns stellt. Wenn wir die Ursachenebene betrachten, und das ist immer die Konstellation aus einer Felderspitze und einem Zeichen - zum Beispiel eine 4. Felderspitze im Steinbock ergibt als Konstellation Mond-Saturn und es würde dann, Mond-Saturn, dieser Inhalt, als entsprechende Ursache gelten können. Wenn jemand zu uns kommt und uns erzählt, welche Probleme er hat, dann spricht er im Grunde genommen aus seiner Sicht nicht wirklich von den Problemen, sondern er spricht schon von Lösungen, dazu aber nachher mehr. Wir wissen aber, dass das Problem, was er hat, ein anderes ist als das, von dem er spricht. Das ist in der Regel so.

Deshalb müssen wir sozusagen als ersten Teil unserer Antwort die Ursache für das, was er schildert, finden und ihm diese Ursache schildern. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Ursache dazu hilft, direkt eine Veränderung an der entstehenden Wirkung hervorzurufen, sondern die Ursache alleine oder die Kenntnis der Ursache alleine ist eigentlich ein totes Wissen. Die Ursachenebene ist selbst nicht veränderbar und ist nur dazu da, demjenigen zu begründen, warum er leidet. Wir können deshalb sagen, dass die Ursache, weil sie durch die Felderspitze und durch das Zeichen gebildet wird, einerseits einen Tatort und eine Art und Weise, wie dort eine bestimmte Tat begangen worden ist, beschreiben - wenn man das jetzt mal kriminalpsychologisch ausdrücken möchte. Die Ursache wird beschrieben durch ein Wo und durch ein Wie. Und da die Ursache durch zwei Merkmalsebenen gekennzeichnet ist, nämlich durch eine Felderspitze und ein Zeichen, ist sie relativ leichter zu interpretieren als die Wirkung, bei der noch Planeten dazukommen, aber trotzdem schwerer nachweisbar.

Die Wirkung ist immer die Lösung. Allerdings ist es so, dass die Wirkung von vielen Menschen als negativ empfunden wird und deshalb sprechen wir auch von einer negativen und einer positiven Lösung. Wobei die positive Lösung die Erlösung vom Leiden darstellt. Die Wirkung ist immer das, was naheliegend ist, und stellt das Leiden an sich, beziehungsweise die Frage dar, die der Klient letzten Endes stellt. Mit den Wirkungen sind der Klient, wie auch der Astrologe, in der Regel ganz massiv konfrontiert. Wenn man jetzt an der Wirkung an sich nur eine Änderung vornehmen würde, an der negativen Wirkung eine Änderung vornehmen würde, dann wäre das nichts weiter als die Behandlung eines Symptoms. So vorzugehen nützt auch deshalb nichts, weil die negative Wirkung nicht das wirkliche Problem ist, sondern nur die Folge des Problems. Denn Wirkungen sind bereits Lösungen. Negative Wirkungen heißen also auch negative Lösungen, beziehungsweise falsche Lösungen. Und falsche Lösungen sind in dem Sinne auch zu verstehen als die Folge von Problemen. Erst wenn die Wirkung positiv verändert worden ist, dann können wir von einer Erlösung sprechen, also von einer positiven Lösung. Merken Sie sich unbedingt: Die negative Wirkung, also die falsche Lösung, ist nicht das eigentliche Problem, sondern nur die Folge.

Zusätzlich kommt jetzt dazu, dass die Wirkung immer beschrieben wird durch ein Wer, Wie und Wo. Durch die Eigenqualität des Planeten und durch die Stellung im Zeichen und durch die Stellung des Planeten im Feld haben wir drei verschiedene Merkmalsebenen, die schwerer in dem Sinne zu interpretieren sind als die Ursache, denn die wird nur aus zwei Merkmalsebenen gebildet. Wobei aber die drei Merkmalsebenen dennoch relativ leicht nachweisbar sind. Das heißt, Wirkungen sind immer leichter zu sehen als Ursachen.

Wenn wir jetzt die Rahmenbedingung betrachten – und die Rahmenbedingung stellt dann neben Problem und Lösung eine Hilfe dar, wie man die negative Lösung in die positive Lösung umwandeln kann – dann muss ganz klar sein, dass die Rahmenbedingung letzten Endes die Ursache und die Wirkung umgibt. Problem und Lösung werden gemeinsam und gleichzeitig von der sogenannten Rahmenbedingung umgeben, und die Rahmenbedingung wird einerseits sowohl durch Planeten, wie auch durch Felderspitzen und Zeichen, gesetzt. Die Rahmenbedingung setzt sich deshalb selbst auch wieder aus Ursache und aus Wirkung zusammen. Wenn wir aber wissen, dass die Wirkung das einzige ist, was veränderbar ist und die Rahmenbedingung eine Hilfe darstellen soll, dann können wir nur am wirkenden Teil der Rahmenbedingung Änderungen vornehmen. Nur das würde einen Sinn machen.

Die Rahmenbedingung stellt dann den zweiten Teil unserer Antwort dar. Der erste Teil war die Beschreibung der Ursache. Der zweite Teil unserer Antwort ist dann immer die entsprechende Rahmenbedingung. Leider ist es so, dass viele astrologische Konzepte oder Deutungstechniken - von denen wir wissen, dass sie eigentlich keinen Sinn machen - mit einer solchen Vorgehensweise nicht vertraut sind, deshalb sind die meisten astrologischen Aussagen oft nur sehr oberflächlicher und kurzfristiger Natur. Wenn man die Rahmenbedingung betrachtet und dann zur Sprache bringt, dann hat man meist einen sogenannten Depoteffekt, das heißt einen sehr langfristigen Effekt der eigenen Aussage.

Sie müssen sich jetzt allerdings auch noch merken, dass die Rahmenbedingung nicht die eigentliche Lösung ist. Sie verhilft nur zur Lösung, beziehungsweise zur Erlösung der negativen Form der Wirkung. Genauso müssen Sie auch bitte beachten, dass eine negative Wirkung, also eine sozusagen falsche Lösung, immer in einer negativen Rahmenbedingung stattfindet - beziehungsweise in einer Rahmenbedingung, die selber noch nicht optimal ausgeschöpft ist. Negative Rahmenbedingungen lassen wiederum auch nur negative Wirkungen zu. Und das gilt auch im umgekehrten positiven Sinne.

Ein Beispiel dazu: Stellen Sie sich einen Planeten Saturn im 1. Feld vor. Der Planet ist immer die Wirkung, ein Saturn im 1. Feld ist Mars-Saturn, und Mars-Saturn war Aggression, also reden wir von einer Wirkung Mars-Saturn, Aggression. Aggressionen sind hier Wirkungen. Dieser Saturn im 1. Feld kommt beispielsweise aus dem 4. Feld. Jetzt ist die Frage nach der Ursache, wo kommt der Planet her. Weil wir in unserem Beispiel jetzt mal annehmen, dass das Steinbock-Zeichen an der 4. Felderspitze ist: Steinbock an 4 mit Saturn in 1. Saturn in 1 war Wirkung Aggression. Steinbock an 4 ist übersetzt Mond-Saturn. Mond-Saturn ist Ungeborgenheit, Ungeliebtheit. Also die Ursache. Das heißt die Ursache „Ungeliebtheit“ führt zur Wirkung „Aggression“.

Um jetzt die Aggression in den Griff bekommen zu können, müssen wir uns die Rahmenbedingung dieses Saturns im 1. Feld anschauen. Nehmen wir mal an, man hat einen Waage-Aszendenten mit einer dazugehörigen Venus im 12. Feld, dann ist sowohl der Aszendent Waage, 1. Felderspitze Waage, wie auch die Venus in 12 die Rahmenbedingung. Wir wissen, dass die Rahmenbedingung sich auch aus Ursache und Wirkung zusammensetzt. Auf der ursächlichen Ebene wäre es der Aszendent in der Waage. Ursachen können aber nicht verändert werden, sondern nur Wirkungen. Also müssen wir in den Wirkungsteil der Rahmenbedingung gehen, das ist die Venus in 12. Das wäre dann Waagevenus-Neptun als Konstellation. Also ein spirituelleres, offeneres Zugehen auf andere Menschen. Das wäre dann die Aufgabe, die man lösen muss, um das Aggressionsproblem, das im Rahmen dieser Venus-Neptun-Konstellation steht, auch in den Griff zu bekommen. Die Rahmenbedingung, Waagevenus-Neptun muss positiv verändert werden, damit die Wirkung, hier die Aggression von Saturn in 1, auch positiv geändert wird.

Die Kombination aller dieser Merkmale macht dann letzten Endes die entsprechende Beratungskunst aus. Ansonsten möchte ich Ihnen empfehlen - das war jetzt einfach ein Beispiel, welches Sie in jedem Falle auf jede andere Konstellation übertragen können - möchte ich Ihnen empfehlen, sich die komplexen Zusammenhänge, die im entsprechenden Anhang beschrieben sind, noch mal genauer anzugucken. Und das an ein paar Horoskopen für sich in Ruhe mehrere Male zu üben, um da eine gewisse Übung zu bekommen, eine gewisse Fertigkeit. Denn Sie dürfen nicht erwarten, dass Sie das in den nächsten zwei Monaten schon supergut können. Sie müssen sich da Zeit geben. Aber im Prinzip brauchen Sie nur Ursache, Wirkung und Rahmenbedingung betrachten und haben auf alle Fragen eine entsprechend dem Horoskop zugeordnete Antwort.

 

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