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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Schicksalsweg

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

DER SCHICKSALSWEG

Wir werden uns in dieser Lektion mit einem sehr besonderen und einem sehr anspruchsvollen Deutungskonzept, dem Schicksalsweg, beschäftigen. Der Schicksalsweg ist eine symbolische Darstellung der Verkettung von Ursache und Wirkung, beziehungsweise markiert den Weg vom Inhalt zur Form oder vom Problem zur Lösung. Ich möchte gleich vorab sagen, dass der Schicksalsweg als Deutungskonzept eigentlich nicht zum alltäglichen Deuten von Horoskopen angewendet werden sollte, denn Sie haben mit dieser Methode ein sehr mächtiges Werkzeug in der Hand, um Horoskope aus einer ganz anderen Perspektive, als man das normalerweise astrologisch tut, zu betrachten. Die Ergebnisse, die man dort bekommt, sind auch anders zu bewerten als diejenigen, die auf herkömmlichem Wege erlangt werden. Diese Ergebnisse beinhalten im Grunde genommen Aussagen, die in ihrer Erscheinungsform für das menschliche Denken zum Teil unlogisch erscheinen können. Im Sinne von zum Beispiel Verknüpfungen von Ursachen und Wirkungen, wo wir beispielsweise ab und zu sagen müssen, dass eine bestimmte Wirkung als Hinterlassenschaft einer Ursache uns als Menschen unlogisch erscheint, aber vom Horoskop trotzdem vorgegeben ist. Eine weitere anspruchsvolle Schwierigkeit, die es zu meistern gilt, ist die Tatsache, dass der Schicksalsfilm letzten Endes aus Bildern, die Sie sich selber aus Ihrer hoffentlich profunden Kenntnis der Konstellationsbilder erstellen, zusammengesetzt wird.

Diese Bilder ergeben einen Film, der sich aus einzelnen Standbildern, in dem Falle zehn einzelnen Standbildern, zusammensetzt und die innere Struktur des Lebensablaufes darstellt. Dieser Film kann hintereinander abgespult werden. Die einzelnen Bilder werden schnell aneinander geknüpft, ähnlich wie in einem sogenannten Daumenkino. Dieser Film, der wird dann einen Gesamtzusammenhang erzeugen, in dem Lebensabläufe in kurzer Zeit sehr intensiv erlebt werden können. Diese Bilder, die dort aus Ihrer Kenntnis der Konstellationen heraus entstehen und aneinander geknüpft werden, symbolisieren in einem ganz besonderen Maße Schicksalhaftigkeit, weil sie – und darauf basiert auch diese entsprechende Konzeption – weil sie nur mit den kollektiven Planeten erreicht wird. Das heißt wir arbeiten hier mit Neptun, Uranus, Saturn und Pluto. Ich habe absichtlich diese Planeten in der Rückwärtsreihenfolge in Bezug auf die entsprechenden Tierkreiszeichen, die dahinterstehen, genannt. Neptun, Uranus, Saturn und Pluto heißt Fische, Wassermann, Steinbock und Skorpion.

Der Schicksalsweg basiert auf der Rückwärtsbewegung des Tierkreises. Wir tun bei der Rückwärtsbewegung des Tierkreises so, als begänne der Tierkreis mit den Fischen, als zweites Zeichen folgt der Wassermann, als drittes der Steinbock, als viertes der Schütze – und so weiter. Wobei an der Stelle dazu gesagt sein muss, dass die Rückwärtsbewegung im Tierkreis eigentlich nur bis zur Waage, also bis zur ersten Hälfte, wirklich grundlegend erforscht worden ist. Was danach rückwärts käme, also im Sinne der Jungfrau, des Löwen, des Krebses und so weiter, da können wir astrologisch noch nichts sagen. Und vielleicht wird es auch nie etwas werden, dass dazu etwas gesagt werden kann. Das ist aber im Sinne des Schicksalsweges auch nicht notwendig. Denn am Anfang des Tierkreises, rückwärts gesehen, haben wir die entsprechenden kollektiven Funktionen.

Der Schicksalsweg funktioniert rein technisch gesehen ganz einfach. Auch hier möchte ich dazu sagen, dass damit wiederholt der Beweis angetreten wird, dass die konzeptionelle Astrologie auf sehr effektiven, aber technisch sehr anspruchslosen Funktionen beruht. Auch hier bei der Deutung über den Schicksalsweg ist die Technik - wenn man das überhaupt so nennen möchte - im Grunde genommen vollkommen anspruchslos und deshalb leicht und schnell von mir erklärt. Es geht hier immer um eine Wechselwirkung zwischen Ursache und Wirkung. Das ist immer so, also muss es beim Schicksalsweg auch konsequenterweise so bleiben. Das bedeutet, dass wir immer vom Zeichen auf den Planeten gehen, dann wieder auf das Zeichen und dann wieder auf den Planeten. Und im Sinne einer Rückwärtsbewegung des Tierkreises bedeutet das nichts weiter, als dass wir mit dem Zeichen Fische beginnen, dann auf den entsprechenden Planeten Neptun gehen, dann wieder auf das nächste Zeichen Wassermann kommen, dann wieder auf den Planeten Uranus gehen, dann wieder auf das entsprechende Zeichen Steinbock kommen, dann auf den Planeten Saturn gehen – und so weiter. Und für jedes einzelne Zeichen, in dem sich natürlich eine Felderspitze befindet, gibt es eine Konstellation.

Wenn Sie sich das Zeichen Fische beispielsweise an der 6. Felderspitze vorstellen, dann ist das erste Bild die Jungfraumerkur-Neptun-Konstellation. Sie hätten mit Fische an der 6. Felderspitze das Konstellationsbild Jungfraumerkur-Neptun. Und da Sie schon wissen, was das bedeutet, können Sie jetzt aus Ihren faktischen Kenntnissen heraus auch ein eigenes persönliches Bild, sozusagen ein Fantasiegemälde, dieser Konstellation entwickeln, und das stellen Sie einfach hin. Als erstes von zehn Standbildern. Dieses erste Bild, bezogen auf – im Beispiel jetzt – Jungfraumerkur-Neptun, bezieht sich auf das Fische-Zeichen. Und das Fische-Zeichen ist in unserer Vorgehensweise, in der Verkettung von Ursache und Wirkung, der Ausgangspunkt. Das was wir als die eigentliche Ursache ansehen, das was wir das wirkliche Angelegtsein bezeichnen können. Diese Ursache, die wir in unserem Beispiel Jungfraumerkur-Neptun genannt haben, kommt jetzt zu einer Wirkung über den Planeten Neptun.

Diese Wirkung stellt in dem Sinne die Konsequenz des ersten Bildes dar, welches Sie aufgestellt hatten. Die Wirkung ist die Konsequenz des Angelegtseins. Und dieser Neptun, der steht auch in irgendeinem Feld, vielleicht steht der in Feld Nummer 1. Dann hätten wir Mars-Neptun als zweites Standbild, beziehungsweise als Wirkung von Jungfraumerkur-Neptun. Ein Neptun im 1. Feld wäre als Standbild Mars-Neptun. Und dieses zweite Standbild wird hinter das erste geschaltet und dann später auch in der Reihenfolge abgespielt werden. Danach kommt der Wassermann, und der Wassermann entspricht dem Sichtbarwerden durch eine Bewegung. Stellen Sie sich Wasser vor im Sinne des Fisches, und wenn Wind über das Wasser gleitet, dann bewegt sich das Wasser. Insofern wird Wasser durch die Bewegung sichtbar durch den Wassermann. Der Wassermann wird an einer entsprechenden Felderspitze sein, vielleicht in unserem ausgedachten Beispielhoroskop an der 5. Felderspitze. Das ist durchaus möglich, wenn an der 6. Felderspitze das Zeichen Fische hing.

Wenn der Wassermann an 5 ist, dann haben wir Sonne-Uranus als drittes Standbild. Dieses dritte Standbild wird hinter das zweite geheftet und in Ihrer Überlegung dann hintereinander abgespult. Dieses dritte Standbild im Sinne des Wassermanns an 5 hat jetzt eine Wirkung, nämlich dort, wo der Planet Uranus steht. Lassen wir den zum Beispiel in 10 stehen, dann haben wir Saturn-Uranus als Konstellation. Und der Uranus, beziehungsweise hier die Konstellation in dem Beispiel von Saturn-Uranus, stellt dann die Wirkung der Bewegung dar. Und so geht es insgesamt weiter. Sie sehen im entsprechenden Anhang den Steinbock als das Verebben, den Saturn wieder als die Wirkung der Konservierung, den Schützen als das anschaubare Bild, den Jupiter als die Wirkung dieses anschaubaren Bildes des Ganzheitmodells, und den Skorpion als die Möglichkeit der Manipulation und der Entstellung von Wirklichkeit. Wobei der Pluto dann als letztes Glied dieser Kette die Wirkungen der von der Wirklichkeit nicht mehr korrigierbaren Manipulationen darstellt.

Ich weiß, dass Sie damit eine Menge zu tun haben werden. Schauen Sie sich den entsprechenden Anhang in Ruhe an und versuchen Sie, diesen Schicksalsweg zunächst am eigenen Horoskop durchzulaufen. Ich weiß weiterhin, dass es sehr viele Fragen geben wird. Es bleiben hier sicherlich am Anfang viele Fragen offen, die Sie aber im Laufe der Jahre, die Sie mit der Methode dann arbeiten, von alleine klären können. Tatsache ist, dass Sie letzten Endes, wenn Sie sehr versiert sind mit dieser Methode, eine Kurzform anwenden können, die mit dem 1. Prinzip, nämlich dem Zeichen Fische, beginnt und mit dem letzten Prinzip, nämlich dem Planeten Pluto, endet. Und so können Sie diese beiden Standbilder, das erste und das letzte, zu zweien zusammenfügen. In dem Sinne, als Sie sagen, es gibt eine große Ursache und es gibt eine große endliche Wirkung. Die große Ursache entspräche der Konstellation, die sich ergibt durch den Fisch an der Felderspitze Soundso, und zum Schluss auftauchende große Wirkung ergibt sich durch den Planeten Pluto in dem Feld, in dem er steht.

Wir hätten dann zwei Konstellationen, eine für Ursache und eine für Wirkung. Wenn Sie das alles zusammenbringen, dann haben Sie eine extreme, aber auch sehr gültige und hochqualifizierte Zusammenfassung des Horoskops vor Augen. Sicherlich ist es so, dass Sie das am Anfang nicht bewältigen können und Sie müssten sicherlich Monate, wenn nicht ein, zwei Jahre, mit der normalen Methode der zehn Standbilder arbeiten. Aber später sollten Sie versuchen, nur das erste und das letzte Bild in eine Verbindung zu bringen. Wobei Sie davon ausgehen müssen, dass Sie auch immer wieder sogenannte unlogische Verknüpfungen des Filmes tolerieren müssen und einen rationalen Zugang zu diesen beiden Symbolen nicht sofort finden können. Dennoch werden Sie aber mit Sicherheit belohnt durch ungeahnte Einblicke in Horoskope und in wunderbare Gespräche, die Sie mit Menschen auf dieser Ebene des Schicksalsweges über ihre Horoskope führen können.

 

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