bg01

Preise gültig bis 30. April  +++  im April ohne Versandkosten  +++  Zahlung auf Rechnung

Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Interpretation ohne Planeten

(Auszug aus dem Astrologie-Fernstudium Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

INTERPRETATION OHNE PLANETEN

Es ist eine durchaus lohnenswerte Aufgabe, wenn man sich als Astrologe oder auch als angehender Astrologe einmal darüber klare Gedanken macht, welchen Sinn es geben könnte, ein Horoskop einmal vollständig ohne Planeten, sondern nur aufgrund der Geburtszeit mit dem Achssystem und den entsprechend unterliegenden Zeichen zu interpretieren. Mit Sicherheit ist das eine sehr reizvolle Aufgabe. Allerdings muss man, wie gesagt, nach dem Sinn fragen. Der Sinn ergibt sich eigentlich aus dem, was ohne Planeten im Horoskop übrigbleibt, nämlich Achsen und die Zeichen. Das bedeutet nichts weiter, als dass eine Horoskop-Interpretation ohne Planeten letzten Endes eine Interpretation ausschließlich auf der ursächlichen, also inhaltlichen, Ebene darstellt.

Wir können es auch andersherum sehen - was allerdings im Vergleich nicht individuell genug ist und deshalb keinen Sinn macht, dass man, wenn man die Uhrzeit eines Menschen von seiner Geburt nicht kennt, man sozusagen ein Planetenhoroskop erstellen kann. Das bedeutet, dass man einfach nur in die Ephemeride schaut und die Planetenstellungen in den jeweiligen Zeichen einträgt, in denen sie sich an diesem Tag, möglichst um 12 Uhr mittags, befunden haben. Dann sind Aussagen möglich, die allerdings nicht individuell genug sind, denn sie beziehen sich auf alle Menschen, die zu diesem Zeitpunkt auf der gesamten Welt, unabhängig von dem Ort, geboren worden sind. Denn die Stellungen der Planeten in den Zeichen gelten ja für alle Menschen auf der gesamten Erdkugel.

Aber das machen wir nicht, weil es nicht individuell genug ist. Auf der anderen Seite ist eine Betrachtung der Inhaltsebene, damit der ursächlichen Ebene, eine sehr reizvolle Angelegenheit. Der möglicherweise sogar effektivste Gesichtspunkt daran ist bezogen auf Horoskope von ganz kleinen Kindern. Ich habe in den letzten Jahren herausgefunden, dass man Horoskope von Neugeborenen natürlich nicht wirklich im Sinne der Wirkungen, die das Leben bisher noch kaum zeitigen kann, interpretieren kann. Die Planetenstellungen im Sinne ihrer Konstellationen, die sich ergeben, sind kaum zu berücksichtigen, weil sie nichts an entsprechendem Material hergeben. Oft sind natürlich solche kleinen Lebewesen auch solche, die es wert sind, astrologisch betrachtet zu werden. Vor allen Dingen dann, wenn gerade am Anfang des Lebens, und das ist sogar eher üblich als unüblich, schon massive Probleme auftauchen.

Auf der ursächlichen Ebene entsprechende Anlagen zu klären, macht bei Neugeborenen durchaus Sinn. Sie sollten einmal, soweit Sie die Möglichkeit direkt und persönlich haben, wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis oder vielleicht sogar selber Vater oder Mutter werden oder zuschauen können, wie das passiert, dann sollten Sie sich mal die Geburtszeiten direkt notieren und dann einfach nur das Horoskop im Sinne der Achsaufstellungen aufzeichnen. Und dann versuchen, aus dem, was Sie bisher wissen, beziehungsweise das, was jetzt hier über die Achslogik noch zu sagen sein wird, eine Interpretation zuwege zu bringen.

Sie müssen sich, wenn man über Achslogik nachdenkt, zunächst darüber im Klaren sein, dass die Achsen, die in einem Horoskop auftauchen, immer abhängig sind einerseits von der Uhrzeit und zweitens von dem Geburtsort. Das bedeutet, wie Sie sicherlich bereits wissen, dass die Achsen sich, je nach Uhrzeit und je nach Ort auf dem Globus, vollständig verschieben können, aber nicht in einem Maße, dass man sagen kann „da ist alles möglich“. Sondern in bestimmten geografischen Bereichen sind nur immer ganz bestimmte Achsverhältnisse zueinander möglich. Was wiederum heißt, dass in bestimmten geografischen Positionen, in bestimmten Gegenden auch nur eine ganz bestimmte ursächliche Mentalität der Menschen, die dort geboren sind, im Prinzip möglich ist. Eine Mischung bestimmter Achsverhältnisse ist in bestimmten Bereichen nicht 100-prozentig möglich, sondern immer nur eine eingeschränkte Mischung.

So werden Sie es wahrscheinlich nicht in Mitteleuropa erleben, wenn jemand einen Jungfrau-Aszendenten hat, dass der entsprechende MC sich in diesem Falle im Löwen befindet. In anderen Gegenden der Erdkugel ist das aber möglich. Bei uns nicht. Bei uns wird man bei einem Jungfrau-Aszendenten in der Regel nur einen Zwillings- oder in manchen Fällen auch noch einen Krebs-MC haben, was anderes gibt es nicht. Und dadurch sind ganz bestimmte ursächliche Mentalitäten vorgegeben, die ausschließlich in diesen Landstrichen, in diesen geografischen Bereichen, vorkommen können. Aus dieser Tatsache heraus kann man sehr wohl die Mentalität von bestimmten Volksgruppen oder ethnologischen Gruppen erklären. Das ist ein sehr interessanter Gesichtspunkt, der aber letzten Endes für uns in der Individualastrologie eine nicht so große Rolle spielt, sondern eher für die Mondan-Astrologen von Wichtigkeit sein dürfte.

Ich möchte zunächst kurz eingehen auf die entsprechenden Hauptachsen des Aszendenten, Deszendenten, MC und IC und diese beiden Hauptachsen im Sinne ihrer beiden jeweiligen extremen Enden unterscheiden. Den Aszendenten, den können wir im Sinne der Realität, der sich als erster Quadrant unter ihm auftut, als das Handeln bezeichnen. Und den Deszendenten im Sinne des dritten Quadranten, der sich nach ihm auftut, als das Denken. Auf der anderen Achseden MC können wir im Sinne des vierten Quadranten als das Mentale sehen, der IC im Sinne des zweiten Quadranten, der sich daran auftut, als das Seelische. Und so stehen sich das Handeln und das Denken, wie auch das Mentale und das Seelische, gegenüber. Das zweite und das achte Feld ist genauso unterteilbar oder unterscheidbar - in dem Sinne, als das zweite Feld die real sichtbaren Substanzen, also das heißt, die Materie darstellt, und das 8. Feld die geistige Materie, also die Idee an sich, symbolisiert. Das 3. und 9. Feld kann man unterscheiden in eine konkrete Bewegung in den Raum hinein, wobei das dem Zwilling entspricht. Und das 9. Feld in eine abstrakte räumliche Bewegung, was dem Schützen entspricht.

Das 5. und 11. Feld unterscheidet sich in das subjektive Erleben, also in dem Sinne in das Bewusstsein vom Ego, und in das höhere Selbst, in die objektive Person. Das 6. und 12. Feld ist jeweils Wahrnehmung - einmal im 6. Feld auf den niederen Ebenen und einmal im 12. Feld auf den höheren, feinstofflichen Ebenen. Wobei die niederen Ebenen diejenigen des eigenen Egos, wie Sie wissen, darstellen.

Im Anhang haben Sie zusätzlich noch eine Tabelle über die Achswanderung, bezogen auf Mitteleuropa, im Spezielleren auf den Berliner Raum. Das können Sie selbstverständlich für jedes andere Gebiet, wenn Sie das genauer dort wissen möchten, mit Hilfe eines einfachen astrologischen Computerprogramms jederzeit auch selbst nachrechnen. Es ist ganz interessant, sich das einfach einmal mal anzugucken, dass man einfach ein Gefühl dafür bekommt und einen bestimmten Eindruck hat, wie die Achsen tatsächlich laufen können, und was an ursächlichen Strukturen in bestimmten Gebieten der Erde möglich ist und was eben nicht möglich ist. Ebenso finden Sie im Anhang für jede einzelne Gruppierung im Sinne von Aszendenten-MC-Verhältnis ein paar kurze stichwortartige Hinweise, die Ihnen möglicherweise das Interpretieren der Horoskope, wenn Sie die Planeten zunächst weglassen, ein bisschen erleichtert. Das sind natürlich nur Formeln, die Ihnen als Vorlage dienen können. Das müssen Sie im Laufe der Zeit mit einzelnen und eigenen Gedanken zusätzlich ausfüllen. Viel Spaß dabei.

 

> zur Hauptseite

© 2002 - 2018 ASTROVITALIS - komplette Astrologie-Ausbildung als Fernstudium

^ nach oben ^