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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Methodenwürdigung

(Auszug aus dem Astrologie-Fernkurs Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

METHODENWÜRDIGUNG

Wir werden jetzt eine Würdigung der prognostischen Methoden vornehmen. Das heißt ich werde prognostische Methoden etwas differenzierter darstellen, allerdings an dieser Stelle selbstverständlich nur jene, nämlich Transite und Achsverschiebungen, bei denen es sich aus meiner Sicht wirklich lohnt, sich näher mit ihnen zu beschäftigen. Beziehungsweise wo es zwingend angeraten ist, das zu tun, um mit prognostischen Werkzeugen ausgestattet zu sein.

Was die Transite angeht, kann man eindeutig sagen, dass sie im Sinne einer Würdigung an erster, beziehungsweise zweiter Stelle zu sehen sind. Und zwar deshalb, weil die Transite durch die Vielfalt der entsprechenden Merkmale, und wir haben da immerhin mindestens zehn Planeten, mit den wir arbeiten können, ein ganz breites Themengebiet, beziehungsweise eigentlich jedes Themengebiet abdecken, das für den Menschen relevant ist. Die Transitplaneten sind exakt diejenigen, die wir im Radixhoroskop auch haben. Und so gibt es im Grunde genommen für jede einzelne Konstellation letzten Endes auch eine transitäre Situation, die sich im Verlaufe des Lebens ergeben kann. Sozusagen keine Thematik, die sich nicht schon im Radixhoroskop ergeben hätte und die nicht auch in einer bestimmten Zeitqualität als Transit sich widerspiegelt. Das ist eine sehr einfache, aber trotzdem wichtige Überlegung, dass Transite letzten Endes in der Lage sind, sämtliche Radixkonstellationen, die ein Mensch besitzt, zu irgendeiner Zeit im Leben auch einmal – oder auch mehrmals – zu thematisieren.

Man hat über Transite wie bei keiner anderen Methode die Möglichkeit, über die Zeitqualität immer wieder mit bestimmten Themen und damit mit Problemen konfrontiert zu werden. Es ist so, dass die Transite im Vergleich zu den Achsverschiebungen eine ungeheure Vielzahl von zeitlichen Phasen und zeitlichen Abläufen bilden. Und zwar aufgrund der Tatsache, dass wir sowohl mit schnell-, als auch mittel-, als auch langsam laufenden Planeten arbeiten können. Mondtransite beispielsweise dauern nur eine ganz, ganz geringe Zeit, die wirken im Grunde genommen nur, wenn man jetzt von Wirkung richtig sprechen möchte, für ein paar Stunden. Auf der anderen Seite sind langsam laufende Transite von beispielsweise Uranus oder Neptun und Pluto… die können Jahre dauern, teilweise bis vier, fünf Jahre. Das sind schon wirklich historische Zeiträume, in denen man da bestimmten Phasen der Veränderung unterliegt. Und das bedeutet, dass aufgrund der unterschiedlichen Laufgeschwindigkeit der transitären Planeten letzten Endes auch Zeitabläufe im Großen, wie auch im Kleinen, bis auf Stunden genau, abzusehen sind.

Das heißt, das Zeitgefüge im Sinne einer entsprechenden Genauigkeit ist bei Transiten unübertroffen. Wenn wir die Transite in dem Sinne als Prognose-Methode würdigen wollen, steht vor allen Dingen dieses Merkmal der zeitlichen Genauigkeit, der zeitlichen Differenzierung, die durch Transite möglich ist, ganz im Vordergrund. Und zweitens dasjenige Merkmal der Vielfalt der einzelnen Qualitäten, die erfassbar sind. Wir haben mindestens zehn verschiedene Planeten, mit denen wir arbeiten können. Zehn verschiedene Lebensthemen, die dann auch noch in unterschiedlichen Zeiträumen ganz genau zeitlich differenziert werden können. Insofern eine ganz wunderbare Allround-Methode. Ich bin sogar der Meinung, dass man, wenn man mit Transiten perfekt arbeiten kann, dass man kaum eine andere Methode braucht. Das soll jetzt nicht die Wichtigkeit der entsprechenden Achsverschiebungen mildern oder herabsetzen. Aber die Transite sind als Standardmethode aus diesem Grund in der Astrologie absolut integriert.

Die Achsverschiebungen ihrerseits haben einen besonderen Stellenwert auch dadurch, dass es sehr viele verschiedene Methoden der Achsverschiebungen gibt. Wobei die Methoden sich im Grunde genommen immer an der Schnelligkeit des jeweils verschobenen Aszendenten unterscheiden. Beginnen wir mit dem Pyramidenrhythmus, dem Rhythmus, den die konzeptionelle Astrologie benutzt. An diesem Rhythmus möchte ich Ihnen stellvertretend das Prinzip der rhythmischen Achsverschiebungen auch im Sinne einer Würdigung kurz näherbringen. Eine Achsverschiebung wird immer unterschieden im Sinne der Schnelligkeit des verschobenen Aszendenten. Und die Schnelligkeit ist immer bezogen auf die Zeitspanne, die der verschobene Aszendent braucht, um ein Feld des Horoskops, und zwar unabhängig davon, wie groß es ist, zu durchmessen. Das bedeutet, wenn die Geschwindigkeit des verschobenen Aszendenten pro Feld immer gleich bleibt, dass er sich in Feldern, die klein sind, beispielsweise ein 18-Grad-großes Feld, dass er sich da im Vergleich relativ schnell bewegen muss. Auf der anderen Seite, wenn er in ein Feld gerät, was sehr groß ist, vielleicht 42 Grad, um in derselben Zeit dieses Feld zu durchwandern kann er sich mehr Zeit nehmen und er kann in dem Sinne langsamer sein.

Das bedeutet, dass Achsen, die in Feldern laufen, immer proportional schnell werden, wenn das Feld klein ist, und immer langsam werden, wenn das Feld groß ist. Denn die Zeit, die vergehen darf, wenn er durch das ganze Feld durchläuft, ist immer gleich. Diese Zeit beträgt beim Pyramidenrhythmus pro Feld 6,3 Jahre. Das heißt, 6 Jahre und 4 Monate. Das wiederum bedeutet, wenn der Aszendent Zeit seines Lebens durch das Horoskop wandert, dass man natürlich während der Zeit, in der er durch die Felder läuft, auch älter wird. Das bedeutet beispielsweise, dass man beim Pyramidenrhythmus in dem Moment, wo man mit dem Aszendenten verschoben oben beim MC ankommt, also drei Felder durchlaufen hat, Feld 12, 11 und 10, dass man dann dreimal 6,3 Jahre alt ist. Was 19 Jahre bedeutet. Oder dass man, wenn man auf dem Deszendenten angekommen ist, dass man 38 Jahre alt ist. Insgesamt hat man beim Pyramidenrhythmus ein Alter von 76 Jahren erreicht, wenn dieser sowohl in der oberen, als auf der unteren Richtung verschoben, am Aszendenten, also an der Ausgangssituation der Geburt, wieder angekommen ist. Andere Achsverschiebungs­geschwindigkeiten: vor allen Dingen der Siebenjahresrhythmus – da wird also der Aszendent sieben Jahre durch ein Feld geschickt - und der sogenannte Zehnjahresrhythmus.

Beide, der Zehner- und der Siebener-Rhythmus, gehen auf die Münchner Rhythmen-Lehre von Wolfgang Döbereiner zurück. Der ist der Ansicht, dass diese Geschwindigkeiten eine sehr große Effektivität besitzen. Auf der anderen Seite gibt es andere, die wiederum nicht sieben oder zehn oder gar den Pyramidenrhythmus benutzen, sondern den Sechsjahresrhythmus. Zum Beispiel die Huber-Schule aus der Schweiz vom astrologisch-psychologischen Institut, API. Oder auch die Methode nach Hans-Hinrich Taeger, der auch einen Sechsjahresrhythmus benutzt, also sechs Jahre lang den Aszendenten durch die Felder laufen lässt. Man ist dann also 72 Jahre alt, wenn man wieder beim Aszendenten angekommen ist. Beim Pyramidenrhythmus ist man 76 Jahre alt und im Siebenjahresrhythmus wäre man 84 Jahre alt.

Im Sinne der Würdigung der einzelnen Methoden der Achsverschiebung muss eindeutig gesagt sein, dass der Pyramidenrhythmus aus meiner Sicht eine Besonderheit darstellt: er liefert nach aller Erfahrung mit Abstand die genauesten Ergebnisse. Die genauesten Ergebnisse, weil wenn Sie ein bestimmtes Ereignis innerer oder äußerer Natur haben, dass Sie dafür im Sinne der Achsverschiebung dann auch eine adäquate Konstellation ausgelöst sehen sollten, die mit dem entsprechenden Erlebnis oder dem Ereignis irgendwie in Zusammenhang gebracht werden kann. Und je genauer eine entsprechende Auslösung ist, je nachdem welcher Zeitorbis genommen werden kann, umso treffsicherer können Sie natürlich dann auch mit dieser entsprechenden Methode arbeiten. Der Pyramidenrhythmus liegt, wenn Sie sich erinnern, mit 6,3 Jahren genau zwischen den beiden anderen Standardrhythmen, nämlich dem Siebenjahres- und dem Sechsjahresrhythmus.

Ich habe früher sehr viel mit den Sechser- und Siebener-Rhythmen gearbeitet und musste immer irgendwie doch zur Kenntnis nehmen, dass die Genauigkeit nicht wirklich so ausreichend war, wie man sich das wünschen würde. Und seit der Zeit, in der ich den Pyramidenrhythmus benutze, und das sind ja jetzt immerhin auch schon über 30 Jahre, habe ich dieses Problem nicht mehr. Denn etwa die Mitte dieser beiden Rhythmen, zwischen sechs und sieben Jahren, scheint tatsächlich den Nagel auf den Kopf zu treffen. Das sind jetzt natürlich Aussagen, mit denen Sie insofern nicht viel anfangen können, weil Sie den Pyramidenrhythmus vermutlich noch nicht kennen. Aber wenn Sie ihn kennen gelernt haben und wenn Sie ihn anwenden, dann werden Sie das in einem so verblüffenden Maße bestätigen können, dass Sie wahrscheinlich auch mit keinem anderen Rhythmus arbeiten möchten. Dennoch würde ich Ihnen selbstverständlich empfehlen, auch mit dem Sechser-, Siebener- oder auch Zehner-Rhythmus zu arbeiten. Auch um zu schauen, was Ihnen das bringt, und um Argumente zu sammeln, die den Pyramidenrhythmus bei Ihnen wahrscheinlich dann auch - wie bei allen anderen, die den kennen - an die erste Stelle setzen.

Wenn man im Sinne einer Würdigung nun versucht, die beiden Hauptmethoden, die in der konzeptionellen Astrologie Anwendung finden - die Transite und die Achsverschiebungen im Pyramidenrhythmus - wenn man die versucht gegeneinander zu stellen, beziehungsweise miteinander zu vergleichen, dann könnte man das auf folgende Art und Weise tun:

Ein Musikstück kann auch unterschieden werden in die Rhythmik und in die Melodie. Jede Musik hat in irgendeiner Form eine Rhythmik und sie hat natürlich in der Regel auch eine Melodie. Selbst wenn diese Melodie möglicherweise sehr eintönig ist - selbst zwei Tone, die unterschiedlich sind, stellen schon eine Melodie dar. Wobei die Musiktheoretiker sogar der Ansicht sind, dass ein einziger Ton bereits eine Melodie darstellen müsste. Wie dem auch sei – also wir stellen uns ein ganz normales Musikstück vor, das aus Rhythmik und Melodie besteht. In diesem Zusammenhang gedacht, stellen die Transite die Melodie des Lebens dar. Denn die Melodie formt das Leben, gibt in einem gewissen Sinne auch dem Musikstück Form und bringt eine sehr deutliche Wiedererkennungsqualität mit ins Spiel. Die Achsverschiebungen stellen die Rhythmik eines Musikstückes dar, was wiederum bedeutet, dass die Achsverschiebungen im Sinne einer Würdigung immer unter einer Melodie liegen. Sie sind sozusagen die Grundlage. Und das bedeutet für die astrologische Prognostik, im Sinne der konzeptionellen Astrologie: dass die Pyramidenrhythmen, die wir benutzen werden, im Grunde genommen die Grundlage, der Hintergrund, das Bühnenbild darstellt für die Schauspieler und Akteure, die wir mittels der Planeten als Transite auf dieser Bühne beobachten können.

Die Transite spielen sich sozusagen auf der Grundlage der rhythmischen Achsverschiebungen ab. Insofern haben Sie dann, das wird Ihnen später klar werden, wenn wir genauer über die einzelnen Methoden gesprochen haben, ein komplettes Bild eines Lebens, vergleichbar mit der Komposition eines Musikstückes. In dem Rhythmik und Melodie nebeneinander in einer in dem Falle wirklich immer harmonischen Art und Weise zusammenkommen. Natürlich müssen wir davon ausgehen, dass es ein harmonisches Zusammenkommen ist. Das ist aber jetzt nicht in dem Sinne gemeint, dass der Mensch seine entsprechenden Zyklen, die er durchlebt, selbst auch immer als harmonisch erleben muss. Das wissen Sie natürlich selber, dass das nicht der Fall ist. Sondern das oft auch sehr dramatische Situationen entstehen. Das ist aber nichts weiter als das subjektive Erleben der entsprechenden zyklischen Vorgänge. Objektiv gesehen, schicksalhaft gesehen, passen Rhythmik und Melodie, passen Achsverschiebung, rhythmische Achsverschiebung und Transite, im Grunde genommen immer zusammen. Das ist auch eine verblüffende Einsicht, die man nach längerem Studium dieser Zusammenhänge wirklich bekommt. Da hat man das Gefühl, dass da Kräfte im Spiel sind, die nicht von Menschen geschaffen worden sind und die den Menschen auf seinem Weg durchs Leben leiten.

Zusammengefasst: Die Achsverschiebungen sind der Rhythmus und die Transite sind die Melodie. Mehr braucht es nicht, um das Musikstück des Lebens zu komponieren. Und insofern sind diese beiden Methoden, um die Würdigung hiermit abzuschließen, auch die einzig notwendigen, die wir wirklich brauchen. Das Netz, das Sie dadurch knüpfen, ist so eng, dass kaum noch irgendwelche Erlebnisse und Ereignisse des Menschen durch diese beiden Komponenten hindurch fallen und Sie so ein hervorragendes Rüstzeug haben, um prognostisch in der Astrologie arbeiten zu können.

 

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