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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Prognostische Regeln

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung AstroPolarity von Peter-Johannes Hensel)

PROGNOSTISCHE REGELN

Wir werden uns jetzt einigen wichtigen Regeln, soweit wir überhaupt von Regeln in diesem Zusammenhang sprechen können, der prognostischen Methoden zuwenden. Sicherlich sind Regeln nicht nur allgemein im Leben, sondern im Speziellen auch innerhalb des astrologischen Prognostizierens von Wichtigkeit. Aber wir müssen letzten Endes sehen, dass jede Regel, die wir aufstellen, möglicherweise auch nur darum gelernt wird, um sie wieder zu vergessen - beziehungsweise um sie nicht anzuwenden - beziehungsweise um feststellen zu müssen, dass sie nicht anwendbar ist. Das ist natürlich jetzt in sich ein Widerspruch. Warum soll man Regeln lernen, wenn man sie eh nicht braucht. Aber Regeln haben es ja an sich, und das gilt, wie gesagt, auch für die prognostischen astrologischen Methoden, dass sie erzwingen wollen, eingehalten zu werden.

Dieser Zwang, der hinter einer Regel steht - wenn diese Regel nicht angewendet wird, dann gibt es sicherlich eine andere, die dann ihre Anwendung erzwingen möchte - dieser Zwang führt wie immer bei einem Zwang zu einer gewissen Unfreiheit. Generell hat eine zu lösende prognostische Aufgabe immer zu tun mit dem Problem eines Menschen, der vor einem sitzt und der in irgendeiner Weise etwas über Lösungsmöglichkeiten hören möchte. Daher müssen wir immer davon ausgehen, dass jedes Problem, was es zu lösen gilt, so einzigartig und so individuell ist, dass die Regel, die dann gelten soll, ihrerseits auch ganz allgemeingültig und universell sein müsste. Eine solche Regel, wenn man ganz ehrlich ist, gibt es eigentlich kaum. Ich will damit nichts weiter sagen, als dass wir sicherlich einige der Regeln, die sich weitestgehend bewährt haben, kurz umreißen werden. Aber ich sage ganz eindeutig – ganz eindeutig – dass diese Regeln zum prognostischen Arbeiten letzten Endes nur dazu da sind, um sie in jedem individuellen Einzelfall auch wieder zu vergessen. Es macht einen Unterschied, ob Sie ein Astrologe oder eine Astrologin sind oder sein werden, die Regeln kennt und sie vergessen hat, beziehungsweise ein Astrologe oder eine Astrologin sind, die keine Regeln kennt.

Das ist ein Unterschied. Sie haben, wenn Sie Regeln kennen und diese dann wiederum vergessen haben, einen weiteren Weg zurückgelegt, als wenn Sie Regeln niemals kennen gelernt hätten. Insofern macht es durchaus Sinn, sich mit einzelnen Regeln zu beschäftigen. Aber sie dürfen auf keinen Fall als der absolute Richtungsweiser angesehen werden. Wenn Sie das tun würden, dann hätten Sie kaum eine Chance mit einem entsprechenden Problem fertig zu werden, was Ihnen ein Mensch zu einer bestimmten Zeit anbringt - denn Prognostik beschäftigt sich vor allen Dingen mit der Qualität der Zeit. Das ist nichts weiter als die konsequente Weiterführung all dessen, was wir bereits bei den sogenannten Deutungskonzepten erarbeitet haben. Dass Sie nämlich im Grunde genommen ohne entsprechende Techniken auskommen müssen, um immer adäquat - ich könnte auch etwas lapidar sagen: um immer locker - auf die Anforderungen, die sich in der astrologischen Arbeit stellen, reagieren zu können.

Es gibt folgende Regeln in der astrologischen Prognostik. Als erste Regel könnte man sagen, je realer, das heißt je mehr auf die materielle Umgebung des Menschen eine Situation bezogen ist, beziehungsweise in Zukunft sein wird, desto mehr werden wahrscheinlich die Transite eine besondere Berücksichtigung finden müssen. Beziehungsweise desto mehr werden wahrscheinlich die Transite diejenigen Merkmale sein, an denen Sie dann die entsprechend realen materiellen Ereignisse ablesen können. Wenn wir mit Sonnenbogendirektionen oder primären, sekundären oder tertiären Direkten arbeiten würden - was wir, wie Sie bereits wissen, nicht tun - dann würden auch diese Direktionsmethoden wahrscheinlich der realen materiellen Situation gut gerecht werden können. Je immaterieller, oder man kann auch je feinstofflicher ein entsprechendes Geschehen ist sagen, umso mehr muss man die Achsverschiebungen berücksichtigen.

Wobei Sie auch wissen, dass wir mit dem Pyramidenrhythmus arbeiten, der dann in der Folge auch noch beschrieben werden wird. Dieser Pyramidenrhythmus ist eine der optimalsten rhythmischen Achsverschiebungs-Methoden, die es in der Astrologie gibt. Optimal deshalb, weil sie zeitlich absolut genau eingrenzbar sind. Das heißt die Ereignisse sind zeitlich genau eingrenzbar durch den Pyramidenrhythmus. Der Pyramidenrhythmus ist aber eine sehr fiktive Methode, denn die Verschiebung des Aszendenten in einem bestimmten Rhythmus, egal in welchem, ist immer eine von Menschen ausgedachte Situation und hat keinen realen Hintergrund, wie es bei den Transiten der Fall wäre.

Kurz vorgegriffen: wenn die Achsverschiebung des Aszendenten nach oben erfolgt, das heißt nach rechts herum in den vierten Quadranten hinauf, dann wird das in der Regel die immateriellen Erfahrungen und Erlebnisse eines Menschen besser symbolisieren als der nach unten beziehungsweise nach links in den ersten Quadranten hinein verschobene Aszendent. Der wiederum hat eine gewisse Affinität zu dem, was wir Transite nennen. Weil der erste Quadrant, in den sich dieser Aszendent nach unten hinein bewegt, etwas sehr real-materielles an sich hat. Insofern können wir aber dennoch nicht sagen, dass ein nach unten verschobener Aszendent in den ersten Quadranten hinein einen ähnlichen Stellenwert im Sinne der materiellen Widerspiegelung hätte, wie die Transite. Die sind sicherlich da noch intensiver. Aber man kann bei Achsverschiebungen durchaus diese Unterscheidungen machen. Es gibt, wie wir dann sehen werden, den links und rechts herum verschobenen Aszendenten - links nach unten, rechts nach oben. Der nach rechts oben verschobene Aszendent hat sicherlich eine sehr – im Vergleich jedenfalls – eine sehr realere und materiellere Stimmung, die er verbreitet, wenn er in entsprechende Auslösungen gerät.

Zudem kann man sagen, je kurzfristiger und je detaillierter eine Situation ist, beides zusammen muss gelten, umso mehr muss bei Transiten berücksichtigt werden, was die schnell laufenden Planeten Sonne, Mond, Merkur, Venus und Mars zu sagen haben. Gleichzeitig kann man das auch übertragen auf die rhythmische Achsverschiebung. Dort haben wir es mit verschiedenen Rhythmen im Sinne von Schnelligkeit innerhalb des Pyramidenrhythmus zu tun. Da gibt es dann den großen und den kleinen Pyramidenrhythmus. Und dieser kleine Pyramidenrhythmus, das können Sie sich gerne für später schon mal merken, der hat dann auch mit diesen zeitlich eingegrenzten, also kurzfristigeren, und sehr detaillierten Vorgängen zu tun. Auch hier gilt, beide Merkmale, zeitlich kurzfristig und detailliert, müssen zusammen zutreffen. Dann nehmen wir den sogenannten kleinen Pyramidenrhythmus. Der große Pyramidenrhythmus wird für die großen Lebenszyklen stehen, genauso wie auf der Transitseite dann die Planeten Saturn, Uranus, Neptun und Pluto für die großen Zeiträume in einer besonderen Art und Weise widerspiegeln.

Zusammengefasst: die realen Vorgänge sind gut über Transite widergespiegelt - die immateriellen Vorgänge gut über die Achsverschiebungen. Bei den Achsverschiebungen ist zu berücksichtigen, dass es einen nach oben und nach unten verschobenen Aszendenten gibt. Wobei der nach oben verschobene die immateriellen und der nach unten verschobene die realen Ereignisse widerspiegelt. Dann muss man unterscheiden in die großen Lebenszyklen, die vom großen Pyramidenrhythmus widergespiegelt werden, beziehungsweise von den langsam laufenden Transiten, Jupiter bis Pluto. Und die kurzfristigen und detaillierten Vorgänge sind besser durch den kleinen Pyramidenrhythmus symbolisiert. Und die kleinen Transite von Sonne bis Mars.

Als eine weitere Regel sollten Sie bitte Folgendes bedenken. Es gibt manchmal Situationen, wo im Leben eines Menschen sehr entscheidende und wesentliche Dinge passieren - egal ob jetzt innerlich oder äußerlich. Man würde objektiv sagen, hier ist sehr viel innerlich / äußerlich geschehen oder erlebt worden. Aber Sie stellen verblüffender Weise fest, dass es zu diesen Zeitpunkten, die da genannt werden, keine astrologischen prognostischen Analogien zu sehen gibt. Wir können ganz klar sagen, dass dieses Phänomen dann auftaucht, wenn die persönliche, das heißt die subjektive Erlebnissphäre des Menschen von den jeweiligen Ereignissen vollkommen unberührt geblieben ist. Dieser Mensch hat dann, wenn es keine entsprechenden transitären oder rhythmischen Analogien zu sehen gibt, diese Vorgänge – man kann fast extremer Weise sagen – gar nicht erlebt. Es hat ihn nicht berührt.

Sie müssen sich dann wirklich zwingen, dem Horoskop mehr zu trauen als Ihrem gesunden Menschenverstand. Der Ihnen sicherlich sagt: „na, da muss doch irgendwas gewesen sein. Der muss doch was gemerkt haben.“ Wenn das Horoskop sagt, da gibt es keinerlei Auslösungen im Sinne der Rhythmik und es gibt keinerlei Transite, die zum Beispiel widerspiegeln, dass ein Elternteil gestorben ist oder dass ein Kind, was man hat, verunglückt ist - was normalerweise extremste, heftigste Reaktion seelischer oder auch äußerer Art hervorruft – wenn Sie das dann so sehen, dann müssen Sie davon ausgehen, dass dieser Mensch von diesem Ereignis, obwohl es ihn betrifft, nicht betroffen ist.

In 100 Fällen oder vielleicht auch in 300 Fällen - das ist wirklich sehr schwer zu sagen - werden Sie so etwas einmal erleben. Also es kommt sehr selten vor. Aber wenn es vorkommt, dann glauben Sie dem Horoskop. Und glauben Sie nicht dem, was Sie denken, beziehungsweise glauben Sie nicht, was der andere erzählt. Glauben Sie dem Horoskop. Das ist eine wichtige Regel ganz allgemein astrologischer Art, die man jedem Astrologietreibenden auf den Weg geben müsste. Denn wie könnte es auch anders sein, wenn Sie dem Horoskop nicht trauen würden. Warum betreiben Sie dann Astrologie?

Die vorletzte wichtige Regel lautet folgendermaßen. Sie dürfen auf keinen Fall eine astrologische prognostische Vorhersage machen - egal mit welcher Methode - wenn Sie sich nicht zuvor das Radixhoroskop so angeschaut haben, dass Sie das Gefühl haben, nicht unbedingt den Gedanken haben, dieses Horoskop so weitgehend verstanden zu haben, sodass Sie darauf aufbauen können. Das Aufbauen bezieht sich hier auf die prognostische Aussage. Eine prognostische Aussage muss sich immer aufbauen auf einem verstandenen Horoskop. Es ist ganz wichtig, dass Sie zunächst immer das Radixhoroskop betrachten. Und sich erst danach um prognostische Aussagen bemühen. Wenn Sie das umgekehrt machen würden, geschweige denn, das Verstehen des Radixhoroskops nur unzureichend vornehmen, dann sind Sie auf dem falschen Weg. Keine prognostische Analyse ohne das Radixhoroskop grundsätzlich gut verstanden zu haben.

Die letzte Regel ist eine sehr einfache, denn Sie hat etwas mit der Verantwortlichkeit der astrologischen Arbeit zu tun. Verzichten Sie auch innerhalb der Prognostik immer auf Aussagen, wenn Sie sich nicht sicher sind. Auch ein Chirurg, der sich nicht sicher ist, ob er ein gewisses Blutgefäß entfernen soll, wird das eher nicht tun. Er wird sich eher mit seinen Kollegen noch mal beraten, als dass er bei einer „50:50 Chance“ das Risiko eingeht, dass der Patient auf dem Operationstisch aufgrund seines Versuchs sterben wird. Das mag Ihnen vielleicht als ein sehr drastisches Beispiel erscheinen, wenn ich das so sage. Aber Fakt ist letzten Endes, dass die Astrologen auch eine sehr verantwortungsvolle Arbeit leisten, die teilweise – ich weiß, was ich sage – in dem Moment Leben retten kann. Sie müssen in dem Sinne wirklich ein ausreichendes, ein wirklich ausreichendes Maß an Sicherheit haben, wenn Sie eine bestimmte Aussage machen. Und das gilt nicht nur fürs Radixhoroskop, sondern das gilt auch für die Prognostik. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sagen Sie nichts.

Insoweit also die Ausführungen zu Regeln, die wir in der Prognostik kennen sollten. In der nächsten Lektion wird es um die Transitlehre gehen.

 

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