bg01

Preise gültig bis 30. April  +++  im April ohne Versandkosten  +++  Zahlung auf Rechnung

Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Transite Sonne bis Jupiter

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

TRANSITE SONNE BIS JUPITER

Wir werden in diesem Lehrgangsabschnitt jetzt die einzelnen Transitplaneten besprechen. In dieser Lektion werden wir uns der Sonne, dem Mond, dem Merkur, der Venus, dem Mars und dem Jupiter zuwenden. Wir werden jeden einzelnen Transitplaneten zunächst unterscheiden im Sinne seiner Orbis-Fähigkeit in Zeit und in Grad. Wir werden uns einen Wirkungszeitraum anschauen, innerhalb dessen dieser Planet als Transit eine Bedeutung für ein Radixhoroskop erlangen kann. Wir werden uns weiterhin auch die Aspektarten anschauen, die für den jeweiligen Planeten von besonderer Bedeutung sind. Wobei die Aspekte dann letzten Endes nicht nur Gültigkeit haben auf andere Radixplaneten, sondern auch auf entsprechende Felderspitzen. Wobei hier dann aber gleich dazu gesagt sein muss, dass die Felderspitzen, wenn sie von Planeten transitiert werden, eigentlich nur dann wirklich ansprechen, wenn es sich bei den Transitplaneten, beziehungsweise bei dem Aspekt, um eine Konjunktion handelt.

Nach meiner Erfahrung ist es wirklich zu vernachlässigen, dass transitierende Planeten beispielsweise ein Quadrat auf eine Felderspitze werden. Das hat normalerweise kaum irgendeine Bedeutung. Aber die Konjunktionen auf Felderspitzen sind sicherlich von Bedeutung. Und letzten Endes wird dann natürlich ein entsprechender Kommentar, eine Würdigung abgegeben für den entsprechenden Planeten als Transit, wobei das wirklich nur ganz allgemeine Hinweise sein können. Denn Sie müssen Ihr Wissen in Bezug auf die Deutungskonzepte und in Bezug auf die Konstellationsbilder anwenden, um eine Transitanalyse inhaltlich zu füllen. Es sind nur allgemeine Kommentare, die hier an dieser Stelle dann als Hinweis, wie ein Planet, wie die Sonne beispielsweise, als Transitplanet anzusehen ist, dass Sie das nur als Hinweise ansehen dürfen.

Sonnentransit

Zunächst mal zur Sonne. Der Orbis der Sonne in Bezug auf Zeit und Grad ist hier gleich, nämlich circa ein bis zwei Tage, beziehungsweise ein bis zwei Grad. Der Wirkungszeitraum selber liegt entweder vor dem exakten Übergang oder zum Teil auch direkt darauf. Wobei direkt darauf jetzt keine Minuten- oder Sekundengenauigkeit meint, aber eine Zeit- und Gradspanne von ein paar Stunden, beziehungsweise circa 15 Minuten. Also 15 Minuten im Sinne von einem Viertelgrad. Merken Sie sich für den Wirkungszeitraum der Sonne: meistens vor dem exakten Übergang, beziehungsweise auch auf dem exakten Übergang an sich. Das ist der Hauptwirkungszeitraum. Als Aspekte sind bei Sonnentransiten vor allen Dingen die Konjunktion und die Opposition besonders wirksam, weil die Konjunktion, wie Sie hoffentlich noch wissen, einen sehr unbewussten Aspekt darstellt, auf der anderen Seite die Opposition den bewusstesten Aspekt überhaupt. Und diese Spanne, diese Spannung zwischen Bewusstsein und Unbewusstem, wird durch einen Sonnentransit in der Regel sehr stark aktiviert. Deshalb sind die beiden Aspektarten, nämlich die Konjunktion und die Opposition, normalerweise am aller wirksamsten. Natürlich ist auch ein Quadrat, ein Trigon eines Sonnentransits wirksam. Aber die Opposition und die Konjunktion sind in der Regel am stärksten.

Generell können wir sagen, dass ein oder zwei Tage eine sehr, sehr kurze Dauer an Wirksamkeit darstellen. Deshalb kann man generell nicht annehmen, dass hier lebensverändernde Wirkungen durch einen Sonnentransit eintreten. Aber man darf das auf der anderen Seite auch nicht unterschätzen. Die Sonnentransite können, weil die Sonne die Gesamtpersönlichkeit symbolisiert, den jeweiligen Horoskop-Bereich so sehr mit Kraft und Energie versorgen, dass dieser auch noch nach dem Transit lange weiter leuchtet und über Wochen teilweise auch noch eine möglicherweise gut nachweisbare Wirkung hinterlässt. Der Tag, an dem man einen Sonnentransit hat, in Bezug auf den Planeten, der den Transit abbekommt, sollte ganz besonders bewusst gelebt werden. Also stellen Sie sich vor, Sie haben ein Quadrat von der Sonne auf den Saturn. Dann sollten Sie an diesem Tag versuchen, das saturnische Prinzip möglichst bewusst zu leben. Also alle Dinge in einem positiven Sinne zu tun, die für das saturnische Prinzip stehen.

Es kann nicht gesagt werden, ob Sonnentransite – und das gilt natürlich auch für alle anderen Transite – positiv oder negativ erlebt werden. Das hat letzten Endes nur mit dem entsprechenden Entwicklungsniveau des Horoskopeigners zu tun. Aber sicherlich ist mit positiven, wie auch mit negativen Erlebnissen eine größere Bewusstwerdung möglich. Und die Bewusstwerdung ist sicherlich das zentrale Anliegen eines Sonnentransits. Selbst wenn er nur einen Tag gewährt. Aber man kann auch sagen, die Erleuchtung, wenn sie denn geschieht, geschieht in Sekunden. Lange braucht man dafür nicht. Der Weg dorthin, der ist lang. Aber das Bewusstwerden bestimmter Inhalte geschieht in Sekunden. Und dafür reicht ein Sonnentransit in der Regel aus.

Mondtransit

Kommen wir nun zum Mondtransit. Der Orbis in Zeit beträgt circa sechs Stunden. Man kann sagen, einen halben Tag wird ein Mondtransit maximal wirken. Das heißt in Grad übertragen circa drei Grad. Der Wirkungszeitraum liegt vor und nach dem exakten Übergang des Mondes. Wobei der Ereignishöhepunkt im Sinne von äußeren Ereignissen häufig mit dem rechnerisch exakten Übergang zusammenfällt. Die Kurve steigt sozusagen langsam an, ungefähr drei Stunden vor dem exakten Übergang, und wenn dann der Mond direkt darüber geht, passieren tatsächlich oft ganz konkrete Dinge. Es gibt einen alten astrologischen Lehrspruch, der heißt: „Der Mond gebiert Tagesaktualität“. Wenn er exakt über einen bestimmten Planeten in einem Winkel rüber läuft, dann geschehen tatsächlich konkrete Dinge. Und wenn er wieder raus läuft, in den nächsten folgenden drei Stunden, ebbt das ganze Geschehen ab. Vor allen Dingen sind auch hier, genau wie bei der Sonne, Konjunktion und Opposition wichtig, denn der Mond stellt das Unbewusste dar. Und dieselbe Begründung können wir deshalb, wie bei der Sonne, auch für den Mond nehmen. Nur dass wir das umdrehen müssen und sagen, die Sonne ist das Bewusstsein, der Mond das Unbewusstsein.

Insofern haben die beiden Aspektarten Konjunktion und Opposition auch hier bei den Mondtransiten eine ganz besondere Bedeutung. Weil die Mondtransite so kurz sind, haben sie nur stundenastrologische Bedeutung und sind vor allen Dingen dann zurate zu ziehen, wenn man aktuell kurzfristige Entscheidungen treffen muss und die Gefühlssituation des entsprechenden Horoskopeigners eruieren möchte. Denn die persönliche Befindlichkeit kann natürlich einen enormen Einfluss haben auf eine Entscheidung und diese sehr stark subjektiv einfärben, was weder ein Vorteil, noch ein Nachteil ist – es kommt auf die Situation an. Man sollte auch in dem Sinne wirklich beachten, dass die Objektivität während Mondtransiten so gut wie gleich null ist. Wenn Situationen anstehen, in denen Objektivität gefragt ist, dann sollte man eher warten, bis diese Mondtransite gelaufen sind. Um dann eine Entscheidung zu treffen, mit der man längerfristig zufrieden sein kann.

Merkurtransit

Für die Merkurtransite gilt, was den Orbis in Zeit und Grad angeht, dasselbe wie für die Sonne, nämlich ein bis zwei Tage. Die Merkurtransite wirken normalerweise vor dem exakten Übergang, sind aber in durchaus 50 Prozent aller Fälle, ähnlich wie beim Mond, auch exakt zusammenfallend mit dem rein rechnerisch exakten Übergang. Ausgeschlossen werden kann in der Regel, dass Merkurtransite nach dem exakten Übergang noch eine Wirkung entfalten. Für Merkurtransite kann man, was Aspekte angeht, so gut wie nichts ausschließen, obwohl auch hier Konjunktion und Opposition sicherlich im Vordergrund stehen dürften. Aber Trigone, wie Quadrate, wie Sextile – insbesondere das Sextil hat einen sehr starken merkurischen Einschlag - können eine Rolle spielen. Generell kann man sicherlich davon ausgehen, dass Merkurtransite ein wenig unterschätzt werden. Das gilt allerdings nur in dem Zusammenhang, dass wir davon ausgehen müssen, dass wir heutzutage in einer auch sehr merkurischen Zeit leben.

Kommunikation, Beweglichkeit, Mobilität – neudeutsch gesagt – ist etwas sehr, sehr Wichtiges. Bei allen Fragestellungen, die mit Ausdrucks- oder Kommunikationsproblemen zu tun haben, zum Beispiel wenn es um Prüfungsgespräche oder um Gesprächstermine geht, oder um wichtige Telefonate oder Absenden von Briefen und so weiter, da werden die Merkurtransite möglicherweise ein ganz guter Hinweis, eine ganz gute Hilfestellung sein können. Wenn ich einen sehr wichtigen Brief verfasse oder abschicke und ich habe gerade einen Merkurtransit auf dem Saturn, dann kann das durchaus passend sein. Ich sollte möglicherweise vielleicht auch warten, bis ich einen solchen Transit habe, um den Brief dann erst in den Briefkasten zu werfen - wenn ich möchte, dass eine Wirkung erreicht wird, die im weitesten Sinne mit dem Saturnischen in Übereinstimmung stehen soll.

Selbstverständlich ist es auch so, wenn Menschen an sich in ihrem Radixhoroskop sehr zwillings- oder jungfraubetont sind, also merkurbetont sind, dass sie dann auf diese Merkurtransite in einem besonderen Maße reagieren. Ich habe beispielsweise Menschen kennen gelernt, die haben auch astrologische Kenntnisse gehabt, und die sagten: wenn sie Merkurtransite in einer bestimmten Konstellation haben, dann klingelt bei ihnen immer das Telefon. Das heißt, wenn Sie wichtige Telefonanrufe erwarten, dann können Sie im Grunde genommen ins Radixhoroskop schauen und wissen anhand der Konstellation, wann die dann kommen. Das ist eine ziemlich verblüffende Tatsache, die mir von vielen schon berichtet worden ist. Insofern wird sie wahrscheinlich auch der Wirklichkeit entsprechen.

Venustransit

Die Venustransite haben vom Zeit- und Grad-Orbis her genau denselben Wert wie die Merkurtransite, nämlich ein bis zwei Tage, beziehungsweise ein bis zwei Grad, und wirken in der Regel vor, beziehungsweise beim exakten Übergang. Bei Venustransiten ist es in der Regel nicht zu bemerken, dass sie noch nach dem Übergang eine Wirkung hinterlassen. Was sicherlich damit zu tun hat, dass Venustransite auch nicht zu denjenigen gehören, die eine immer sehr nachhaltige und tiefgehende intensive Wirkung haben. In Einzelfällen gibt es da sicherlich wie immer Ausnahmen. Aber normalerweise kann gesagt werden: vor dem Übergang und dann eventuell noch beim exakten Übergang. Aspektarten kann man alle aufzählen, allerdings muss man doch zur Kenntnis nehmen, dass sehr harmlose Winkel, wie das Sextil und das Quincunx, selten eine Wirkung hinterlassen. Auch aus dem vorher genannten Grund, weil die Durchschlagskraft des Venustransits wirklich sehr, sehr gering nur ist. Und insofern ein unauffälliger Aspekt an sich zusätzlich noch die Unauffälligkeit sozusagen verstärkt.

Am stärksten sind hier auf jeden Fall die Konjunktion und die Opposition. Das Quadrat in seiner in der Regel doch sehr, sehr problematischen Wirkungsweise fällt hier auch aus den genannten Gründen in der Regel flach. Man kann sagen, dass die Venustransite sowas wie mildernde Umstände des Lebens darstellen, und vor allen Dingen dann doch einen gewissen Vorteil – einen gewissen Vorteil – darstellen, wenn man sehr schwierige Zeiten hat. Das sind dann ein bis zwei Erholungstrage. Schön, dass es die Venustransite gibt. Es könnte ruhig ein bisschen mehr sein. Aber wie dem auch sei, die meisten wirklichen Veränderungen im Leben werden nicht von Transiten herbeigeführt. Nach meiner Erfahrung sind Transite am wenigsten spürbar.

Marstransit

Im Unterschied dazu der Mars, der vom Zeit-Orbis eine Woche lang wirkt. In Grad-Orben durchaus bis zu fünf Grad. Der Wirkungszeitraum liegt vor dem exakten Übergang, weil der Mars sozusagen eine Hitzewelle vor sich herschiebt und da die Wirkung im Grunde genommen schon lange, lange vorher einsetzt. Es kommt auch vor, dass manchmal die exakten Übergänge tatsächlich auch zu Wirkungen führen, aber das wäre eher unüblich. Aber es ist möglich. Eigentlich sind alle Aspektarten von Marstransiten ansprechbar. Die Spannungsaspekte Quadrat, Konjunktion, Opposition sind natürlich hier am stärksten, weil der Mars in der Regel einer ist, der sehr viel Energie und zum Teil auch Gefahr mit ins Leben bringt, die allerdings auch sehr fruchtbar genutzt werden kann. Und insofern sind vor allen Dingen die Spannungsaspekte natürlich diejenigen, die am allermeisten auf Marstransite warten, wenn man das mal so ausdrücken möchte.

Die Marstransite sind in der Regel immer spürbar. Nur wenn im Radixhoroskop schon sehr stark uranische und neptunische Einflüsse auf den Mars gehen, und das Mars-Prinzip weitestgehend verdrängt oder aufgehoben ist, dann wird man das so deutlich nicht spüren können. Aber vor allen Dingen aufgrund der Tatsache, dass die Marstransite sehr spürbar sind, eignen sie sich auch für den relativen Anfänger gut zum Üben. Schauen Sie sich bei Ihnen die Mars-Transite in den letzten Wochen und Monaten an, vor allen Dingen im Sinne der Spannungsaspekte. Und versuchen Sie zu rekonstruieren, was an diesen Tagen in Ihrem Leben passiert ist. Da werden Sie in der Regel einiges spüren. Das können Sie sich dann für die Zukunft auch zunutze machen und so einiges über die Marstransite in Ihrer gesamten Wirkungspalette lernen.

Mars ist Energie und versorgt deshalb das Horoskop ständig mit Energie, während er seine Transite abläuft. Vergleichbar mit einem Tour-de-France-Fahrer, der zwischenzeitlich an der Wegstrecke einen Energieriegel zugesteckt bekommt. Und so ist es auch bei Menschen. Der Mars läuft und läuft und läuft, also anstelle von uns - aber man kann es auch umdrehen und sagen: der Mars wartet mit seinem Transit und wir laufen vorbei. Wir kriegen dann ein bisschen Energienahrung zugesteckt. Die Kräfte, die der Mars symbolisiert, sollten auf jeden Fall relativ frühzeitig bemerkt werden, denn sie können, wenn man nicht weiß, was da eigentlich vorgeht, auch ziemlich gefährlichen Charakter annehmen. Im Sinne von Unfallgeschehen oder auch dem Zusammentreffen von Aggressivität. Und wer das nicht im Prinzip mag - obwohl solche Menschen gibt’s auch - der wird dann möglicherweise, wie man so schön sagt, sein blaues Wunder erleben können.

Das ist jetzt durchaus eine Aussage, die in der modernen Astrologie immer noch standhält. Das hat vor allen Dingen auch dann Gültigkeit, wenn die Destruktivität, die der Mars an den Tag legen kann, durch die Langsamläufigkeit zum Transitmoment noch untermauert wird. Je langsamer der Mars als Transitplanet läuft, umso länger verweilt er auf bestimmten Punkten und umso „ungehaltener“ ist er. Denn eigentlich ist der Mars kein langsamer, sondern ein schneller. Und wenn er langsam läuft, dann ist er meistens relativ sauer über die kleinsten Aufenthalte, die er dann zusätzlich noch aufgebürdet bekommt, sprich also über die kleinsten „ich verstehe nicht“-Momente, die dann von dem Transitnehmer sozusagen hier angezeigt werden. Dann kann es durchaus sein, dass die Destruktivität ziemlich groß wird. Man muss daher versuchen, diese Kräfte geschickt in die richtigen Bahnen zu lenken. Da können Sie sicher Ihre Kenntnisse über das Mars-Prinzip an sich wieder rekonstruieren. Und dann fällt Ihnen sicherlich eine Menge dazu ein.

Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass Sie bitte nicht vergessen sollten, dass die Marstransite zum Teil wirklich sehr lange vor den exakten Übergängen wirken. Und den Orbis, den wir hier angegeben haben, bis zu einer Woche, beziehungsweise auch bis zu fünf Grad, den können Sie in Einzelfällen oder müssten Sie dann, wenn Sie das so sehen, durchaus auch noch nach hinten vor den exakten Übergang verlängern. Das ist keine Seltenheit, dass Sie manchmal über zehn Tage lang im voraus Wirkungen spüren können.

Jupitertransit

Nun kommen wir in dieser Lektion zum Jupiter, als dem Planeten, der das Bindeglied zwischen den persönlichen und den wirklich kollektiven Planeten symbolisiert. Der Jupiter hat schon eine gewisse Langsamläufigkeit - er braucht ein Jahr in jedem Zeichen und wird als Transitplanet in einem Zeitorbis gesehen, circa zwei Monate brauchen, um sein Transitgeschehen abzuschließen. In Graden können wir hier auch von fünf, sechs bis sieben Grad maximal, sprechen. Auch für den Jupiter ist eine vorhergehende Wirkung vor dem exakten Übergang spürbar. Wenn der Jupitertransit exakt wird, kann man oft ein sogenanntes Ereignisvakuum feststellen. Das heißt es passiert gar nichts. Obwohl der Planet fast direkt in Konjunktion oder im Quadrat oder im Trigon zu dem empfangenden Planeten steht. Die Wirkungen sind dann danach zum Teil auch noch spürbar, aber typischerweise davor. Dieses Ereignisvakuum können Sie sich vorstellen wie so eine Windhose, in deren Mitte auch vollkommene Ruhe herrscht. Drum rum ist mehr oder weniger die Hölle los.

Von den Aspektarten her scheint es nach aller Erfahrung so zu sein, dass der Jupiter kein Kostverächter ist und sozusagen alles nimmt, sogar jedes Quintilchen und Biquintilchen. So ein Jupitertransit ist nicht unbedingt einer der allerschlimmsten. Er kann einem ein wenig die Seele streicheln. Und alles ausblenden, was um einen herum passiert, sodass man wieder klare Gedanken und auch Einsichten bekommt. Insofern ist der Jupiter derjenige Planet, der das schafft, was die Venus in ihrer Kleinheit, die sie nun letzten Endes doch im Vergleich hat, nicht schaffen konnte. Was Venus nicht schafft, bringt der Jupiter im Positiven fertig. Und die relative Langsamkeit von bis zu zwei Monaten, ein Vierteljahr hab ich auch schon beobachtet – das sind Zeiträume, in denen man schon einiges bewirken und bewerkstelligen kann. Man muss dann „nicht hetzen“, um entsprechende Einsichten, die man gewonnen hat, dann auch möglicherweise noch in die Tat umzusetzen. Man hat relativ viel Zeit. Und insofern sind Jupitertransite auch äußerst produktiv.

Letztlich sei aber noch gesagt, dass Jupitertransite durchaus nicht an sich, wie jeder andere Transit, gut oder schlecht sind - das sind sowieso vollkommen irrelevante Worte. Aber Sie wissen, was damit gemeint ist. Sondern ein Transit ist das, was wir daraus machen. Und es kann sehr wohl sein, dass ein Jupitertransit, wenn man sehr schlecht drauf ist und keine Möglichkeit hat, aus diesem negativen Zustand rauszukommen, den negativen Zustand auch noch verstärkt. Damit müssen Sie rechnen. Sie sollten daher nicht unbedingt die Haltung entwickeln: Juhu, ein Jupitertransit – na, dann kann’s ja nicht so schlimm werden. Das Gegenteil davon wäre auch möglich.

 

> zur Hauptseite

© 2002 - 2018 ASTROVITALIS - komplette Astrologie-Ausbildung als Fernstudium

^ nach oben ^