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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Astromedizin Geschichte

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

Astromedizin

Das Wissen über Krankheitsbilder und deren psychosomatische Hintergründe ist von großer Wichtigkeit, wenn es um dauerhafte Heilung und Gesundung geht. Dieser Ausbildungsabschnitt führt Sie ein in die die Lehre der anatomisch-organischen Zuordnungen, die Symptombildlehre, die astrologische Bachblütenlehre, die astrologische Homöopathie, die Deutung der Volkskrankheiten, den Mondeisprungszyklus und die astrologischen Ernährungslehre.

ASTROMEDIZIN GESCHICHTE

Die astrologische Medizin ist – leider, leider – innerhalb der astrologischen Szene ein Stiefkind. Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass es seit längerer Zeit einen ziemlichen Boom gegeben hat, was astromedizinische Literatur angeht, soweit man das im Spezielleren auch so nennen will. Aber meistens in einer doch aus meiner Sicht relativ oberflächlichen Art und Weise. Es wurden sehr häufig entsprechende Zuordnungsmodelle entwickelt, die sich aber nicht auf tatsächliche Modalitäten eines Geburtshoroskops beziehen, sondern auf im Grunde genommen theoretische Größen. Was also heißt, dass zum Beispiel Zuordnungen zu Planeten oder zu Tierkreiszeichen gemacht worden sind - und dabei ist es dann auch geblieben. Diese Zuordnungen an sich sind nicht falsch, das tun wir ja auch. Aber die eigentliche astromedizinische Arbeit kann nur gelingen, wenn man die einzelnen Konstellationsbilder, die Sie in der Mitte der Ausbildung kennen gelernt haben - die 38 Konstellationsbilder von Saturn, Uranus, Neptun und Pluto - wenn man die auch befüllen kann mit medizinischen Symptomen. Einfach nur Zuordnungsebenen - dass man nach dem Motto vorgeht, die Leber ist der Schütze und das Knie ist der Steinbock – das kann beileibe nicht ausreichen. Vor allen Dingen dann nicht, wenn man seriös arbeitet oder wenn man mit Klienten zu tun hat, die wirklich große gesundheitliche Probleme haben oder die möglicherweise auch mit einer Krankheit ausgestattet sind, die tödlich verlaufen kann. Da muss man ganz weitreichende spezielle astromedizinische Kenntnisse haben, um solchen Klienten gerecht werden zu können.

Ich habe mir vor langer Zeit, das war Anfang bis Mitte der Achtzigerjahre, eine sehr große Arbeit und Mühe gemacht. In der Form, dass ich mein bisher schon angeeignetes astromedizinisches Wissen inklusive dem Wissen, was in vielen astromedizinisch guten Fachbüchern aus dem Abendland und aus dem Morgenland existierte, zusammengefasst habe zu einem sogenannten Symptomkatalog. Dieser nennt sich „Die Zuordnung und Symptombilder in der medizinischen Astrologie“. Dieses doch sehr umfangreiche Nachschlagewerk, da sind circa 5.000 medizinische Symptome und ihre astrologischen Zuordnungen enthalten, ist auch Bestandteil meiner Premium-Ausbildung (siehe www.astrovitalis.de). Diese Sammlung stellt ein Nachschlagewerk dar, was bis zum heutigen Zeitpunkt seinesgleichen sucht. Sie werden nirgendwo in der astromedizinischen Literatur etwas Vergleichbares finden. Das ist auch der Grund dafür, warum ich das damals ins Leben gerufen habe. Wenn Sie, was ich sehr hoffe, sich mit der Astromedizin weiter beschäftigen, dann wird Ihnen dieses Nachschlagewerk die aller-, allerbesten Dienste leisten. Sie sollten sich mit der Astromedizin auch deshalb beschäftigen, weil die Benennung eines Krankheitssymptoms Sie sofort auf den geradesten Weg zum Erkennen eines Problems und zu einer Hilfestellung demjenigen, der Ihnen das Symptom schildert, führt.

Wenn mir jemand sagt, er hat Nierensteine, dann weiß ich alles. Mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen. Ich muss dann nur noch einen kurzen Blick ins Horoskop werfen und gemäß der Deutungsvorgänge vorgehen, so wie Sie diese bereits gelernt haben, um ihm zu sagen, warum er die Nierensteine hat. Im Sinne einer internen und einer externen Ursache – bitte erinnern Sie sich. Ich muss ihm dann im Sinne der Rahmenbedingung eine Hilfestellung aufzeigen können, um aus dem Problem, beziehungsweise um aus dem Symptom herauszukommen – das bedeutet Symptomfreiheit, also Heilung zu erlangen.

Wenn ich ein Symptom genannt bekomme, dann erzählt mir ein Mensch im Grunde genommen einen ganz, ganz großen Teil seiner Lebensgeschichte, beziehungsweise seines Horoskops. Denn ein körperliches Symptom taucht nur dann auf, wenn ein dahinter stehendes seelisches oder geistiges Problem nicht gelöst ist. Das gilt für den Schnupfen genauso wie für das bösartige Melanom. Es spielt keine Rolle. Das Prinzip bleibt immer das gleiche. Ein Symptom taucht auf, wenn ein dahinterstehendes geistiges oder seelisches Problem nicht gelöst worden ist. Das Symptom ist sozusagen der Schrei der bisher unerhörten Seele. Das Symptom will aufmerksam machen und sagen: Hallo, hier ist ein Problem, und zwar ein massives Problem, denn ich bin ein Symptom und ich tauche auf der letztmöglichen Ebene, nämlich der körperlichen Ebene, auf. Alle anderen Signale hast du nicht hören wollen, also muss ich es dich jetzt fühlen lassen. – Meistens tut es ja irgendwie auch ein bisschen weh.

Bevor wir uns weiter mit der Theorie der Astromedizin und selbstverständlich auch mit der Praxis der Medizin beschäftigen, möchte ich Ihnen in dieser Lektion vor allen Dingen einen kurzen geschichtlichen Überblick über die astrologische Medizin geben. Bevor ich das tue, möchte ich aber noch den Hinweis loswerden, dass die Astrologie, von einigen kurzfristigen Ausnahmen abgesehen, nie wirklich versucht hat, sich von der Medizin zu trennen. Andersherum hat die Medizin allerdings seit langer, langer Zeit - man kann sagen, so ab dem 16., 17. Jahrhundert spätestens - das Interesse an der Astrologie verloren. Selbst diese minimalen Ansätze, die man in den Achtziger-, Neunzigerjahren feststellen konnte, die können nicht wirklich als ernsthaftes Interesse der Medizin, das heißt jetzt der Schulmedizin, gewertet werden.

Die Schulmedizin befindet sich leider, wie Sie sicherlich auch annehmen und so sehen werden, auf einem sehr gefährlichen Kurs, weil sie die Ganzheitlichkeit des Menschen immer mehr leugnet und so sehr auf Details und Symptome ausgerichtet ist, dass sie ihre Möglichkeiten bald vollends verspielt haben wird, den Menschen in seiner Ganzheit zu erfassen und damit wirklich grundsätzlich zu heilen. Wir können von Glück reden, dass es so etwas Wunderbares wie beispielsweise die Homöopathie gibt, die einen ganz anderen Weg geht. Aber nun, jeder Mensch muss sich diesen Weg selber auswählen. Und wer meint, mit der Schulmedizin voranzukommen, der muss das tun – solange bis er merkt, dass es nicht funktioniert. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin an sich etwas ganz Schlechtes ist. Es gibt akute Notsituationen, in denen die Schulmedizin Hervorragendes leistet, einen Menschen auch vor dem Tode retten kann, soweit denn das Schicksal damit auch einverstanden ist - ansonsten ist es wieder nicht in Ordnung.

Aber auch das können wir im Moment nicht erörtern. Sicherlich ist die Schulmedizin an sich nicht vollständig zu vermeiden. Aber wir müssen davon ausgehen, dass da Entwicklungen sind, die nichts mehr zu tun haben mit den medizinischen Einstellungen, die vor mehreren hundert Jahren oder vor tausend Jahren auch in bezug auf die Astrologie gestanden haben. Wenn Sie heute einen Mediziner nach seinem Verhältnis zur Astrologie auszufragen versuchen, dann weiß der erst mal gar nicht, wovon Sie reden. Seit 300-400 Jahren hat die Medizin mit der Astrologie nichts mehr zu tun, und daran hat sich im Grunde genommen bis zum heutigen Tage nicht viel geändert. Ab vielleicht 2020 wird wahrscheinlich ein gewisser Schwenk wieder in Richtung der ganzheitlichen Betrachtung geschehen. Aber momentan glaube ich nicht, dass es einen großen Ruck durch die Schulmedizin geben wird.

700 vor Christus fand man in Persien, in Keilschrift geschrieben eine Bibliothek, in der zum ersten Mal die Beziehung des Mondes, beziehungsweise des Mondstandes, zu bestimmten Krankheitsbildern festgestellt worden ist. Circa 200 Jahre später datiert ein vom griechischen Philosoph Heraklit verfasstes Schriftstück, dass alle Krankheiten aus einem Urfeuer, vielleicht meint er damit den Widder, entstanden seien und alle anderen Elemente, Luft, Erde und Wasser aus diesem Urelement hervorgehen. Da dieser Hinweis auf die entstehenden Krankheiten aus dem Urfeuer sehr wichtig ist, kann man sagen, dass die Elemente Luft, Erde, Wasser und Feuer in ihrer astrologischen Beziehung hier schon erkannt worden sind. Dann gab es den berühmten Hippokrates, der circa 300 bis 400 vor Christus lebte. Der war auch Astrologe, wie man heute weiß. Er war der Ansicht: „dass jeder, der Heilkunde betreibt, auch Astrologe sein sollte, um die Ursache und den Verlauf einer Krankheit besser zu verstehen.“

Weiterhin gab es den Aristoteles, der ein bisschen später, also um 300 bis 350 vor Christus, gelebt hat. Aristoteles war Sohn eines Arztes, eines Hofarztes, und ein Schüler von Platon. Er erschuf in einem gewissen Sinne das astrologische Weltbild, wie wir das heute kennen, beziehungsweise auch die Vierteilung des Horoskops durch die Quadranten. Er entwickelte im medizinischen Bereich die sogenannte „Humoralpathologie“, in der Ursachen von Krankheiten immer in einer falschen Mischung von Körpersäften - also Blut, Speichel, Lymphe und so weiter - angesehen werden. Diese Humoralpathologie, die scheint auch heute wieder in den Naturheilverfahren sehr im Kommen zu sein und erlebt eine gewisse Renaissance. Die Humoralpathologie stellt aus der Sicht vieler Forscher im Grunde genommen die Grundlage der indischen Ayurveda-Medizin dar. Ayurveda-Medizin, die sogenannte Elefantenmedizin, die auch heute wieder einen Boom zu verzeichnen hat (obwohl da teilweise auch viel Unsinn mit getrieben wird). In Ägypten fand man zudem, auch circa 300 vor Christus, ein Schriftstück, auf dem die Tierkreiszeichen und menschliche Körperteile, sowie auch Heilpflanzen, die für Beschwerden bei den entsprechenden Körperteilen zuträglich wären, aufgezeichnet gewesen sind.

Weiterhin gab es einen Mann mit den Namen Hipparchos. Der lebte circa 150 vor Christus. Der war ein Mathematiker, zudem ein Astronom und auch Astrologe, so wie früher alle Astronomen auch Astrologen waren - das hat sich geändert. Der führte den 360-Grad-Tierkreis ein. Er hat die 360 Grade für den Kreis festgesetzt und gesagt, alle 30 Grad gibt es ein neues Tierkreisprinzip. Außerdem entwickelte er das, was man die Melothesis, beziehungsweise die Melothesie, nennt. Das ist die Lehre von den Zuordnungen des menschlichen Körpers im Sinne der Körperteile und Organe zum Tierkreis. Dann, um circa Christi Geburt herum, gab es einen Philon von Alexandria. Dieser Philon war auch ein Astrologe, der den menschlichen Körper, und das ist das Besondere, und den menschlichen Geist in sieben Teile aufteilte und den damals bekannten sieben Planeten - Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn - zuordnete. Man geht davon aus, dass der Philon auch derjenige war, der den Siebenjahresrhythmus, der auch heute noch in der Münchener Rhythmenlehre gebraucht wird, entwickelt haben soll. Interessant. Dann Ptolemäus, von dem haben Sie wahrscheinlich schon in der Schule gehört. Der wurde der König der Astrologie genannt und war einer der letzten großen Naturwissenschaftler in der Antike. Er beschrieb in sehr vielen seiner Schriften ausführlich den Bezug von Erkrankungen zu Gestirnskonstellationen.

Möglicherweise haben Sie auch mal was von der Hildegard von Bingen gehört, die circa um 1.000 bis 1.100 nach Christus gelebt hat. Sie nimmt sehr häufig Bezug zur Astrologie. Genauso wie ein sogenannter Gilbertus Anglicus, der eine Abhandlung um circa 1.200 nach Christus geschrieben hat, mit dem interessanten Titel „Wie man ohne Urinschau aufgrund astrologischer Regeln die Krankheiten erkennen kann“. Er hat sich sozusagen den Urin angeschaut und hat dann nach astrologischen Regeln gesagt, woran dieser Mensch erkrankt ist. Friedrich der II., der hatte einen Hofastrologen namens Bonfati. Der hat um 1270 die sogenannte Halbsummenlehre entwickelt. Die Halbsummenlehre ist eine spezielle Methodik, wie man astrologisch zu Aussagen kommen kann. Bestimmte astrologische Schulrichtigen beschäftigen sich auch sehr ausgiebig damit. Zum Beispiel die Ebertin-Schule in Freiburg. Diese Halbsummen können in speziellen Fällen einen gewissen Aufschluss geben über eine bestimmte Symptomatik, beziehungsweise über sehr spezielle Erkrankungsformen. Diese Halbsummenlehre ist von Bonfati entwickelt worden, und man kann sagen, dass auch heute noch bestimmte Krankheitsdispositionen oft nur über das Halbsummenbild eines Horoskops auffindbar sind. Ich kann Ihnen auf der anderen Seite versichern, wenn Sie sich die astromedizinischen Kenntnisse aus diesem Kurs aneignen, dass Sie dann ein astrologisch-medizinisches Rüstzeug haben, das Sie – mit Verlaub – kaum irgendwo anders finden. Und das Sie mit der Fähigkeit ausstattet, diagnostische Aussagen zu machen, ohne mit Halbsummen arbeiten zu müssen.

Dann gab es um 1500 den Paracelsius. Der Paracelsius war Arzt, war Philosoph, und er war auch Astrologe. Er vertrat die Ansicht, dass ein Arzt ohne entsprechendes Wissen ohne die universellen Gesetzmäßigkeiten nur ein sogenannter „Pseudo Medicus“, ein sehr berühmtes Wort von ihm, sei. Er sagte: „jeder Arzt muss sich mit Astrologie beschäftigen, sonst wäre er kein richtiger Arzt.“ Circa um 1600 erscheint von einem Antonis Marginus, das war der Leibarzt von Gregor dem 13., ein Werk über Astrologie und Medizin. Das ist in einem deutschen Museum ausgestellt und kann bewundert werden. Dieser Zeitpunkt, also circa 1600, ist eigentlich der Zeitpunkt, von dem an die Medizin angefangen hat, sich selbst in einem bestimmten Sinne sehr wissenschaftlich auszurichten und zu entwickeln. Und sich damit von der Astrologie verabschiedet, von der dann die Meinung entstanden ist, sie hätte nichts mit Wissenschaft zu tun - was vollkommener Unsinn ist, vor allen Dingen dann, wenn man den Wissenschaftsbegriff ein bisschen weiter fasst, als wie es die Wissenschaft selber meint. Seither hat das Interesse der Medizin mehr oder weniger stark abgenommen.

Wir Astrologen - vor allen Dingen die, die wir nach dieser Methode, die Sie hier gerade so interessiert lernen, arbeiten - wir versuchen halt noch, die Fahne hochzuhalten und die Medizin und die Astrologie in Verbindung zu bringen. Denn wir wissen, dass das ein unschätzbar wichtiges Erfahrungsgut darstellt, auf das man in astrologisch seriöser und ernsthafter Arbeit nicht verzichten möchte.

 

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