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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Astomedizin-Diagnostik und Therapie

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

DIAGNOSTIK UND THERAPIE

Die Diagnostik in der astrologischen Medizin ist in einem gewissen Sinne ein recht diffiziles Thema. Obwohl es natürlich, und deshalb wird es ja auch im Ausbildungsgang an dieser Stelle besprochen, ein sehr, sehr wichtiges Kernthema ist. Die Frage lautet: Wie finde ich heraus, was wirklich wichtig ist? Diese Frage ist vor allen Dingen deshalb berechtigt, weil es nicht immer so ist, dass ein Klient zu uns kommt und sofort von alleine von einer bestimmten körperlichen Problematik redet – das heißt wir befinden uns nicht immer sofort im Zentrum des Geschehens. Wir wissen zunächst nicht, inwieweit ein Klient gerade mit einer Symptomatik konfrontiert ist, die wirklich zu den zentralen Problemen seiner Persönlichkeit gehört. Denn Symptome können selbstverständlich an Stellen und zu Zeiten auftauchen, wo wir sagen können: also diese Stellen stehen stellvertretend nicht für wirklich entscheidend Wichtiges und tauchen auch zu einer Zeit auf, die nicht eine besondere historische Bedeutung für das Leben dieses Menschen hat. Jemand mag vielleicht schildern, dass er sich vor zwei Wochen bei einem Skiunfall das Bein gebrochen hat oder dass der Arzt ihm gesagt hat, er hat schon zum dritten Mal wieder Gallensteine und die müssen operiert werden – Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass diese Schilderungen dann im Sinne der Zeit und der Art und Weise immer Symptome beschreiben, die zentral wichtige Themen darstellen.

Das bedeutet, dass im Sinne von astromedizinischer Diagnostik die Arbeit geleistet werden muss, da kommt man nicht drum herum, die auch ansonsten geleistet wird, wenn Sie sich die Geschichte eines Menschen anhören, der zu Ihnen kommt. Bitte – ich verweise Sie nochmals auf die vorhergegangenen Lektionen zu den Deutungskonzepten, wo dazu einiges gesagt worden ist. Beziehungsweise ich verweise auch auf folgende Lektionen, in denen eine bestimmte Gesprächstechnik, wenn man das jetzt mal so nennen möchte, noch erwähnt wird. Diese versetzt uns in die Lage, das Kernproblem eines Menschen zu sehen, es ausfindig zu machen, es sich genauer anzuschauen und es umzuwandeln in eine Kernlösung. Dazu werden Sie in späteren Lektionen im letzten Kursabschnitt noch einiges zusätzlich hören.

Dennoch sei an dieser Stelle gesagt, dass eine astromedizinische Beratung – wenn wir das überhaupt isoliert betrachten können oder wollen – in einem gewissen Sinne so direkt gar nicht existiert. Sondern es darf und muss auf jeden Fall nur eine Beratung sein, die den gesamten Menschen betrachtet, unabhängig von den Symptomen, die er möglicherweise freiwillig schildert. Ich kann Ihnen deshalb folgenden Rat geben: Wenn Sie bei einer astromedizinischen Beratung oder bei einer ganz normalen Beratung von dem entsprechenden Klienten mit Informationen gefüttert werden, welche Symptome er hat, dann nehmen Sie das mit Interesse zur Kenntnis. Gehen Sie aber nicht davon aus, dass Sie bereits hier den heiligen Gral gefunden hätten. Sondern beachten Sie bitte ein paar Richtlinien für die astromedizinische Diagnostik:

Schauen Sie sich die Konstellationen an, die aus Ihrer Erfahrung die vorrangig wichtigsten sein dürften. Wir gehen jetzt von einer Gesprächssituation aus, um die Sache nicht an dieser Stelle unnötig zu verkomplizieren, wo es wirklich um eine körperliche Symptomatik geht, aufgrund derer der Klient zu Ihnen kommt. Schauen Sie sich die Konstellationsbilder an, die Sie als herausragend betrachten. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel auch die schwierigen Konstellationen wie Mond-Saturn, Mond-Neptun oder Uranus-Pluto, soweit sie im Horoskop auftauchen sollten, 100-prozentig berücksichtigen sollten. Versuchen Sie dann, auf ein oder zwei oder meinetwegen auch bis zu drei Konstellationen zu kommen, auf die Sie sich festlegen, die Ihrer Erfahrung nach eine entsprechend ungeheuer starke Wichtigkeit und Wertigkeit haben. Die in der Hierarchie der Anlagen ganz weit oben stehen. Dann sollten Sie – und so etwas folgt im Sinne der Kenntnisnahme für Sie auch in den nächsten Lektionen – entsprechende Zuordnungen zu diesen astrologischen Konstellationen im astromedizinischen Sinne, im Sinne der Symptombilder, kennen.

Wenn Sie in dem einen Horoskop der Ansicht sind, dass das eine Mond-Uranus-Konstellation ist, die da ganz, ganz, ganz herausragend ist, dann können Sie beispielsweise davon ausgehen, dass dieser Mensch wahrscheinlich - unabhängig davon, ob er Ihnen schon Symptome schildert, die mit Mond-Uranus zu tun haben - eine sehr starke Ansteckungsangst in sich trägt. Er hat Angst, sich zu beschmutzen, und er wird deshalb möglicherweise in Schilderungen ein bisschen übertreiben. Denn die Konstellation Mond-Uranus hat unter anderem auch ein kleines bisschen was mit Hypochondrie zu tun. Selbst wenn das in dem Einzelfall nicht so ist und Sie beispielsweise in den Erklärungen und Schilderungen des Klienten hören, dass da zum Beispiel – wenn es eine Frau ist – große Unterleibsbeschwerden schon seit langen Jahren oder gar Jahrzehnten auftauchen, dann haben Sie damit eine ganz klassische Symptomatik für die Mond-Uranus-Konstellation präsentiert bekommen. Und könnten dann noch andere Symptome, zum Beispiel eine erhöhte Nervosität oder eine geringe körperliche Belastbarkeit, die das Pendant zur geringen seelischen Belastbarkeit darstellt, erfragen. Sie müssten dann ein bisschen um das Angebot, um das Symptom, herum noch abklopfen, ob noch andere Symptome, das heißt im Sinne einer Symptomverschiebung, für die herausgefundene wichtige Konstellation infrage gekommen sind.

Wenn das nicht der Fall ist, wenn also die Klientin in dem Fall sagt: „nein, also alles, was Sie hier abfragen, ist nicht infrage gekommen bisher, hatte ich nicht, kenne ich nicht, sondern nur die ständigen Unterleibsbeschwerden“, dann muss man davon ausgehen, dass dieser Mensch, beziehungsweise dessen Schicksal, sich dazu durchgerungen hat, nur allein diese Ebene des Unterleibes dazu zu benutzen, die Mond-Uranus-Problematik, die ja letzten Endes mit einer seelischen Distanziertheit und mit einer Unbekümmertheit zu tun hat, die auch gefährlich werden kann, nur diese Ebene zu benutzen. Wenn die Klientin andere Ebenen schildert, die mit Mond-Uranus astromedizinisch zu tun haben, dann ist das ein breitgefächertes Spektrum und wird wahrscheinlich dazu führen, dass die Einzelsymptome in ihrer Intensität nicht so stark in Erscheinung treten, wie wenn der Klient nur einen einzelnen Organ- oder Körperbereich ausgewählt hat. Dann ist die Symptomatik meistens intensiver. Das ist sowas wie das Prinzip einer Heizung, wo sich aufgrund der größeren Fläche dann einfach die Intensität verteilt. Oder das Prinzip eines Schneeschuhs, den man anzieht, um im Schnee nicht zu versinken. Je mehr Körperbereiche man auswählt, um eine entsprechende Konstellation in ungeeigneter Form zu leben, umso weniger intensiv sind in der Regel die Verlaufsformen für die Symptome. Wenn man nur einen einzigen Bereich aussucht, dann ist da meistens ein ziemlich heftiges Geschehen im Verzug.

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Diagnostik ist dann die Frage, ob es sich bei der Symptomatik, die Sie finden – egal, auf welchem Wege Sie sie finden oder in welcher Intensität sie auftaucht – um eine vorübergehende handelt, die nur eine kurze zeitweilige Akutheit aufweist und die möglicherweise nie wieder im Leben erscheinen wird - oder ob das eine Symptomatik ist, die ursächlich mit dem Radixhoroskop verbunden ist. Um diese Frage, die sehr wichtig ist, zu klären, müssen Sie sich auch ein wenig der Prognostik behelfen. Sie müssen die Transite und die Achsverschiebungen sich in einer besonderen Art und Weise angeschaut haben, um dann erkennen zu können, ob ein Symptom möglicherweise nur aufgrund eines Transits oder einer Achsauslösung in Erscheinung tritt und nicht im Radixhoroskop gleichzeitig auch vorhanden ist. Wenn das nämlich der Fall ist, dann handelt es sich um ein einmaliges oder vorübergehendes Phänomen, dem in einem gewissen Sinne nur zur Zeit des Auftretens eine gewisse Beachtung geschenkt werden kann. Und wo dann meistens nicht wirklich direkt Hilfestellungen geleistet werden können, beziehungsweise auch brauchen, weil die Symptomatik oft nicht eine solche Intensität oder eine solche Schwere erreicht, dass wirklich ganz besondere Hilfe notwendig wäre.

Solche Vorgänge gibt es durchaus, dass Menschen plötzlich mit Symptomen konfrontiert sind, die aufgrund von vorübergehenden kosmischen Phänomenen wie Transiten oder Achsauslösungen einhergehen oder deshalb ausgelöst werden. Aber man muss sich dann eigentlich keine weiteren Sorgen machen. Umgekehrt ist es so, dass Symptome, die auch im Radixhoroskop bereits vorhanden sind und die durchaus bei Transiten oder Achsauslösungen in Erscheinung treten können, dass die dann Probleme symbolisieren, die schon in weitergehender Form lange ungelöst im eigenen Leben herumschwirren. Derartige Symptome sind dann natürlich die entsprechenden Warnsignale, von denen schon in vorherigen Lektionen die Rede gewesen ist. Man kann auf der anderen Seite auch wiederum nicht unbedingt von vornherein sagen, ob ein Mensch auf ein Symptom besonders ängstlich oder heftig reagiert, wenn es denn noch nicht im Radixhoroskop vorhanden ist, beziehungsweise wenn es im Radixhoroskop vorhanden ist. Da gibt es keine Regel und jeder Mensch ist da unterschiedlich. Es gibt Menschen, die zum ersten und einzigen Mal in ihrem Leben einen Gallenstein bekommen, und das nur, weil vielleicht der Saturn über den Aszendenten oder im Quadrant zu einem Mars läuft, und die das nie wieder erleben werden. Die aber dann in höchste Panik verfallen und sich am liebsten gleich die halbe Galle rausnehmen lassen würden.

Auf der anderen Seite kann natürlich ein Gallenstein, wenn eine Saturn-Mars-Problematik im Horoskop auf der Wirkungs- oder auch auf der ursächlichen Ebene im Radix angelegt ist, eine ganz massive Bedrohung darstellen. In dem Sinne, dass nachfolgend auch noch sekundäre Probleme von weiteren Stoffwechselstörungen auftauchen. Sie müssen sich deshalb für die astromedizinische Diagnostik auch zum Teil ein bisschen medizinische Kenntnisse aneignen. Da gibt es einige populäre medizinische Bücher für Laien, in denen man das durchaus fundiert tun kann, um zu wissen, welche Folgesymptome auftauchen können. Denn Sie wissen zunächst nicht – das wäre eine dritte wichtige Regel – ob das Symptom, mit dem Sie konfrontiert werden, nun ein Sekundärsymptom ist oder ein Primärsymptom. Wenn es nur die Folge eines früheren Symptoms ist, das der Klient Ihnen nicht schildert oder das er vielleicht vergessen hat, weil es ihm nicht so wichtig erschien oder weil es auch nicht wehgetan hat, dann ist es natürlich eine schwierige Situation. Weil Sie dann im Grunde genommen an einem Symptom herum basteln, im Sinne von Ursachenfindung und Rahmenbedingung, das eigentlich gar nicht relevant ist.

Sie müssen sich auch hier ein bisschen Zeit nehmen und mit dem Klienten sehr genau die entsprechenden Konstellationen abklopfen. Wenn Sie diese Richtlinien, die ich Ihnen nenne, befolgen, dann müsste es Ihnen, wenn Sie ein gewisses Zutrauen in Ihre Fähigkeiten besitzen – und das sollten Sie in diesem Kursabschnitt langsam, aber sicher, schon bekommen haben – dann sollte es Ihnen eigentlich relativ leicht fallen, ein Beratungsgespräch auch auf einer astromedizinischen Ebene zu führen. Und dann sollten Sie auch in der Lage sein, zu erkennen, ob die aufgetauchten Symptome sekundäre oder tertiäre Probleme darstellen - oder ob es wirklich das primäre Problem ist.

Nehmen Sie einfach folgende Regel zur Kenntnis: Wenn ein Klient anfängt, Symptome nach und nach zu erzählen, also hintereinander aufzuzählen, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass eine Automatik im Sinne von Folgeerkrankungen tatsächlich vorhanden ist. Sie können dann oft wie an einer Kette nach hinten zurück verfolgend im Horoskop sehen, wie die eine und die andere Konstellation sich abwechseln, beziehungsweise die Kette dann bis an die Stelle zurückverfolgt werden kann, mit der die Erzählung Ihres Klienten begonnen hat. Das sind dann oft auch wirklich die entsprechenden Primärsymptome und dann müssen Sie gemäß unserer Deutungsregeln vorgehen und sagen: ich finde hier die entsprechende wichtigste Konstellation als zentrale Konstellation, als Kernproblem, gehe auf die Ursache, gehe auf die Rahmenbedingung und habe dann eine Lösungsmöglichkeit gefunden. Und wenn dieses erste primäre Symptom dann bearbeitet ist, dann wird es mit Sicherheit so sein, dass alle Folgesymptome, von denen der Klient ehemals noch berichtet hatte, auch nicht mehr auftauchen. Es sei denn, sie stellen selber wieder in Analogie zu einer entsprechenden Konstellation ein Primärsymptom dar. So etwas ist natürlich auch möglich, aber ich würde es an dieser Stelle jetzt nicht zu sehr verkomplizieren. Das werden Sie aus Ihrer eigenen Erfahrung dann im Laufe der Zeit selbst herausfinden können.

 

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