bg01

Preise gültig bis 30. April  +++  im April ohne Versandkosten  +++  Zahlung auf Rechnung

Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Astromedizin-Volkskrankheiten 2

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

VOLKSKRANKHEITEN 2

Wir werden uns hier mit den Herzkrankheiten und mit dem Thema Krebs beschäftigen, als zweiten Teil der Volkskrankheiten. Diese beiden Erkrankungsformen haben, und deshalb werden sie auch in einer Lektion zusammen dargestellt, eine gewisse Gemeinsamkeit. Und zwar in dem Sinne, als die Herzkrankheiten und die Krebserkrankungen in einem ganz besonderen Maße immer die Gesamtpersönlichkeit eines Menschen betreffen, beziehungsweise Probleme im Gesamtzusammenhang der Persönlichkeit symbolisieren. Man kann das im Grunde genommen bei allen Symptomen sagen, dass im Sinne ganzheitlicher Betrachtung der ganze Mensch immer in den Vorgang involviert ist. Aber die Herzerkrankungen – und man denke daran, dass das Herz durch die Sonne astrologisch repräsentiert wird – wie auch die Krebserkrankungen, bei denen hauptsächlich die Mondkonstellationen eine Rolle spielen, diese Sonne- und Mond-Partnerschaft im Sinne jetzt negativer Partnerschaft bei Erkrankungssymptomen, zeigt eigentlich, dass hier die beiden allerwichtigsten Planeten, die beiden persönlichsten Planeten, in diesen Symptombereichen eingeschlossen sind. Und dass deshalb im Grunde genommen Erkrankungen der Gesamtpersönlichkeit, im Sinne von Sonne und Mond, vorliegen.

Herzkrankheiten

Der Herzpatient leidet an einer total einseitigen Lebenshaltung, die darin besteht, Leistung zu erbringen, sich anzupassen an die Umstände, in denen Leistung zu erbringen notwendig wird und im Sinne einer extremen Willenshaltung eine Arbeitseinstellung hat, in der Erholung keine Zeit findet. Meistens haben Herzpatienten einen krankhaften Ehrgeiz, der oft aus frühkindlichen Situationen gespeist wird, aus dem frühkindlichen Gefühl, auch um die Existenz kämpfen zu müssen. Die Konstellationen, die für die Herzerkrankung im Besonderen stehen, ist einerseits Sonne-Saturn, andererseits aber auch Uranus-Pluto, vor allen Dingen für den Herzinfarkt. Im Sinne der Täuschung oder der Enttäuschung, die bei Uranus-Pluto, wie Sie ja wissen, immer ein wesentliches Merkmal ist, versucht man einer Enttäuschung im Leben durch das Erbringen von Leistungen zu entgehen.

Uranus-Pluto und Sonne-Saturn sind die klassischen Konstellationen für große Probleme mit dem Herzen. Wenn Sie beispielsweise an Sonne-Saturn denken, da gibt es die sogenannte Habacht-Stellung, diese starke sympathikutrone Überdrehung, in der man „automatisch geboren wird“, müsste man fast sagen. Verbunden mit einer starken Extravertiertheit, also einer Orientierung auf die äußere Welt, damit einer Weigerung, nach innen zu schauen. Derartige große Lebensvorgänge, die so groß und so einseitig gelebt werden, müssen sich früher oder später rächen. In dem Sinne an dem Organ, nämlich dem Herzen, das eigentlich das Symbol für das Leben an sich ist. Herzpatienten achten nicht aufs Leben. Herzpatienten haben, wenn man so will, kein Herz. Sie haben eines, natürlich, aber das ist krank. In diesem übertragenen Sinne haben sie kein Herz - und es ist oft, auf den unentwickelten Zustand bei Herzpatienten bezogen, mit Sicherheit richtig.

Der Herzpatient stößt ständig an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit und versucht, diese Grenzen dadurch zu erweitern, indem er eine sogenannte Ellenbogenmentalität entwickelt hat. Die führt dazu, dass er nicht unbedingt viele Freunde hat, sondern im Laufe der Zeit eher viele Feinde. Das ist zumindest sein Selbstverständnis der Welt. Er muss sehr stark gegen Widerstände ankämpfen - denken Sie an den Rheumatiker, das ist da ähnlich. Diese feindselige Haltung, dieses Leben in Feindbildern, führt zu Wut, zu Hass, zu aufgestauten Energien, im Grunde genommen zu einer Art Dauerstress. Jeder weiß, Herzpatienten sind Stresspatienten. Man spricht heutzutage auch von einer Stresskrankheit, beziehungsweise von einer sogenannten Managerkrankheit.

All das, dieser Stress, diese Wut, ist im Grunde genommen eine Wut, die sich gegen einen Mangel an echter Liebe richtet. Dieser Mangel rührt hier häufig auch vom Vater her - das ist sehr wichtig im Unterschied zu den Mond-Saturn-Problematiken - dass hier ein Mangel an echter Liebe auch durch eine natürliche Autorität des Vaters, die nicht vorhanden gewesen sein mag, vorgegeben ist. Dieser Mangel an Liebe führt im Grunde genommen früher oder später zu einer Unfähigkeit, auf das Herz selber zu hören. Daher sind dann auch die Verdrängungen, das nicht wahrhaben wollen von entsprechenden körperlichen Beschwerden, die sich oft ankündigen, eine Hauptdomäne der Herzpatienten. Die haben in der Regel schon sehr viele Hinweise auf ihre Herzproblematik bekommen, aber die Arbeit hat sie häufig davon abgehalten, sich um sich selber, um ihr Herz, um die Liebe, um das Leben zu kümmern.

Das eigene Kind – und denken Sie daran, dass Sonne im Sinne der Spontanität und Unbekümmertheit, der Selbstverständlichkeit, auch das Kind in uns ist – dieses innere Kind ist eigentlich von den Herzpatienten niemals wirklich gelebt worden. Der Herzpatient hat auch oft, zum Teil allerdings auch uneingestanden, Schwierigkeiten mit Kindern. Möglicherweise auch mit seinen eigenen. Weil er seine Kindlichkeit in einer nur negativen Form erlebt hat. Möglicherweise hat er, wenn er Sonne-Saturn im Horoskop hat, das Problem gehabt, viel zu schnell erwachsen zu werden. Insofern spiegeln seine Kinder dann das wieder, was er nie hatte, aber gerne haben würde. Und so versucht er, alles was mit dem Kindlichsein zu tun hat, also auch konkrete Kinder, soweit wie möglich aus dem Spiel zu lassen.

Diese fehlende Anbindung ans Leben führt unweigerlich zu einem schlechten Lebensgefühl, zu einem Gefühl, nicht dabei zu sein, trotz der vielen Arbeit, die man leistet, und trotz der möglicherweise vielen äußeren Anerkennungen im Leben. Das sind oft Menschen, die sehr bekannt sind, sehr berühmt sind, die irgendwie in ihrem Milieu auf jeden Fall sehr geachtet sind, die aber trotzdem unglücklich sind. Ich empfehle Ihnen an dieser Stelle ein sehr schönes Buch, das heißt „Zweierlei Glück“. Das ist von einem Gunthard Weber herausgegeben worden - Gunthard Weber, ein Schüler von Bert Hellinger, der sich mit den Familienaufstellungen sehr viel beschäftigt. In dem Buch „Zweierlei Glück“ können Sie einiges darüber nachlesen, was meiner Meinung nach in einem besonderen Maße auch für den Herzpatienten zutrifft, der irgendwie den Urgrund des Lebens verlassen hat oder verlassen musste.

Herzpatienten neigen weiterhin zu einer materialistischen Lebenshaltung. Und das ist insofern relativ verständlich, weil materielles Gut in der Regel durch viel Arbeit angehäuft werden kann. So halten sie sich aufgrund ihrer materialistischen Lebenseinstellung in dem Zustand des „sich nicht weiter entwickeln Könnens“ gefangen. Natürlich wird ihnen dies am Anfang nicht klar sein, spätestens dann, wenn man ihnen im therapeutischen Sinne versucht, nahezutreten, nachdem sich beispielsweise ein schwerer Infarkt ereignet hat. Dann fällt das eventuell auf fruchtbaren Boden.

Die Therapie ist im Grunde genommen ganz einfach. Wobei das natürlich einfacher gesagt, als getan ist, für den Herzpatienten. Aber im Prinzip ist sie ganz einfach: „Lernen, auf das Herz zu hören.“ Damit ist alles gesagt. Und es bedarf entsprechend therapeutisch-professioneller Hilfe, um diesen Weg auch gehen zu können. Denn ein Herzpatient wird in diesem Bereich das Gefühl haben, sich selbst aus dem Wasser ziehen zu müssen, so wie Münchhausen das wohl kann. Aber der Herzpatient selber wird genau dazu nicht in der Lage sein. Sondern er wird eher versuchen, Verantwortlichkeit zu delegieren - das hat er in der Regel in seinem Berufsleben schon sehr gut gelernt - und wird dann sozusagen den Arzt oder den Physiotherapeuten mit in die Pflicht nehmen wollen, um zu sagen: macht mich gesund. Da steckt oft eine enorme Anspruchshaltung dahinter, wobei das dann von erfahrenen Therapeuten sehr schnell erkannt und in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann. Aber es bleibt ganz einfach zu sagen: Ein Herzpatient muss lernen, auf sein Herz zu hören, denn genau das hat er Jahre oder sogar Jahrzehnte nicht getan.

Krebs

Das Thema Krebs ist mit eines der umfassendsten Themen überhaupt, wenn man es astrologisch versucht, zu durchleuchten. Generell können wir sagen, dass die Mond-Neptun-Konstellation wahrscheinlich in ihrem inneren Wesensgehalt dem Thema Krebs am ehesten entspricht. Mond-Neptun als die Identitätslosigkeit. In dem Zusammenhang soll auch gesagt werden, dass Krebs in einem gewissen Sinne die Krankheit der Identitätslosen ist. Das Vater- und Mutterbild bei Krebspatienten ist in der Regel massiv gestört. Man spricht hier von dem „Vater- und Mutterimago“, im lateinischen-fachlichen Sinne. Dieses Bild des Vaters und der Mutter ist beiderseitig meistens sehr stark gestört. Und zwar in dem Sinne, als beide dem Kind, aus welchen Gründen auch immer, ihre eigene wahre Identität nicht zeigen konnten - und erwarten aber letzten Endes eine Bestätigung dieser fehlgeschlagenen eigenen Identität durch ein perfektes Kind. Bestätigung ist in dem Sinne gemeint, als dass das Kind bestätigen soll, dass es auch anders geht, und sozusagen eine Art Perfektionismus an den Tag legen soll - seelisch, körperlich oder geistig - der augenblicklich dazu führt, dass das Kind überfordert ist.

Die Kindheit eines späteren Krebspatienten ist oft gekennzeichnet durch entweder eine grundlegende Kälte oder Abweisung - oder durch einen Perfektionismus, der versucht werden soll, aufrecht zu halten - oder auch durch einen Scheinfrieden, der in der Familie zwischen den Eltern geschlossen worden ist. Also eine Situation, die im Grunde genommen unzufrieden machen muss, aber in der man nicht unzufrieden sein darf. Man neigt dazu, in dieser Gesamtsituation eine falsche Identität zu entwickeln, um die Situation nicht an der eigenen Seele als das erleben zu müssen, was sie eigentlich ist: im tiefsten Sinne unzufrieden machend. Daher ist es ganz klar, dass Krebspatienten offene Konflikte in der Regel scheuen und dass sie auch, das ist statistisch sehr wohl nachgewiesen, eine Neigung zu Depressionen und auch zu Resignationen haben. Sie fressen Ärger in sich hinein, lassen Aggressivität oft überhaupt nicht heraus, sind auf der anderen Seite aber auch sehr opferbereit, so aufopfernd, dass das anderen Menschen manchmal sogar wirklich auf die Nerven gehen kann. In dem Sinne einer Neigung, symbiotisch das Leben anderer Menschen mit zu leben. Was ihnen leicht fällt, weil sie keine Identität – jetzt mal ganz krass gesagt – entwickelt haben.

Sicherlich ist es auch richtig, dass Krebspatienten sich oft selber verleugnen oder sich verleugnen lassen, um der Harmonie Willen. Denn das, was in ihnen verleugnet wird, sind oft Konflikte oder dieses ungelebte Konfliktpotenzial. Und um der Harmonie Willen, um des Frieden Willen, lässt man alles das leugnen. Das bedeutet natürlich, dass man sich immer mehr in eine Scheinwelt, in eine Scheinidentität zurückzieht und hinter ihr versteckt, was man in der Psychologensprache die sogenannte Persona-Haltung nennt.

Die Persona, im Griechischen meint das „Maske“, ist eine seelische Schutzfunktion, um den Alltag zu meistern. Wenn diese Maske, also der Schein, der im Grunde genommen vor die Wirklichkeit gesetzt wird, wenn das zu stark wird, wenn die eigentliche Person nicht mehr hinter der Maske zu erkennen ist, dann wird es problematisch. Und das ist bei den Krebspatienten eigentlich in der Regel der Fall. Krebspatienten sind des Weiteren innerlich häufig sehr konservativ eingestellt und auch sehr autoritätshörig, beziehungsweise autoritätsorientiert. Sie lassen sich aus Mangel an eigener Linie gerne führen, sind auf der anderen Seite aber auch bereit, Pflichten zu tragen, zu übernehmen. Sie wollen „artig sein“ und haben dabei aber eine sehr negative und von wenig Vertrauen ins Leben gekennzeichnete Einstellung. Krebspatienten sind im Grunde genommen Pessimisten, die oft den Umständen ihres Lebens recht hilflos gegenüberstehen.

Dass Krebspatienten aus den bisher genannten Gründen auch ein vollkommen falsches Selbstbild haben, das ist ganz klar. Insofern haben sie auch eine fehlende beziehungsweise falsche Selbsteinschätzung, sodass sie auch andere Menschen nur sehr schwer einschätzen können. Es ist hier eine Grundsituation vorhanden, die verquerer, problematischer und verstrickter nicht sein kann. Hier sind ganz weitreichende und in der Regel auch länger dauernde Therapien notwendig. Wenn da Kurztherapien angeraten sind, dann sicherlich immer mit Wiederholungen in den entsprechenden zeitlichen Abständen.

Sexuelle Probleme im Sinne von Problemen in Beziehungen gibt es hier auch jede Menge. Das würde eigentlich den Rahmen sprengen, das hier aufzuzählen. Und es ist auch gar nicht weiter notwendig, weil wir immer davon ausgehen können, dass es bei einer solchen umfassenden Erkrankung wie dem Krebs keinen Lebensbereich gibt, der nicht irgendwie in das Geschehen in irgendeiner Form involviert ist. Letztlich möchte ich noch sagen, dass ein Krebspatient natürlich auch wie jeder andere die Möglichkeit hat, sich zu heilen. Es ist allerdings notwendig, dass dieser Heilungsvorgang letzten Endes verstanden wird als eine völlige Neugeburt des Menschen. Nicht unbedingt als ein neuer Mensch, aber in dem Sinne, dass die bisher überhaupt nicht entwickelte eigene Identität im Sinne des Stellung Beziehens geboren werden muss. Das sind alles – ich weiß – sehr schöne Worte, die sich auch relativ einfach sagen lassen. Aber ich habe selber viele Menschen, zum Teil leider auch in meiner eigenen Familie, kennen gelernt, die mit schwersten Krebserkrankungen zu tun hatten. Leider sind einige davon auch verstorben.

Ich kann deshalb auch sagen, dass im Angesicht dieser Schicksale, die ich da vor Augen gehabt habe, doch diejenigen, die jetzt überlebt haben, immer eine gewaltige, eine unfassbare Veränderung ihrer Persönlichkeit durchgemacht haben. Und das zum Teil sogar in ganz, ganz jungen Jahren. Das ist dann schon sehr beeindruckend, wenn man derartiges beobachten kann. Für die Therapieseite kann man sagen, dass es nicht wirklich ein Patentrezept gibt. Es muss bei Krebserkrankungen mehr als bei fast jeder anderen Erkrankung der Gesamtzusammenhang astrologisch erkannt werden.

Das können Sie am allerbesten mit der Ihnen vor einiger Zeit geschilderten und gelehrten Deutungskonzeptmethode, wie wir sie betreiben. Und Sie müssen, um es mal ganz simpel zu sagen, hier umso mehr „wirklich auf den Punkt kommen“. Denn es gibt nicht mehrere Gründe für eine Krebserkrankung, sondern im individuellen Geburtsbild immer nur einen Grund. Und das ist der tiefste Urgrund und der muss im Sinne von Ursache, Wirkung und Rahmenbedingung eindeutig bearbeitet werden. Die Rahmenbedingung dieses entsprechenden Punktes ist dann der Schlüssel, diese Rahmenbedingungs-Konstellation ist dann der Schlüssel zur Heilung des Patienten.

 

> zur Hauptseite

© 2002 - 2018 ASTROVITALIS - komplette Astrologie-Ausbildung als Fernstudium

^ nach oben ^