bg01

Preise gültig bis 31. Oktober  ++  jetzt ohne Versandkosten  ++  Zahlung auf Rechnung

Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Denken und Fühlen

(Auszug aus der Astrologie-Ausbildung Astropolarity von Peter-Johannes Hensel)

DENKEN UND FÜHLEN

Für Ihre beraterische Arbeit ist es im Prinzip immer sehr wichtig, dass Sie während des Gesprächs einen Eindruck davon gewinnen, ob Ihr Gegenüber entsprechende Antennen aufgestellt hat, mit denen er Sie wahrnimmt, die eher in die Denkfunktion oder eher in die Fühlfunktion weisen. Bestimmt wissen Sie, dass Menschen in die beiden Kategorien „Denken“ und „Fühlen“ unterteilt werden können - und Sie werden auch wissen, dass diese Kategorien niemals einem Menschen vollkommen gerecht werden können. Aber es hat durchaus schon eine gewisse Wahrheit, wenn man davon ausgeht, dass die Instrumente, mit denen der Mensch versucht, seine Umwelt zu verstehen, sein Selbst zu verstehen, sehr unterschiedlich im Sinne des Denkens oder des Fühlens ausgelegt sein können. Wenn Sie einen Menschen vor sich haben, der sehr stark auf das Denken ausgerichtet ist, dann bedeutet das: solange Sie auf diese Denkfunktion eingehen und ihm dort entsprechende Nahrung vermitteln, werden Sie möglicherweise große Schwierigkeiten haben, im seelischen Bereich einen wirklich tiefgehenden Effekt zu erreichen. Das gilt allerdings nur, wenn dieser Mensch sehr, sehr stark im Denken eingerichtet ist. Wenn er sogar schon Blockierungen hat, die das Fühlen vor entsprechenden denkerischen Einsichten schützen sollen.

Im Prinzip ist es sicherlich so, dass die Seele alles hört, was wichtig ist. Aber es kommt bei Menschen, die sehr stark denkorientiert sind, entweder mit großer Verzögerung an oder in einer, ich könnte fast schon sagen, verstümmelten Form. Dazu gleich noch mehr. Auf der anderen Seite die Menschen, die sehr stark fühlorientiert sind, die werden möglicherweise während des Gesprächsverlaufs in ihrer Denkinstanz das Gefühl entwickeln, dass Sie nicht verstehen, worum es geht. Das wiederum kann auch für diese Personen selber, aber in ungeübterem Falle auch für Sie, ziemlich bedenklich werden. Denn wenn sich das Gefühl, man wird nicht verstanden oder ich verstehe nicht in einem Gespräch breitmacht, dann erzeugt das in der Regel Unbehagen und erzwingt im Grunde genommen ein ständiges Nachfragen, was aber den Gesprächsverlauf sehr holprig gestaltet. Und dann ist der gesamte Fluss - auch des Vertrauensaufbaus, der in so einem Gespräch stattfindet - extrem gestört. Wenn Sie während des Gespräches einen Eindruck davon bekommen, mit welchem Naturell im Sinne des Denkens oder Fühlens Sie es beim Gegenüber zu tun haben, dann ist im Prinzip die Möglichkeit gegeben, dass Sie diese beiden negativen Nebenwirkungen, wie eben beschrieben, vermeiden können.

Astrologisch erkennen Sie einen Denktypen hauptsächlich an den folgenden Grundausstattungen im Horoskop - wobei Sie auf jeden Fall das gesamte Horoskop und letzten Endes auch die Erfahrung der Person in der Realität machen sollten, um definitiv zu einer Aussage zu kommen. Generell ist es so, was die Elemente betrifft, haben wir starke Luftkonstitutionen, möglicherweise gleichzeitig auch noch verbunden mit relativ wenig Wasser. Das deutet auf eine ausgeprägte Denkfunktion hin. Genauso wie auf der Quadranten-Ebene möglicherweise eine Betonung auf dem dritten Quadranten. Wenn eine Kombination dieser besagten Merkmale auftaucht, dann ist das natürlich umso stärker ausgeprägt. Des Weiteren können Sie davon ausgehen, dass die Konstellation Merkur-Saturn - wenn Sie sich an die Mitte unseres Kurses erinnern, als die Konstellation selbst besprochen worden ist - diese Konstellation Merkur-Saturn, sowohl klassischerweise Zwillingsmerkur-Saturn als auch Jungfraumerkur-Saturn, ist hervorragend dafür geeignet, das Denken als Kompensation für eine gefühlsmäßig schwierige Situation einzusetzen, die um den Zeitpunkt der Geburt herum bestanden haben dürfte. Wenn auch diese Konstellation auftaucht, dann müssen Sie durch eine Denkblockade, beziehungsweise durch eine Denkbarriere, die sich Ihnen in den Weg stellen wird, versuchen, mit entscheidenden Mitteln durchzukommen. Denn sonst verflacht das Gespräch und es bleibt tatsächlich nur ein Gespräch zwischen zwei Mündern, die sich bewegen, und Worten im Sinne von Informationen austauschen. Das ist sicherlich nicht die geeignete Form, in der ein Gespräch zwischen zwei Menschen, was man als Beratungsgespräch und hilfreiches Gespräch ansehen möchte, ablaufen sollte.

Beim Fühlen ist es etwas differenzierter. Denn Sie müssen davon ausgehen, wenn ein Mensch eine starke Fühlfunktion ausgeprägt hat und daher mit dem Empfinden auf Sie reagiert, dass er dann gleichzeitig aber im Bereich des Fühlens sehr große Schwierigkeiten hat. Was ihn nicht daran hindert, dass er, obwohl er sehr stark im Empfinden angelegt ist, dort massive Blockierungen hat. Das heißt ein Mensch, der sehr stark empfindet, wird möglicherweise entsprechende Hinweise auf sich noch stärker abblocken als einer, der sehr stark im Denken ausgerichtet ist. Weil das Empfinden sofort erkennt, dass entsprechende Informationen möglicherweise ganz starke seelische Schmerzen auslösen können. Es sind Menschen, „die von vornherein Schmerztabletten nehmen“, obwohl noch gar nichts wehtut, nur, damit in der Folge – man weiß ja nie – es nicht wehtun soll. Normalerweise hat das mit sehr viel Feuer oder Wasser im Horoskop zu tun, wenn man es auf der elementaren Ebene betrachtet. Und es hat eventuell auch etwas mit dem zweiten und ersten Quadranten zu tun, im Sinne von dort bestehenden Betonungen. Was die Konstellationen angeht, können Sie mit Sicherheit von allen Mondkonstellationen ausgehen, mit Ausnahme von Mond-Uranus.

Mond-Saturn, Mond-Neptun und Mond-Pluto bringen einen Menschen sehr stark ins Empfinden, wobei alle drei Konstellationen in der Lage sind, eine gewisse Angstblockade, eine Angstbarriere gegen Empfindungen, die auch unangenehm sein können, aufzubauen. Den Mond-Neptun sollte man als eine gewisse Ausnahme sehen, denn Mond-Neptun ist im Sinne des Blockierens sicherlich nicht Weltmeister. Er wird eher eine gewisse kindliche, naive Seele an den Tag legen und eine gewisse Unbekümmertheit haben, was ihn auch die Erfahrung machen lässt, dass die Seele verletzt werden kann. Dieser Mond mit Neptun dran läuft sozusagen – ich übertreibe das jetzt mal ein bisschen – in einer Vollnarkose durch die Gegend, und wird insofern einen automatischen Schutz eingebaut haben, der, wie Sie bei Mond-Neptun wissen, sich später auch zu einer Verhinderung umkehren kann. Mond-Saturn und Mond-Pluto bleiben dann als klassische Konstellation für eine Gefühlsbarriere bestehen, die Sie mit Ihrer Vorgehensweise zu einem Teil überwinden sollten, damit ein Effekt, den man als Langzeiteffekt bezeichnen kann, aufgrund des Gesprächs auch einsetzen kann. Wenn dieser Langzeiteffekt ausbleibt, dann hat das alles wenig Sinn, - dazu erfahren Sie in der nächsten Lektion noch etwas mehr.

In Bezug auf die technischen Formalitäten müssten Sie noch Folgendes wissen. Wenn Sie im Horoskop eine Verbindung von Merkur und Mond haben, dann müssen Sie diese Verbindung, je nachdem, wie sie zustande kommt, ein bisschen untersuchen - soweit Sie meinen, das noch tun zu müssen - um Aufschluss über die Relation von Denken und Fühlen zu bekommen. Das ist jetzt zwar eine sehr, sehr starke Vereinfachung anhand dieser beiden Planetenprinzipien und ist in diesem Sinne als einziges nicht zulässig. Denn nur, wenn Sie Merkur und Mond betrachten würden, hätten Sie sicherlich keine Möglichkeit, etwas über die Ausprägung von Denken und Fühlen zu erfahren. Aber es kann in manchen Fällen eine wichtige Zusatzinformation sein. Es geht darum, dass entweder der Merkur oder der Mond als Planet in einem Feld oder in einem Zeichen steht, was dann den jeweils anderen Planetenpart symbolisiert. Zum Beispiel Mond im Zwilling oder ein Merkur im Zeichen Krebs. Oder die jeweiligen eben genannten Planeten in Feld 3 oder in Feld 4, oder entsprechende Aspekte. Zum Beispiel auch das Trigon und natürlich die Spannungsaspekte im Sinne von Konjunktion, Quadrat und Opposition. Wenn Sie solche Verbindungen von Merkur und Mond sehen, also dass sich die Konstellation Mond-Merkur ergibt, dann sollten Sie sich anschauen, in welcher Form das geschieht, und versuchen, daraus entsprechende Dinge abzuleiten. Das muss aber immer auf der Grundlage der vorhergehenden Betrachtungen im Sinne von Elementen-Betonung, Quadranten-Betonung oder den wichtigen Konstellationen, die genannt worden sind, geschehen. Sonst wäre das nur kleines Stückwerk.

Die wichtigste Regel kommt allerdings nun zum Schluss, und die bezieht sich auf Ihre Fähigkeit der eigenen Wahrnehmung. Schauen Sie sich Ihr Gegenüber sehr genau an und trauen Sie Ihrem Gefühl. Das Gefühl ist immer die wesentlichere Instanz, denn es gibt ein absolutes Urteil ab. Kein relatives Urteil, wie das Denken. Damit begeben Sie sich in die Gefahr, absolut falsch zu liegen - das ist durchaus möglich, dass Sie Ihre Gefühlswahrnehmung täuscht. Aber diese Möglichkeit besteht in der Regel weniger häufig, als die, sich im Denken zu täuschen. Da tun Sie es eigentlich fast immer - wie jeder andere Mensch auch. Das Denken ist an sich eine relative Instanz. Und wenn Sie aufgrund Ihrer Wahrnehmung und eines entsprechenden Gedankenimpulses glauben, der Mensch, der Ihnen gegenübersitzt, der ist dieses oder jenes, dann sollten Sie diesen Denkimpuls in jedem Falle auch noch von Ihrem Gefühl, vom Empfinden abklopfen lassen. Niemals würde ich Ihnen empfehlen, aufgrund Ihres reinen Denkens eine Entscheidung darüber zu treffen, ob die Person, die Ihnen gegenübersitzt, eher im Denken oder im Empfinden auf Sie reagieren wird.

Das Beratungshandwerk ist ein ziemlich hartes und in einem gewissen Sinne auch bedingungsloses Handwerk. Es entstehen in Beratungssituationen häufig Momente, die äußerst schwer zu kalkulieren sind, äußerst schwer zu handhaben sind. Sie sind als Berater in jedem Falle - zumindest so lange, wie der entsprechende Mensch sich in Ihrer Obhut befindet, und damit meine ich auch räumliche Obhut befindet - zu einem gewissen Teil dafür verantwortlich, dass ihm nicht mehr zustößt, als ihm zustoßen darf. Das heißt nicht mehr zustoßen darf als das, was ihm das Schicksal in diesem Moment, und auch wenn er dann Ihren Ort verlässt, zumuten möchte. Um zu vermeiden, dass Dinge eskalieren, ist es notwendig, dass Sie sich unter anderem über das Fühlen und das Denken, über die jeweilige Instanz, mit der Ihr Gegenüber an Ihre Informationen herangeht, schon klargeworden sind. Und zwar möglichst in kürzester Zeit, sozusagen schon eigentlich vor Beginn des Gesprächs, was Sie führen. Da gibt es allerdings keinerlei Anleitungen für, wie das getan wird, sondern das hängt schlicht und einfach von Ihrer eigenen Person, Ihrer Lebenserfahrung, Ihrer Wahrnehmungsgeschultheit ab und muss in dem Sinne einfach als ein wichtiger Hinweis in den Raum gestellt werden, um den Sie sich vor einem Beratungsgespräch unbedingt kümmern sollten.

Wenn Sie feststellen, dass Sie einen Menschen mit starker Denkausrichtung vor sich sitzen haben, empfehle ich Ihnen, wenig zu sagen und wenig zu erklären. Sondern eher eindeutige Aussagen zu machen, die nicht unbedingt nach einer Behauptung klingen, die dann von der anderen Seite diskutiert werden könnte. Sondern Aussagen, die wie eine eindeutige Feststellung klingen. Wobei damit nicht gemeint ist, dass Sie determinierende Aussagen machen. Aber noch einmal: Stellen Sie keine Behauptung auf, die diskutierbar ist, sondern stellen Sie etwas fest. Sie sollten dies dann mit ruhiger und eindeutiger Stimme tun und dem Gegenüber zunächst die Möglichkeit nehmen, mit seiner Denkfunktion auf das, was Sie sagen, zu reagieren. Denn wenn er das tun würde, wären die Kraft und das Gewicht dessen, was Sie sagen, in diesem Moment verloren.

Wenn Sie einen Menschen, der stark gefühlsmäßig ausgerichtet ist oder sich möglicherweise in einer seelischen Ausnahmesituation befindet, während er bei Ihnen ist, wenn Sie einen solchen Menschen vor sich haben, dann tun Sie es genauso, wie ich es eben formuliert habe. Nur müssen Sie meiner Erfahrung nach gleichzeitig auch noch versuchen, eine Situation zu erzeugen, in der dieser Mensch sich, obwohl die Aussage das inhaltlich möglicherweise gar nicht zulassen würde, dass er sich bei Ihnen wohlfühlt. Dieser Ratschlag hört sich sehr einfach an, ist aber aus meiner recht langen Erfahrung unbedingt wichtig. Denn wenn jemand sehr stark aufs Empfinden ausgerichtet ist, geht es ihm nicht darum, was Sie ihm sagen, sondern es geht darum, wie und wo Sie es ihm sagen. Dieses „wie“ entspricht der warmherzigen und liebevollen Art und Weise, mit der Sie ihm etwas sagen. Das „wo“ entspricht natürlich dem Raum. Aber der Raum ist jetzt nicht nur gemeint im Sinne des physikalischen Raumes, in dem Sie Ihre Gespräche führen werden, sondern es geht auch um das Drumherum, im Sinne eines seelischen Raumes, in dem dieser Mensch seine – ich nenne das jetzt mal – Informationen bekommt. Und das hat schlicht und einfach ganz viel mit Vertrauen zu tun.

Bevor Sie Ihre Aussagen machen, sollten Sie ein gegenseitiges Vertrauensgefühl aufgebaut haben, um die Grundlage zu schaffen, dass das, was dann sozusagen von Ihnen nach drüben gesandt wird, auch ankommt. Es geht hier mehr oder weniger um die Verpackung und nicht so sehr um das, was gesagt wird. Denn die Worte, die Sie wählen, und in irgendeiner Form müssen Sie es mit Worten sagen, sind im Grunde genommen das Allerunwichtigste. Beim Denktypen ist es durchaus etwas anders, weil der sich möglicherweise von gut gewählten Worten blenden lässt. Das ist in dem Falle gar nicht weiter schlimm, weil seine Seele letzten Endes die entsprechenden Informationen aufnimmt. Aber das Blenden wird es dann verhindern, dass er seine Denkbarriere aufbaut. Insofern können Sie das als kleinen Trick verstehen.

Das hier Gesagte ist für Sie jetzt sehr theoretisch, weil Sie möglicherweise noch nicht über entsprechende konkrete Beratungserfahrungen auf astrologischem Hintergrund verfügen. Wenn Sie Beratungserfahrung aufgrund anderer Disziplinen besitzen, in denen Sie sich bewegen, dann werden Sie sicherlich leichter und aus eigener Erfahrung abgesichert auch besser verstehen, was an dieser Stelle gemeint gewesen ist. Dies alles war eine Beschreibung eines Teils der Grundhaltung, die Sie Ihrem Klienten gegenüber an den Tag legen sollen, und basierte darauf, dass Ihr Klient eher ins Denken oder ins Fühlen ausgerichtet ist. Sie tun gut daran, sich auf die Ausrichtung des anderen einzulassen, wenn Sie den Anspruch haben, dass der Effekt und die Intensität des Gesprächs, das Sie zu führen haben, so hoch wie möglich sein sollen.

 

> zur Hauptseite

© 2002 - 2018 ASTROVITALIS - komplette Astrologie-Ausbildung als Fernstudium

^ nach oben ^