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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Langzeiteffekte

(Auszug aus dem Astrologie-Fernstudium AstroPolarity von Peter-Johannes Hensel)

LANGZEITEFFEKTE

Wir werden uns in dieser Lektion einige Gedanken über den sogenannten Langzeiteffekt von Beratungen machen, den es neben einem Kurzzeiteffekt von Beratungen gibt. Es soll auf keinen Fall der Anschein erweckt werden, wenn von einem Langzeiteffekt die Rede ist, dass dieser ausnahmslos besteht und ansonsten Beratungsgespräche, Beratungssitzungen keinen anderen Erfolg haben können. Dennoch ist es aber so, dass im Sinne der AstroPolarity-Methode durchaus mit voller Absicht der Langzeiteffekt von Beratungsgesprächen als oberstes Ziel angepeilt wird. Das hat zunächst einmal folgende Gründe.

Wir müssen davon ausgehen, wenn wir uns gedanklich und emotional in einer sehr ausgiebigen Art und Weise mit einem Klienten auseinandersetzen und in einem entsprechenden Gespräch ein Vertrauensverhältnis seitens des Klienten zu uns aufgebaut worden ist, dass dadurch eine Öffnung in die seelischen Tiefen möglich ist. Diese Öffnung ermöglicht prinzipiell diesen Langzeiteffekt, was allerdings nicht bedeutet, dass dieser Langzeiteffekt auch erreicht wird. Wie das getan wird, dazu noch später mehr. Wenn eine gewisse seelische Tiefe erreichbar ist, dann kann eine Beratung mit Langzeiteffekt möglich werden. Das hat dann vor allen Dingen den Vorteil, beziehungsweise den großen eigentlichen Sinn, dass das, was in dem Beratungsgespräch an Erlebnissen und Erfahrungen gesammelt worden ist seitens des Klienten, in einen Speicher mit eben diesem Langzeiteffekt gelegt wird. Und dann entsprechend einer Depotwirkung im Laufe der Monate oder auch Jahre, zum Teil sogar im Laufe der Jahrzehnte, in dem richtigen Zeitmoment wieder herausgelassen wird, um dann entsprechend verstanden oder verarbeitet zu werden.

Der Langzeiteffekt ist vor allen Dingen auch deshalb in der Regel wichtiger als der Kurzzeiteffekt von Beratungen, weil er eine große Perspektive für das Leben des Klienten beinhalten sollte. Diese müssen Sie innerhalb des Beratungsgesprächs selber aufbauen. Wenn Sie die nicht aufbauen, dann hat der Klient die natürlich nicht. Aber diese große Perspektive, ich könnte auch sagen, der große rote Faden, der sich durch sein Leben zieht, aus der Vergangenheit in die Gegenwart des Gesprächs und hinein in die Zukunft, das ist im Grunde genommen das Entscheidende, was ein astrologisches Gespräch bringen muss. Aus meiner Sicht und Erfahrung nützt ein kurzzeitiger Effekt höchstens, wenn jemand in einer ganz akuten Notsituation ist. Dann ist sicherlich ein Kurzzeiteffekt von Beratungen angezeigt. Aber man muss dazu sagen, dass der Kurzzeiteffekt letzten Endes auch in seiner Intensität innerhalb von wenigen Tagen normalerweise wieder nachlässt und nur dann einigermaßen eine stabile Wirkung hat, beziehungsweise in einen mittel- oder langfristigen Effekt übergeht, wenn Sie die Beratung auch auf die längerfristigen Orientierungen Ihres Klienten aufgebaut haben.

Zur Unterscheidung von Kurz- und Langzeiteffekten bei Beratungen kann Ihnen eine ganz einfache Parabel helfen. Sehen Sie den Kurzzeiteffekt als einen Effekt an, der sich im denkerischen Bereich abspielt. Und sehen Sie den Langzeiteffekt an als einen, der sich im seelischen Bereich abspielt. Das sind zwei, wie Sie natürlich wissen, vollkommen verschiedene Ebenen, auf der auch die Dinge, die im Gespräch zutage gefördert werden oder als Bild entstehen, auf eine ganz unterschiedliche Art und Weise verstanden werden. Das Langzeitgedächtnis, so könnte man das auch etwas – nicht ganz korrekt, aber vielleicht doch im Moment jetzt dienlich – formulieren, das Langzeitgedächtnis ist in der Lage, Bilder zu erinnern, und zwar mit dem großen Vorteil, dass das entsprechende erinnerte Bild sofort, also im Bruchteil einer Sekunde, in seiner vollen Ganzheit, in der gesamten kompletten Fülle, erlebbar und erinnerbar wird.

Das ist ein sehr großer Unterschied zum Kurzzeitgedächtnis, beziehungsweise in Bezug auf den Kurzzeiteffekt von Beratungen, der nur über die denkerische Leistung ermöglicht wird. Wobei es da nur möglich ist, dass sämtliche Informationen, die man in dem Beratungsgespräch bekommen hat, wie an einer Perlenkette aneinandergereiht werden und hintereinander gedacht werden müssen, beziehungsweise erinnert werden müssen. Das heißt die gesamte einmalige Fülle eines Beratungsgespräches, soweit sie denn durch Ihr Können auch dem Klienten vermittelt worden ist, geht prinzipiell verloren und muss Stück für Stück wieder zusammengesetzt werden. Das kann möglicherweise in bestimmten akuten Notsituationen ganz hilfreich sein. Was natürlich nicht heißt, dass die vollen Bilder, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind, nicht auch in akuten Notsituationen hilfreich sein können. Aber das sind sie in der Regel nur dann, wenn diese akuten Notsituationen viele Wochen, besser Monate oder Jahre, nach dem Beratungsgespräch auftauchen. Dann sind die vollen Bilder in der Erinnerung des Langzeitgedächtnisses sehr hilfreich und die anderen des Kurzzeitgedächtnisses kann man natürlich gar nicht mehr benutzen, weil die auch gar nicht mehr erinnerbar sind. Das Kurzzeitgedächtnis an sich und die entsprechend aufeinanderfolgenden Informationen - nicht als Synthese, sondern, wenn man so will, als eine Antithese - die nützen einem wirklich nur in einer momentanen Situation, um die nächsten zwei bis drei Tage aus einer bestimmten Krise herauszukommen. Und sie haben nur dann absoluten Sinn, wenn mit Hilfe dieses Nachdenkens eine Linderung des akuten Symptoms gewährleistet ist.

Der eigentliche Sinn von Gesprächen, die wir mit den Klienten führen, sollte in einer langzeitlichen Begleitung liegen. Wobei das Wort „Begleitung“ in dem Sinne gemeint ist, dass der Klient mit dem, was er in Zusammenarbeit mit uns in dem Gespräch entwickelt, in der Lage ist, sich eine langfristige Orientierung aufzubauen, die er als ein stabiles Gefüge empfindet und auf das er ohne große denkerische Anstrengung immer wieder zugreifen kann. Vor allen Dingen dann, wenn er in entsprechenden Notsituationen ist. Das muss schlicht und einfach auch bedeuten, dass Sie die Einstellung entwickeln sollten – das ist eine Empfehlung, die ich Ihnen damit gebe – dass Beratungsgespräche auf keinen Fall einen starken Wiederholungsdrang in Ihnen erzeugen sollten oder in dem Klienten erzeugen sollten. Das heißt zwischen den Beratungen, wenn Sie tatsächlich mehrere mit einem Klienten machen wollen oder müssen, sollten mindestens zwei bis drei Jahre liegen. Das ist die mindeste Zeit. Ich empfehle eigentlich einen Zeitraum von circa fünf Jahren, wenn es denn überhaupt notwendig ist oder wenn es sich überhaupt auch so ergibt, dass der Klient dann noch einmal wiederkommt.

Wobei Sie nicht denken müssen, dass nur weil er sich nicht mehr meldet, dass ihm das, was da mit ihm gemacht worden ist und was er initialisiert hat, ihm möglicherweise nicht gefallen haben mag. Manche Menschen melden sich schlicht und einfach nicht mehr und nehmen kommentarlos das mit, was ihnen gegeben worden ist. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Ich denke, frühestens nach zwei bis drei Jahren sollte man es zulassen, dass ein weiteres Gespräch erfolgt. Das meine ich jetzt auch in dem Sinne so, dass Sie auf keinen Fall – da erinnern Sie sich bitte an die vorhergehenden Lektionen – ein zusätzliches Gespräch akzeptieren, um zum Beispiel zwei Wochen nach dem eigentlichen Termin noch mal bestimmte Aussagen, die Sie gemacht haben, zu erläutern. Das ist das Verkehrteste, was Sie machen können, weil Sie dadurch, wie Sie wissen, den Effekt, die Wirksamkeit der Erlebnisse in der Seele massiv schmälern können und dadurch der gesamte Effekt der Beratung im Grunde genommen leidet und sie in manchen Fällen sogar vollkommen umsonst gewesen sein kann.

Ein paar Worte zu den Möglichkeiten, die Sie im Gesprächsverlauf haben, um den Langzeiteffekt an sich zu ermöglichen oder diesen zu erreichen. Erster Hinweis: Sprechen Sie, soweit es geht, in Bildern. Das ist vorher schon kurz erwähnt worden, ich will es jetzt aber noch mal kurz ansprechen. Wenn Sie in Bildern sprechen, dann geben Sie dem denkerischen Aspekt des Zuhörens, das heißt damit auch dem Kurzzeitgedächtnis, kaum Chancen etwas zu verstehen. Das kann zwar in manchen Fällen den Effekt hervorrufen, dass der Klient relativ unzufrieden ist mit dem, was da passiert ist. Allerdings passiert das auch nur dann, wenn Sie auf der anderen Seite weitere Sachen nicht richtig gemacht haben - sonst passiert es normalerweise nicht. Er wird dann in seinem denkerischen Kurzzeitgedächtnis keine Nahrung vorfinden und ist sozusagen gezwungen, auf die Suche nach der Nahrung zu gehen, was ihn einige Zeit kosten wird. Denn die ist gut versteckt in seiner Seele. Das bedeutet dann, dass er erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren fündig wird. Dann allerdings, weil er sich eine ganze Zeitlang bemüht hat - er muss sich bemühen, die Antwort zu finden, weil Sie ihm in Bildern metapherartig einen Hinweis geben - wird er das, was er dann findet, besonders hoch schätzen und achten. Diesem Gefundenen wird er einen ganz anderen Stellenwert geben können als wenn er es ohne große Mühe auf seinem Weg einfach so gefunden hätte. Sprechen Sie in Bildern.

Drücken Sie sich fürs Denken oder aus der Sicht des Denkens ungenau aus und bleiben Sie allgemein. Wenn Sie jetzt glauben, damit würden Sie Ihrem Klienten keinen Gefallen mit tun, dann irren Sie sich ganz gewaltig. Wenn Sie sich ungenau ausdrücken, wenn Sie im Allgemeinen bleiben, dann sagen Sie sehr wohl auch etwas. Es gibt ein ganz, ganz, ganz, ganz wichtiges Beratungsprinzip, das ich Ihnen an dieser Stelle jetzt mitteilen möchte und das sich im Laufe von einigen Jahrzehnten Beratungserfahrung gesammelt hat. Dieses Prinzip lautet:

Sagen Sie nur das Minimalste, beziehungsweise das, was absolut notwendig ist. Gehen Sie nicht darüber hinaus. Aber sagen Sie das Minimalste und das absolut Notwendigste mit ganz entschiedenem Nachdruck. Nur das Nötigste mit entschiedenstem Nachdruck sagen. Das ist die beste Möglichkeit, um den Langzeiteffekt im Klienten zu ermöglichen und ihm die Chance zu geben, dass er am Ende eines langen Weges, auf dem er gesucht hat, fündig wird. Und das, was er nach langer Arbeit findet, auch zu würdigen.

Die Lösung, die man gibt, muss vom Klienten auch gewürdigt werden. Der Mensch scheint so angelegt zu sein, dass er das eher dann tut, wenn er dafür etwas geleistet hat. Wenn er selbst die Arbeit geleistet hat. Und das Finden der entsprechenden Lösungen im Sinne eines eingepflanzten Bildes von Ihnen, das ist dann im Grunde genommen der Vorgang, der ein Glücklichsein, ein Respektieren der eigenen Leistung beim Klienten erst möglich machen wird. Beherzigen Sie diesen Ratschlag und Sie werden sehen, dass Sie auf Dauer nur gut damit fahren. Kümmern Sie sich nicht allzu sehr um die kurzfristigen Ärgernisse, die Sie möglicherweise mit einigen Klienten bekommen – so etwas gibt es immer. Auch wenn die Reaktionen sehr heftig sind. Denken Sie an die Homöopathie und an den dort bekannten Erstverschlimmerungseffekt, wenn der Klient nach einer Weile sagt: „Mensch, jetzt geht’s mir ja noch schlechter, nach Ihrer Beratung.“ Dann klopfen Sie ihm auf die Schulter und sagen: „Na wunderbar, dann sind wir ja auf dem richtigen Weg. Einfach weitermachen.“

 

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