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Astrologie-Fernkurs Astropolarity - Coaching

(Auszug aus dem Astrologie-Fernstudium AstroPolarity von Peter-Johannes Hensel)

COACHING

Sie betreiben Astrologie, Sie betreiben Astropolarity, Sie haben viel gelernt. Sie haben viele Gedanken und Erfahrungen gesammelt. Sie werden sich fragen: welche Möglichkeiten habe ich jetzt mit dem, was ich weiß, auf andere Menschen zu zugehen, beziehungsweise andere Menschen, wenn sie zu mir kommen, zu empfangen... welche Möglichkeiten habe ich, welche Grenzen habe ich, wenn ich mein astrologisches spezielles Wissen nun anwende?

Wenn man alle Erfahrung zu Wort kommen lässt, muss man sagen, dass die Möglichkeiten und die Grenzen von Beratungsgesprächen im Grunde genommen nur zu einem ganz, ganz kleinen Teil im Ermessen, in den Möglichkeiten oder in der Macht des Beraters oder der Beraterin liegen. Diese Möglichkeiten und Grenzen sind in der Regel vom Klienten selber vorgegeben. Es gibt eine alte Regel, die lautet: Der, der sich nicht helfen lassen will, dem kann man auch nicht helfen. Und der, der sich helfen lassen will, ist offen für jede Hilfe.

Das ist jetzt natürlich eine sehr große Bandbreite von Möglichkeiten, die sich innerhalb des vollkommen verschlossen seins und dem vollkommenen offen sein für uns als diejenigen ergibt, die versuchen zu helfen. Die Möglichkeiten und die Grenzen sind in jedem Falle aber von dem momentanen aktuellen Status vorgegeben, den der Klient hat, wenn er zu uns kommt Es ist aus meiner Erfahrung eine Illusion zu glauben, dass man diese Möglichkeiten oder die Grenzen in einer eklatanten Weise ändern kann, aufbrechen kann, erweitern kann. Andersherum wäre es sicherlich nicht überlegenswert, wenn man versucht, die Grenzen oder die Möglichkeiten zu schmälern. Also aufbrechen, erweitern von Möglichkeiten, beziehungsweise von den jeweiligen Grenzen, das ist nur in einem ganz, ganz geringen Maße möglich - beziehungsweise sollte auch in keinem Falle vom Berater oder der Beraterin erzwungen werden. Denn Sie begeben sich in diesem Falle auf sehr dünnes Eis, wenn Sie versuchen, die Abwehrhaltung, die sich beim Klienten möglicherweise unbewusst kurz vor dem Gespräch aufgebaut hat, zu durchbrechen. Sie müssen davon ausgehen, dass die allermeisten Klienten ganz unbewusst versuchen – und das ist natürlich auch ihr legitimes Recht – mit den Schilderungen, die sie uns geben, eine gewisse Abwehr der Lösung von vornherein aufzubauen.

Das hört sich jetzt möglicherweise sehr extrem und sehr drastisch an. Aber die Erfahrung lehrt, dass das wahr ist. Es ist viel leichter, in einem Problem zu verharren, als eine Lösung anzunehmen. Das weiß jeder Mensch instinktiv. Insofern sind die Aussagen, die Klienten in Beratungsgesprächen machen, häufig nur dazu da, um die Lösung zu verhindern, die sie unterschwellig möglicherweise erwarten. Wenn Sie auf der anderen Seite versuchen, in einer unvorteilhaften Art und Weise die Grenzen, die Ihnen von dem Klienten gesetzt werden, zu durchbrechen, dann maßen Sie sich aus meiner Sicht einen Übergriff an, der dem Berater nicht zusteht. Wir dürfen aus meiner Sicht nur so weit gehen, wie es der Klient zulässt. Allerdings eben nach der entsprechenden Regel vorgehen, dass das Nötigste in jedem Falle aber mit Nachdruck vertreten wird.

Wie groß dieser Nachdruck ist, das ist eine ganz entscheidende Frage. Genau dieser Druck, den Sie in die Aussage legen, kann sehr wohl in der Lage sein, eine gewisse Barriere, die die Effektivität der Beratung dann behindert, zu durchbrechen. Es ist immer die Frage, wie das geschieht. Und es hat gar keinen Sinn, das hier theoretisch zu erörtern. Sie müssen das mit entsprechendem Feingefühl in einem Beratungsgespräch selber im jeweiligen Augenblick ermessen, ob es richtig ist, einen gewissen Nachdruck in eine Aussage zu legen, der dann unterstützt wird von entsprechenden Intonationen, von einem entsprechenden Blick in den Augen, von einer entsprechenden Mimik und Gestik. Das sind alles ganz entscheidende Dinge. Oder ob Sie den Druck verringern und dadurch aber möglicherweise dem Beratungseffekt Grenzen setzen. Und damit akzeptieren, dass der, der zu Ihnen kommt, noch nicht so weit ist.

Weiterhin ist wichtig im Sinne der Überlegung der Möglichkeiten von Beratungsgesprächen, dass man sich darüber im Klaren ist, dass ein Beratungsgespräch niemals in der Lage sein kann, einen schicksalhaften Verlauf abzubiegen, der in einem gewissen Sinne vorherbestimmt ist. Es ist nur möglich, und das ist das Beste, was man mit einem Beratungsgespräch erreichen kann, in Einklang mit den schicksalhaften Wandlungen des Lebens zu gelangen und mit zu schwingen. Das heißt denjenigen, der zu uns kommt, in das Boot zu setzen, das ihn möglichst unbeschadet, aber dennoch auf der Welle des Schicksals, an das Ufer trägt, das für ihn vorherbestimmt ist. Wenn das Beratungsgespräch dazu führt, dass er ein Ruder in die Hand bekommt und versucht, gegen diesen schicksalhaften Strom zu schwimmen, dann wird er Schiffbruch erleiden. Dann könnte man, wenn man das so möchte, auch eine gewisse Mitschuld oder Mitverantwortung des Beraters an dieser Situation erkennen. Das heißt der Berater muss in der Lage sein, sehr genau zu sehen, wohin das Boot fährt, wohin es auch im Moment gerade fährt. Und daraufhin muss die entsprechende Beratung aufgebaut sein.

Die Möglichkeiten einer Beratung liegen hauptsächlich im Bestätigen dessen, was ist. Nicht im Eingreifen, das ohnehin keinen wirklichen langfristigen Sinn macht beziehungsweise langfristig auch gar nicht möglich ist. Sondern das beste Gespräch, was wir führen können, ist ein Bestätigungsgespräch. Nehmen Sie sich das zu Herzen und handeln Sie danach. Dann werden Sie so gut wie nie in wirklich bedrohliche Situationen kommen.

 

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